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Berlin (ots) - Politisch bedingte Unsicherheiten an den Märkten, ausbleibende
wirtschaftliche Dynamik und erneute Preissteigerungen haben die Jahresbilanz
2025 der Wellpappenindustrie beeinträchtigt. Auswirkungen des Krieges im Nahen
Osten drohen die Situation 2026 weiter zu verschärfen. Der Verband der
Wellpappen-Industrie e. V. (VDW) appelliert daher an die Bundesregierung,
mittelständisch geprägte Branchen stärker vor übermäßigen Belastungen zu
schützen.
"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands stand 2025 erneut unter
denkbar schwierigen Vorzeichen. Die Folgen bekam auch die Wellpappenindustrie
als Zulieferin der wichtigsten Transportverpackung des Landes massiv zu spüren",
stellt der Vorsitzende des VDW Dr. Steffen P. Würth fest. "Faktoren wie eine
unberechenbare US-Handelspolitik und der anhaltende Zollstreit setzten wichtigen
Industriekunden unserer Branche zu. Andere Aspekte wie hohe Lohnstückkosten und
Energiepreise sowie Bürokratiebelastung wiederum schmälerten jedoch nicht nur
die Aussichten relevanter Abnehmer, sondern betrafen die Wellpappenhersteller
auch direkt ganz erheblich", so der VDW-Vorsitzende.
Insgesamt verzeichneten die VDW-Mitglieder für 2025 mit rund 7.403 Mio. m2
Wellpappe einen leichten Absatzrückgang von 0,1 Prozent gegenüber 2024. Beim
Umsatz wiederum ergab sich gegenüber 2024 ein Plus von 1,0 Prozent - eine
Entwicklung, die allerdings im Kontext eines ausgeprägten Umsatzminus im Vorjahr
zu bewerten ist. Auch reicht das Umsatzplus nach Einschätzung der VDW-Mitglieder
nicht aus, um die gestiegenen Kosten auf der Rohstoffseite auszugleichen.
Die Wellpappenindustrie sah sich 2025 bereits zum zweiten Mal in Folge mit einer
ausgeprägten Preiswelle bei Wellpappenrohpapieren konfrontiert. Von Januar bis
Juni 2025 erhöhte sich der durchschnittliche gewichtete Wellpappenrohpapierpreis
um 12,9 Prozent; im Jahresmittel lag er 4,2 Prozent über dem Wert von 2024.
"Dies bedeutete für die Wellpappenindustrie eine große Zusatzbelastung inmitten
einer ohnehin angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage", betont Würth.
Die Aussichten für 2026 bewertet der VDW auf Basis der aktuellen weltpolitischen
Lage zurückhaltend. Der Krieg im Nahen Osten und der daraus resultierende
Energiepreisschock habe führende Wirtschaftsinstitute bereits dazu veranlasst,
ihre Prognosen für das BIP deutlich nach unten zu korrigieren. "Die
Wellpappenindustrie sieht sich schon jetzt stark betroffen durch in die Höhe
geschnellte Energiepreise, Produktions- und Logistikkosten sowie neue
Unsicherheiten am Markt. Auch die Gefahr einer neuen Kostenwelle bei den
Rohstoffen ist nicht von der Hand zu weisen", warnt der VDW-Vorsitzende. "In
diesen herausfordernden Zeiten ist es insbesondere für mittelständisch geprägte
Branchen wie die Wellpappenindustrie von essenzieller Bedeutung, dass die
Bundesregierung für effektive Entlastungen sorgt und Deutschland als attraktiven
Wirtschaftsstandort stärkt", ergänzt Würth.
Eine Grafik zur aktuellen Entwicklung der Preisindizes für Wellpappe und
Wellpappenrohpapier finden Sie hier
(https://wellpappen-industrie.de/grafik_kategorien/grafiken/) .
Pressefotos des VDW-Vorsitzenden Dr. Steffen P. Würth stehen hier zum Download
bereit (https://wellpappen-industrie.de/grafik_kategorien/portraits/) .
Über den Verband der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW)
Der VDW vertritt als Sprachrohr der Wellpappenindustrie die Interessen von
derzeit 30 Mitgliedsunternehmen mit rund 100 Werken und rund 18.000
Beschäftigten in ganz Deutschland. Damit repräsentiert der Verband etwa 80
Prozent der deutschen Wellpappenproduktion. 2025 setzten die im VDW
organisierten Unternehmen rund 7.403 Millionen Quadratmeter Wellpappe ab. Die
Recyclingquote des Materials liegt bei 95,3 Prozent. Über zwei Drittel aller
Waren in Deutschland werden in Verpackungen aus Wellpappe transportiert.
Pressekontakt:
Sabine Egidius
Leiterin Verbandskommunikation
Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
Tel.: +49 (0) 151 23405755
E-Mail: mailto:egidius@vdw-da.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/71327/6279209
OTS: Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
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