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Köln (ots) - In der Nacht von Samstag auf Sonntag (24.05.2026) gab es einen
schweren russischen Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine. Im Fokus war
die Hauptstadt Kyjiw. Auch das zentral gelegene ARD-Studio wurde dabei massiv
beschädigt und in Teilen zerstört - wahrscheinlich durch eine Druckwelle, die
Fenster bersten, Räume verwüsten und Wände einstürzen ließ. Zu diesem Zeitpunkt
befanden sich keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio.
Die statische Sicherheit des Gebäudes muss nun überprüft werden. Trotz der
starken Schäden wird die Berichterstattung aus der Ukraine fortgesetzt: Die
Produktion und aktuelle Live-Berichterstattung sollen mit mobilen technischen
Lösungen und Ausweichmöglichkeiten weiter gewährleistet werden.
Vassili Golod, ARD-Studioleiter in Kyjiw: "Rausgerissene Fensterrahmen, überall
Splitter, zerstörte Technik - den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu
sehen, ist ein Schock. Die russischen Luftangriffe sind seit Jahren massiv,
rücksichtslos und Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine. Die Folge
sind Tausende getötete Zivilisten, zerstörte Krankenhäuser, Schulen und eben
auch Redaktionsräume. Ich habe riesigen Respekt vor unserem Team, das sich von
dieser Aggression nicht einschüchtern lässt und sich mit vollem Einsatz auf das
fokussiert, was unsere Aufgabe ist: zu berichten, was ist."
WDR-Intendantin Katrin Vernau "Ich bin sehr erleichtert, dass unsere Mitarbeiter
bei diesem Angriff nicht verletzt wurden. Aber dies zeigt erneut, unter welch
gefährlichen Bedingungen unser Team in Kyjiw seit Jahren arbeitet. Die
Kolleginnen und Kollegen kennen die Berichterstattung im Ausnahmezustand und
werden auch jetzt alles tun, um in dieser schwierigen Situation über den
russischen Angriffskrieg und die Hintergründe zu berichten, damit die Menschen
in Deutschland die wichtigsten Informationen aus der Ukraine aus erster Hand
bekommen. Ich habe großen Respekt vor dem Mut und der Leistung unseres Teams."
Der WDR trägt die Verantwortung für das ARD-Studio Kyjiw. Das Team berichtet
heute über den Angriff auf allen ARD-Kanälen.
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