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Cochem (ots) - Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Cochem
Die Polizeiinspektion (PI) Cochem ist zuständig für die Gebiete der
Verbandsgemeinden Cochem- Land, Kaisersesch und Ulmen ohne die Ortschaften
Beuren und Bad- Bertrich sowie inklusive der Orte Lahr, Zilshausen und Mörsdorf
aus der Verbandsgemeinde Kastellaun. Das Gebiet umfasst rund 507
Quadratkilometer, hier wohnen ca. 47.000 Menschen.
Der Überblick:
Die positive Entwicklung der Zahl der Gesamtstraftaten im Zuständigkeitsgebiet
der Polizeiinspektion Cochem setzte sich auch im Jahre 2025 fort. Gegenüber dem
Vorjahr sank die Gesamtzahl der Straftaten um 22 Fälle auf nun mehr 1.595
Straftaten. Zudem ist es gelungen den Abwärtstrend bei der Aufklärung von
Straftaten umzukehren und für das Jahr 2025 einen Zuwachs der Aufklärungsquote
von 3,2% auf insgesamt 64,5% der Fälle zu erreichen.
Diese Zahlen beziehen sich auf alle festgestellten Delikte im
Zuständigkeitsbereich der PI Cochem, auch solche die durch die
Kriminalinspektion (KI) Mayen und die Kriminaldirektion Koblenz bearbeitet
wurden.
Entwicklung der Straftaten im Bereich der PI Cochem 2020 - 2025
2020 2021 2022 2023 2024 2025
1737 1566 1815 1719 1617 1595
Rohheitsdelikte:
Eine negative Entwicklung müssen wir im Bereich der Rohheitsdelikte feststellen,
zu dem neben den Körperverletzungen auch Raub, Nötigungen und Bedrohungen
zählen. Die Zunahme beträgt hier 41 Fälle auf insgesamt 348 Straftaten, wobei
die Körperverletzung mit einer Zunahme von 46 Taten auf insgesamt 248 Fälle hier
hervorsticht. Hier sind oft heranwachsende oder junge Männer beteiligt. Bei den
Kontrahenten liegt in den meisten Fällen Alkohol- oder Drogenkonsum vor. Es
lässt sich jedoch kein deliktischer oder örtlicher Schwerpunkt für die Taten
ableiten, so dass es eher vom Zufall abhängt wann ein Streit eskaliert. In
diesem Deliktsbereich ist die Aufklärungsquote mit 93,7 % erfreulich hoch.
Auch die Fälle der "Häuslichen Gewalt" werden in diesen Deliktsbereich
aufgeschlüsselt. Die Fallzahlen sind hier um 17 Fälle auf insgesamt 112 Taten
angestiegen. Bei diesen Beziehungstaten kommt es meist zu Körperverletzungen,
Bedrohungen und Beleidigungen.
Sogenannte High Risk Fälle, also solche Beziehungen, bei welchen die
Auseinandersetzungen eine stetige Steigerung der Eskalation aufweisen, waren in
hiesigem Bereich nicht festzustellen.
Eigentumskriminalität:
Auch bei der Eigentumskriminalität, es handelt sich um unterschiedliche
Diebstahlsdelikte, ist ein Anstieg der Fallzahlen erfolgt. Die Zahl der Fälle
stieg um 84 auf insgesamt 404 Taten.
Der größte Anteil fiel hierbei auf die sogenannten einfachen Diebstahlsdelikte,
also Fälle bei welchen das Stehlgut nicht besonders gegen die Wegnahme gesichert
war. Die Zahl lag in 2025 bei 292 Fällen.
Dementsprechend lag die Zahl der Diebstähle unter erschwerenden Umständen bei
112 Taten. Für die Geschädigten jeweils besonders tragisch sind die
Wohnungseinbrüche. Hier wird die Privatsphäre, das sichere Zuhause empfindlich
verletzt. In 2025 wurden 24 Einbruchsdiebstähle in Wohnungen verübt. Gegenüber
dem Vorjahr mit nur 3 Fällen wieder ein deutlicher Anstieg, jedoch liegt die
Zahl immer noch im Schnitt der vorausgegangenen Jahre, wie die Tabelle zeigt.
Sogenannte High Risk Fälle, also solche Beziehungen, bei welchen die
Auseinandersetzungen eine stetige Steigerung der Eskalation aufweisen, waren in
hiesigem Bereich nicht festzustellen.
