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Raffinerien brauchen Investitionen statt Sondersteuern / en2x kritisiert Diskussion über sogenannte "Übergewinnsteuer" |
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| 10.04.2026 11:40 Uhr |
en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. |
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Berlin (ots) - Die diskutierte "Übergewinnsteuer" würde dringend notwendige
Investitionen in deutsche Raffinerien gefährden und den Industriestandort
Deutschland weiter schwächen. Davor warnt der en2x - Wirtschaftsverband Fuels
und Energie.
"Die Raffinerien in Deutschland leiden seit Jahren unter ungünstigen
Standortbedingungen. Zusätzliche Sondersteuern erschweren oder verhindern
notwendige Investitionen in Versorgungssicherheit, Effizienz und
klimafreundliche Technologien, ohne einen nachhaltigen preisdämpfenden Effekt
für die Kundschaft zu entfalten", so en2x-Hauptgeschäftsführer Prof. Christian
Küchen. "Statt der Branche neue Belastungen aufzuerlegen, sollten die
Rahmenbedingungen verbessert werden, die leider heute schon Investoren
verunsichern und langfristige Kapitalanlagen in Defossilisierung und
Modernisierung der Raffinerien hemmen." Die Branche hat sich in Krisenzeiten als
verlässlicher Lieferant erwiesen und ist essenziell für die Versorgung mit
Energie und Grundstoffen, auch im Krisen- oder Verteidigungsfall. Daher müssen
Investitionen unterstützt und nicht gefährdet werden.
Eine Übergewinnsteuer wäre rechtlich schwer abzugrenzen, mit erheblichen
verfassungs- und europarechtlichen Risiken verbunden und würde neue
Unsicherheiten für Unternehmen und Investoren schaffen. "Was ist überhaupt ein
Übergewinn?", so Küchen. Das geltende Steuerrecht unterscheide aus guten Gründen
nicht zwischen "regulären" und "außerordentlichen" Gewinnen. Eine solche
Differenzierung würde die Grundsätze der Gleichmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit der
Besteuerung konterkarieren. Eine Einordnung von Gewinnen als reguläre und als
vermeintliche Zufallsgewinne aufgrund der geopolitischen Situation würde auch
die wirtschaftliche Stabilität der Branche schwächen. "Deutsche Unternehmen
tragen im internationalen Vergleich bereits heute eine hohe Steuerlast auf ihre
Unternehmensgewinne. Im OECD-Vergleich ist Deutschland Hochsteuerland", so
Küchen.
Hintergrund der aktuellen Diskussion sind die infolge des Iran-Krieges stark
gestiegenen Kraftstoffpreise für Benzin und Diesel. Die Begründung für eine
mögliche "Übergewinnsteuer", die deutsche Mineralölbranche habe "Preistreiberei"
betrieben, hält nach Ansicht von en2x der Wirklichkeit nicht Stand. Die
Tankstellenpreise orientieren sich, wie in anderen Ländern mit offenen Märkten
auch, an den Marktpreisen für den Einkauf der fertig raffinierten Produkte Diese
werden an internationalen Handelsplätzen wie Rotterdam notiert und gehandelt.
Küchen: "Aus unserer Sicht ist es jetzt mehr denn je erforderlich, gemeinsam mit
der Politik konstruktiv daran zu arbeiten, einen Weg zur Stärkung von Industrie
und industrieller Wertschöpfung in Deutschland einzuschlagen. Dazu gehört eine
Versachlichung der Diskussion anstelle einer destruktiven Kommunikation mit
pauschalen Schuldzuweisungen gegenüber einem relevanten Industriezweig."
Pressekontakt:
Rainer Diederichs, Alexander von Gersdorff
en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
Georgenstraße 24
10117 Berlin
mailto:presse@en2x.de; http://www.en2x.de/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159634/6252682
OTS: en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V.
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