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Berlin (ots) - Auf den letzten Drücker stellt die Bundesregierung heute ihr
Klimaschutzprogramm vor. Darin legt sie dar, mit welchen Maßnahmen die Ziele des
Klimaschutzgesetzes erreicht werden sollen. Aus Sicht des ökologischen
Verkehrsclubs VCD reichen die Maßnahmen nicht aus, um den Verkehrssektor auf
Klimakurs zu bringen. Dies gefährdet das Gesamtziel. Schnell helfen würde ein
Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen sowie eine klare und verlässliche
Förderung der Elektromobilität.
Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kritisiert den Mangel an
Klimaschutz-Maßnahmen für den Verkehrssektor: "Da wird die E-Auto-Förderung als
großer, neuer Schritt verkauft - obwohl sie längst beschlossen ist und ihre
Wirkung durch die Förderung von Riesen-SUVs und Plug-In-Hybriden selbst
torpediert." Auch das Deutschlandticket sei längst etabliert und somit keine
neue Maßnahme, die der wachsenden Klimaschutzlücke entgegenwirken könne.
"Der kürzlich vorgestellte Projektionsbericht des Umweltbundesamtes hat gezeigt,
dass diese Lücke nochmals größer geworden ist - nicht zuletzt, weil Impulse aus
dem Verkehr fehlen", kritisiert Rohleder. Sie fordert, flächendeckende
Tempolimits einzuführen - auf Autobahnen, Landstraßen und innerorts: "Tempo 120
auf der Autobahn ist überfällig. Es ist schnell und günstig umzusetzen, mindert
den CO2-Ausstoß um bis zu 7 Millionen Tonnen im Jahr und rettet obendrein
Leben." Für Landstraßen fordert der VCD maximal Tempo 80 und innerorts Tempo 30
als Regelgeschwindigkeit.
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, betont die
Bedeutung der Elektrowende für den Klimaschutz: "Die Regierung muss aufhören,
EU-Regelungen anzugreifen. Sie muss jetzt konsequent den Umstieg aufs E-Auto
fördern, statt weiter die Nebelkerze der Technologieoffenheit zu schwenken - mit
Mogelpackungen wie E-Fuels wird der Verkehr seine Klimaziele nicht erreichen."
Es sei absurd, bei der Wiederauflage der Kaufprämie auch energiefressende
Plug-In-SUVs zu fördern. "Sowas hilft allein der Autoindustrie - nicht dem Klima
und auch nicht denjenigen, die beim Kauf eines E-Autos auf Unterstützung
angewiesen sind." Der VCD fordert daher eine Förderung auch für gebrauchte
E-Autos, so Müller-Görnert: "Denn Haushalte mit geringem Einkommen können sich
auch mit Förderung keinen Neuwagen leisten."
Zum Hintergrund: Die Vorschläge des VCD für ein effektives Klimaschutzprogramm
finden Sie hier (https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Klim
afreundliche_Mobilitaet/20260112_Vorschlaege-Klimaschutzprogramm_2025-26_VCD.pdf
) .
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