2020 2021 2022 2023 2024 2025
51 16 24 20 3 24
Wir mahnen weiterhin zur Aufmerksamkeit. Der aufmerksame Nachbar ist der beste
Schutz, den man sich wünschen kann. Beobachten sie auffällige Personen und
Fahrzeuge in ihrer Nachbarschaft. Sprechen sie diese an oder verständigen sie
direkt die Polizei. Achten sie auf ihr Eigentum. Verriegeln sie Wohnungstüren,
Fenster und die Tore von Garagen. Lassen sie keine hochwertigen Fahrräder, z. B.
E-Bikes ungesichert in der Hofeinfahrt stehen. Auch Fahrzeuge die in der
Hofeinfahrt oder auf der Straße vor dem Haus stehen sollten stets verriegelt
werden.
Vermögensdelikte:
Die Zahl der Vermögensdelikte ging leicht um 2 Fälle zurück und liegt nun bei
258 Delikten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Cochem.
Den größten Anteil haben hier Betrugsdelikte mit 176 Fällen, bei einem Anstieg
um 9 Taten. Bleiben sie kritisch und geben sie keine Bank- oder Zahlungsdaten am
Telefon, per WhatsApp oder im Internet bekannt. Kein seriöses Unternehmen wird
solche Daten dort abfragen.
Rauschgift, Umwelt, Sachbeschädigung:
In diesen Deliktsfeldern sind die größten Rückgänge der Fallzahlen zu
verzeichnen. Die Zahl der Sachbeschädigungen reduzierte sich um 94 auf insgesamt
193 Fälle in 2025. Ein großer Teil entfällt hierbei auf die Sachbeschädigung auf
Straßen, Wegen und Plätzen. Die Fallzahlen in diesem Feld gingen um 61 Fälle auf
noch 71 Taten zurück.
Die Zahl der Umweltdelikte bleibt mit einer Anzahl von 24 Fällen, bei einem
Anstieg um 5 Fälle auf niedrigem Niveau.
Nach der Legalisierung von Cannabisprodukten sinkt die Delinquenz beim
Drogenmissbrauch um 36 Fälle auf nun 62 Straftaten in 2025.
Tatverdächtige:
Bei den Ermittlungen zu den 1.595 Straftaten wurden insgesamt 821 Tatverdächtige
ermittelt. Dabei handelte es um 646 Männer und 175 Frauen. Bei den
Tatverdächtigen handelte es sich bei 207 Personen um Jugendliche oder
Heranwachsende (171 männliche und 36 weibliche).
Fazit:
Der Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der PI
Cochem ist erfreulich. Bedenklich ist jedoch die merkliche Zunahme bei den
Körperverletzungen und den Diebstahlsdelikten.
Wir können nur raten einem Streit der zu eskalieren droht, insbesondere wenn sie
selbst oder ein Kontrahent alkoholisiert oder in sonstiger Weise berauscht und
enthemmt sind, aus dem Wege zu gehen. Ziehen sie sich zurück. Wenn sie einen
solchen Streit mitbekommen, rufen sie frühzeitig die Polizei oder anwesendes
Sicherheitspersonal.
Zur Verhinderung von Diebstählen kann jeder einen Beitrag leisten. Achten sie
auf ihr Eigentum. Halten sie bei Abwesenheit Fenster verschlossen und Türen
verriegelt. Sind sie Aufmerksam wer sich um sie herum oder in der Nachbarschaft
bewegt. Werden ältere Menschen von Fremden angesprochen oder besucht, sprechen
sie diese Menschen an und fragen nach dem Grund ihres Besuchs. Erkennen sie
einen Diebstahl z. B. in einem Warenhaus, verständigen sie die Verkäuferin/ den
Verkäufer. Verdächtige Beobachtungen sollten sie so schnell wie möglich der
Polizei melden. Die PI Cochem ist rund um die Uhr besetzt. Bei solchen
Mitteilungen sind für uns Personenbeschreibungen, Fahrzeugtyp und -farbe sowie
das Autokennzeichen wichtig.
Aber alles mit Bedacht und Augenmaß. Die Gefahr in unserer Region Opfer einer
Straftat zu werden ist auch im Landesvergleich eher gering.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Mayen
Polizeiinspektion Cochem
R. Hausmann, EPHK
Telefon: 02671- 9840
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/117711/6236649
OTS: Polizeidirektion Mayen
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