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Der
Chrysler Crossfire kam 2003 auf dem Markt, der Roadster ein Jahr später.
Im Jahr 2007 wurde die Produktion des Fahrzeugs bei Karmann im
niedersächsischen Osnabrück eingestellt. Der Crossfire als Coupé
und als Roadster nutzen die gleiche technische Plattform wie die
erste Generation des Mercedes SLK, schließlich war man zur Zeit
seiner Entwicklung als DaimlerChrysler AG eng miteinander verbunden.

Der
Crossfire ist nur weil Chrysler draufsteht und das typische geflügelte
Logo auf der langen Motorhaube prangt also kein reinrassiger
Amerikaner. Entworfen wurde zwar vom amerikanischen Designer Ralph
Gilles nach amerikanischem Geschmack, vom Innenleben her ist er aber
eher ein Mercedes. Die bei Karmann gebauten Crossfire Coupé und
Roadster wurden weltweit verkauft.
Die
Wettbewerber des Amerikaners sind der Audi TT, Porsche Boxster, BMW
Z4, Alfa Romeo Spider und der Honda S2000 sowie das Nissan 350Z
Cabrio und natürlich der SLK von Mercedes. Der aus dem Mercedes
SLK bekannte 3,2-Liter-V6-Aluminium-Motor mit 218 PS und einem
maximalen Drehmoment von 310 Nm bei 3.000 U/min. lässt den
Chrysler-Zweisitzer sowohl mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe
als auch mit Fünfgang-Automatikgetriebe in 6,9 Sekunden aus dem
Stand auf 100 km/h sprinten. Ab 100 km/h fährt ein Spoiler aus der
Heckklappe aus und bringt mehr Druck auf die Hinterachse. Bei einer
Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.
Aber wer will schon offen so schnell vorankommen? Der Fahrspaß
steht bei Fahrzeugen dieser Bauart wohl eher im Vordergrund. Davon
bietet das Cabriolet reichlich und das bei einem
Durchschnittsverbrauch von 10,4 Liter Superbenzin
(Herstellerangaben, nach EU-Norm).

Wie
auf Schienen zieht der Roadster über den Asphalt, sportlich straff
gefedert auf 18-Zöllern vorne und 19-Zöllern hinten. Dank mächtiger
Breitreifen überträgt er hohe Seitenführungskräfte und meistert
auch bei höherem Tempo sicher und spurtreu selbst enge Kurven.
Dabei unterstützen den Fahrer serienmäßig ESP und
Traktionskontrolle.
Sportlich
ist auch die Akustik: Kräftig vernehmbar röhrt es aus den mittig
montierten eckigen Auspuff-Endrohren. Den Passagieren weht
infolge niedriger Sitzposition und gelungener Arbeit der Gestalter
im Windkanal genießbar wenig Luft um die Ohren. Das
Stoffverdeck ist im offenen Zustand unter einer Klappe im Kofferraum
zusammengefaltet vollständig verschwunden. In nur 22 Sekunden öffnet
oder schließt es sich elektrisch. Es muss nur noch von Hand mit
einem Dreh ver- bzw. entriegelt werden. Mattsilbern lackierte Überrollbügel
hinter den hochgezogenen Lehnen der sportlich konturierten
Schalensitze vermitteln ein Gefühl von Sicherheit. Groß
dimensionierte Scheibenbremsen sorgen für souveräne Bremswege von
etwa 38 Metern bei einer Vollbremsung aus 100 km/h. Bremsassistent
und ABS sind in dieser Klasse ebenso selbstverständlich wie Front-
und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer. Einen Ersatzreifen
sucht man allerdings vergeblich. Hier hilft im Falle eines Falles
das Tirefit-System mit Dichtmittel und Druckluftspray.

Die
Einstiegsversion heißt Black Line. Zur Serienausstattung gehören
bereits hier Annehmlichkeiten wie CD-Radio, Zwei-Zonen-Klimaanlage,
elektrisch einstellbare Sitze, eine beheizbare Heckscheibe aus Glas
sowie eine Geschwindigkeitsregelung. Wer die höhere
Ausstattungslinie wählt, erhält
zusätzlich unter anderem Nebelscheinwerfer, ein höherwertiges
Soundsystem, beheizbare Außenspiegel, Lederausstattung und eine
Sitzheizung. Das Armaturenbrett
ist übersichtlich gestaltet. Die drei dunklen
Rundinstrumente, eingefasst mit Chromringen, sind gut ablesbar.

Zuletzt
kostete der Crossfire als Coupé neu ab 32.500 Euro (Black-Line-Version),
der Roadster ab 33.990 Euro. Bei nur knappen 1.400 Euro Aufpreis
gegenüber dem gleich ausgestatteten Coupé sollte die Qual der Wahl
für eine Extraportion Fahrspaß klein sein. Selbst geschlossen ist
das Cabrio zumindest was den Spaß
am Fahren angeht eine echte Alternative. Mit seiner zusätzlichen
Verstärkung hat der Roadster eine ausreichende Torsionssteifigkeit,
aber nur 36 Kilo mehr Gewicht als das Coupé. Alltagstauglich im
herkömmlichen Sinne kann solch ein Flitzer nicht sein. Dafür fehlt
es schon allein am Kofferraumvolumen: 104 Liter (bei geschlossenem
Verdeck 190 Liter) reichen gerade für den wöchentlichen
Junggesellen-Einkauf.

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