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Wirtschaftsthemen finden in Politik-Talkshows von ARD und ZDF nur selten statt: Wenn über die Wirtschaft geredet wird, dann häufig ohne Wirtschaftsvertreter

25.03.2026 10:07 Uhr Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Berlin (ots) - In den reichweitenstärksten Polit-Talkshows von ARD und ZDF wird immer seltener über Wirtschaft gesprochen - und wenn, dann meist ohne die Betroffenen. Eine aktuelle Analyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur Talkshow-Gästestruktur 2025 offenbart eine besorgniserregende Schieflage: Während die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach wie vor angespannt ist, sinkt der Anteil wirtschaftspolitischer Debatten im Fernsehen drastisch.

Wirtschaftsthemen: weniger Relevanz in Talkshows

Von 284 untersuchten Sendungen ("Markus Lanz", "Caren Miosga", "Maybrit Illner", "hart aber fair" und "Maischberger") hatten lediglich knapp 20 Prozent einen wirtschaftspolitischen Bezug. Im Vergleich zu 2023 (33 Prozent) ist dies ein massiver Einbruch, obwohl in nahezu allen Umfragen die Wirtschaft für die Bevölkerung das wichtigste Politikthema ist.

Wenn über Wirtschaft gesprochen wird, dann häufig ohne Expertise aus der Wirtschaft selbst: Rund ein Drittel der Wirtschaftssendungen (32 Prozent) fand ohne einen einzigen Vertreter aus der unternehmerischen Praxis oder den Wirtschaftsverbänden statt. Die Gästelisten werden von Politikern (41 Prozent) und Journalisten (27 Prozent) beherrscht. Echte Stimmen der Wirtschaft, wie Unternehmer (5 Prozent) oder Verbandsvertreter (2 Prozent), sind mit insgesamt nur 7 Prozent fast unsichtbar. Ökonomen stellten 14 Prozent der Gäste und konnten damit zumindest punktuell eine theoretisch fundierte wirtschaftswissenschaftliche Perspektive in die Debatten einbringen.

Maischberger ist die Sendung mit den wenigsten Wirtschaftsvertretern

Besonders deutlich wird das Defizit bei der Sendung "Maischberger" , in der bei 80 Prozent der wirtschaftspolitischen Sendungen keine theoretische oder praktische Wirtschaftsperspektive zu Wort kam. In keiner dieser Sendungen kam ein Wirtschaftsvertreter zu Wort und Ökonomen stellten lediglich 3,5 Prozent der Gäste. Vergleichsweise am besten schnitt "hart aber fair" ab, wo immerhin fast 39 Prozent der Sendungen Wirtschaftsbezug aufwiesen und in diesen Sendungen stets auch Wirtschaftsvertreter anwesend waren.

Talkshows nehmen Programmauftrag nicht ernst

"In der längsten wirtschaftlichen Schwächephase seit Bestehen der Bundesrepublik blenden die öffentlich-rechtlichen Talkshows dieses wichtige Thema weitgehend aus", kritisiert INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben. Besonders problematisch sieht er die Gästeauswahl: "Wer nur über die Wirtschaft spricht, statt mit ihr, zeigt, dass er den Programmauftrag einer ausgewogenen Berichterstattung nicht ernst nimmt." Alsleben fordert eine Rückkehr zur Sachlichkeit und eine stärkere Einbindung wirtschaftlicher Expertise in den TV-Diskurs. "Wer wissen will wie sich die wirtschaftliche Lage bessern könnte, muss den Praktikern zuhören, statt sie aus den Studios zu verbannen."

Pressekontakt:

Carl-Victor Wachs Leiter Kommunikation & Pressesprecher

mailto:wachs@insm.de T +49 176 616 49 030 INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH Georgenstraße 22 D - 10117 Berlin http://www.insm.de

Handelsregister Amtsgericht Charlottenburg, HRB 74215B Umsatzsteuerident-Nummer: DE1230523BB Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Thorsten Alsleben

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39474/6242770 OTS: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
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