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Bremen (ots) -
- Bevölkerung wünscht sich Digitalisierung und bessere Koordination
- Wartezeit und Erreichbarkeit weiter in der Kritik
- Bevölkerung lehnt Gebührenmodelle ab
Trotz zunehmender Engpässe in der hausärztlichen Versorgung bleibt das Vertrauen
der Bevölkerung in die Hausärztinnen und Hausärzte hoch: 91 Prozent der
Patientinnen und Patienten sind laut einer aktuellen, repräsentativen
forsa-Umfrage im Auftrag der hkk Krankenkasse mit der medizinischen Betreuung in
ihrer Hausarztpraxis sehr oder eher zufrieden. Besonders gelobt werden
Kommunikation (93 Prozent) und Behandlungsqualität (90 Prozent).
"Hausärztinnen und Hausärzte sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems", sagt
Dr. Cornelius Erbe, Leiter des hkk-Versorgungsmanagements. "Die hohe
Zufriedenheit zeigt, wie sehr diese persönliche, wohnortnahe Betreuung geschätzt
wird - aber auch, dass sie gestärkt werden muss, damit sie den Herausforderungen
der Zukunft standhält." Die ambulante Gesundheitsversorgung in Deutschland steht
vor großen Herausforderungen: knappe personelle und finanzielle Ressourcen,
teilweise lange Wartezeiten und der demografische Wandel, der diese Entwicklung
weiter verstärken wird. Eine Neustrukturierung der Versorgungspfade ist daher
dringend nötig.
Reformdruck wächst: Bevölkerung erwartet Strukturwandel in der Primärversorgung
Ein einheitliches digitales Ersteinschätzungsverfahren zur Klärung des
Behandlungsbedarfs und zur Steuerung zur passenden Anlaufstelle, eine
elektronische Überweisung sowie eine Terminplattform der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) zur bedarfsgerechten und zeitnahen Terminvergabe sind
zentrale Bausteine für eine bessere Steuerung der Versorgung. "Die Menschen
stehen solchen Reformideen grundsätzlich offen gegenüber", sagt Erbe. So halten
88 Prozent der Befragten eine elektronische Überweisung mit digitaler
Datenübermittlung für sinnvoll, um Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden und die
Behandlungsqualität zu erhöhen. 70 Prozent wünschen sich eine zentrale
Terminvermittlungsplattform, die Termine nach Dringlichkeit vergibt, und mehr
als die Hälfte (53 Prozent) unterstützt ein Primärarztmodell mit koordinierender
Funktion, wie die Überweisung zum Facharzt. Ebenso viele finden ein
Ersteinschätzungsverfahren sinnvoll, bei dem vorab (digital, telefonisch oder
persönlich) geklärt wird, welche Anlaufstelle die richtige ist.
Erreichbarkeit und Wartezeiten weiter in der Kritik
Die große Mehrheit der Befragten (95 Prozent) verfügt über eine feste
Hausarztpraxis, an die sie sich im Krankheitsfall oder anderen gesundheitlichen
Problemen wenden können. In den vergangenen zwölf Monaten suchten 37 Prozent der
Befragten ihre Hausarztpraxis ein- bis zweimal auf, 31 Prozent drei- bis viermal
und 18 Prozent fünfmal oder häufiger. 8 Prozent der Befragten waren im selben
Zeitraum überhaupt nicht in ihrer Hausarztpraxis.
Während Kommunikation und Behandlung fast durchweg positiv bewertet werden,
zeigen sich bei der Organisation der Praxen Schwachstellen: Rund ein Fünftel der
Befragten (21 Prozent) kritisiert Wartezeiten, ähnlich viele (22 Prozent) die
Erreichbarkeit. Erbe: "Die hkk unterstützt alle Maßnahmen, die eine effiziente
Terminvergabe fördern, parallele Strukturen vermeiden und die
Versorgungskoordination stärken - damit Patientinnen und Patienten
zielgerichtet, koordiniert und bedarfsgerecht betreut werden."
Bevölkerung lehnt Gebührenmodelle ab
Deutlich wird auch, dass finanzielle Steuerungsinstrumente wenig Zustimmung
finden: 80 Prozent sprechen sich gegen eine Wiedereinführung der Praxisgebühr
aus, 82 Prozent lehnen eine Kontaktgebühr pro Arztbesuch ab. Stattdessen setzen
die Befragten auf intelligente Koordination und digitale Vernetzung als
Schlüssel für eine bedarfsgerechte Primärversorgung.
Hintergrund
Die Umfrage "Zufriedenheit mit der hausärztlichen Versorgung" wurde von forsa im
Auftrag der hkk Krankenkasse vom 20. bis 26. Februar 2026 erhoben. Befragt
wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland. Die statistische
Fehlertoleranz beträgt ± 3 Prozentpunkte. Link zur Studie: hkk Gesundheitsreport
- hkk (https://www.hkk.de/presse/studien-und-reports/hkk-gesundheitsreport)
Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als
einer Million Versicherten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen und ist in
den vergangenen Jahren um mehrere hunderttausend Kunden gewachsen. Mit ihrem
Zusatzbeitrag von 2,59 Prozent ist sie eine der günstigsten Krankenkassen
Deutschlands. Der jährliche Beitragsvorteil für Beschäftigte beträgt jährlich
bis zu 627 Euro; für Selbstständige, die ihre Beiträge selbst zahlen, bis zu
1.255 Euro. Zu den überdurchschnittlichen Leistungen zählen unter anderem mehr
als 1.000 Euro Kostenübernahme je Versicherten und Jahr für Naturmedizin,
Schutzimpfungen und Vorsorge sowie für Schwangerschaftsleistungen. Das
vorteilhafte Preis-Leistungs-Verhältnis wird durch eine über Jahrzehnte
gewachsene Finanzstärke und Verwaltungskosten ermöglicht, die mehr als 30
Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen. Mehr als 1.600 Mitarbeitende,
davon über 50 Auszubildende, bearbeiten jährlich über 3 Millionen Kundenanliegen
und betreuen 2026 ein Haushaltsvolumen von rund 5 Milliarden Euro.
Ansprechpartner für die Presse:
hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen
Gabriele Nottelmann Tel.: 0421.3655 1006
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OTS: hkk Krankenkasse
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