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Triesen (ots) - Erkrankungen des zentralen Nervensystems nehmen weltweit
deutlich zu - gleichzeitig wächst das Interesse an ergänzenden Therapieansätzen,
die klassische Behandlungen sinnvoll unterstützen könnten. Besonders
niederfrequente pulsierende elektromagnetische Felder, kurz PEMF, geraten dabei
zunehmend in den Fokus der Forschung. Doch welche Wirkmechanismen werden derzeit
diskutiert - und wo liegen die Chancen, Grenzen und Risiken dieser Technologie?
Neurologische und psychiatrische Erkrankungen zählen längst zu den größten
gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Millionen Menschen leiden unter
den Folgen von Schlaganfällen, neurodegenerativen Erkrankungen, Depressionen
oder Angststörungen. Die Auswirkungen reichen dabei von Einschränkungen der
Konzentration und Beweglichkeit bis hin zum Verlust funktioneller
Selbstständigkeit und massiven Einbußen der Lebensqualität. Zwar stehen heute
zahlreiche medikamentöse, operative und psychotherapeutische Verfahren zur
Verfügung, allerdings reagiert jeder Patient individuell auf bestehende
Therapien. Genau deshalb wächst das Interesse an ergänzenden Ansätzen, die
konventionelle Behandlungen unterstützen könnten, ohne sie zu ersetzen. Gerade
elektromagnetische Anwendungen werden jedoch häufig kritisch betrachtet.
Diskussionen über Elektrosmog und potenzielle gesundheitliche Risiken
dauerhafter elektromagnetischer Belastung sorgen seit Jahren für Verunsicherung.
Besonders Anwendungen im Bereich des Gehirns galten deshalb lange als
problematisch. "Viele Wissenschaftler gingen zunächst davon aus, dass externe
elektromagnetische Felder die empfindliche elektrische Aktivität von
Nervenzellen negativ beeinflussen könnten. Wer neue, ergänzende Therapieansätze
allein aus theoretischer Vorsicht ausschließt, riskiert jedoch gleichzeitig,
potenziell hilfreiche Entwicklungen für Patienten zu übersehen", erklärt Prof.
Dr. Robert Bauernschmitt, Medical and Scientific Consultant bei der BEMER Int.
AG.
"Die aktuelle Forschung zeigt zunehmend, dass kontrolliert eingesetzte
niederfrequente pulsierende elektromagnetische Felder klar von dauerhafter
elektromagnetischer Belastung unterschieden werden müssen", erläutert Prof.
Bauernschmitt. Gemeinsam mit Dr. Ricarda Jansen steht er bei der BEMER Int. AG
für die wissenschaftliche Aufklärung über Longevity und moderne ergänzende
Therapieansätze. Das Medizintechnikunternehmen erforscht seit mehreren
Jahrzehnten niederfrequente pulsierende elektromagnetische Felder (PEMF), deren
Wirksamkeit bereits unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparats,
Schmerzzuständen sowie zum Einfluss auf den physiologischen Prozess der
Mikrozirkulation untersucht wurde. Im Mittelpunkt der aktuellen Forschung stehen
zudem entzündliche Prozesse sowie die Versorgung von Nervenzellen mit Sauerstoff
und Nährstoffen.
Welche Wirkmechanismen aktuell diskutiert werden
Die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich heute zunehmend mit der Frage,
welchen Einfluss niederfrequente pulsierende elektromagnetische Felder auf
biologische Prozesse im zentralen Nervensystem haben könnten und in welchen
Bereichen sich daraus potenzielle ergänzende Einsatzmöglichkeiten ergeben.
Besonders relevant erscheint dabei die sogenannte Mikrozirkulation, also die
Durchblutung kleinster Blutgefäße. Sie ist entscheidend für die Versorgung von
Nervenzellen mit Sauerstoff und Glukose. Wird diese Versorgung gestört, kann es
zu funktionellen Einschränkungen bis hin zum Untergang von Nervenzellen kommen.
"Bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen verschlechtern gestörte
Durchblutung und entzündliche Prozesse die Versorgung von Nervenzellen
zusätzlich", erklärt Prof. Robert Bauernschmitt. Studien deuten darauf hin, dass
PEMF unter anderem die lokale Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid erhöhen kann.
Dieses Molekül erweitert Blutgefäße und verbessert dadurch die Durchblutung.
Darüber hinaus analysieren Forscher mögliche entzündungshemmende Effekte.
Entzündliche Prozesse gelten bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen als
Mitverursacher fortschreitender Zellschäden.
Zusätzlich beschäftigen sich Wissenschaftler mit der sogenannten Neurogenese -
der Neubildung von Nervenzellen aus Stammzellen. Präklinische Untersuchungen
liefern Hinweise darauf, dass PEMF diesen Prozess möglicherweise unterstützen
könnte. Gleichzeitig wird diskutiert, ob elektromagnetische Impulse
neurochemische Signalwege beeinflussen können. Wichtig bleibt jedoch die
wissenschaftliche Einordnung: Viele dieser Erkenntnisse stammen bislang aus
Labor- oder Tiermodellen und dürfen nicht unmittelbar auf den Menschen
übertragen werden.
Mögliche Einsatzgebiete von PEMF bei Schlaganfall und neurodegenerativen
Erkrankungen
Besonders intensiv untersucht wird PEMF derzeit im Zusammenhang mit ischämischen
Erkrankungen des Gehirns - also Erkrankungen, bei denen die Blutversorgung
bestimmter Hirnareale unterbrochen wird. Der Schlaganfall zählt zu den
häufigsten Ereignissen, die auf diese Weise ausgelöst werden können.
Standardtherapien konzentrieren sich hier auf die schnelle Wiederherstellung der
Durchblutung sowie die Behandlung zugrunde liegender Risikofaktoren. Ergänzend
analysieren Forscher, ob PEMF die Regeneration unterstützen könnte.
"Erste Studien liefern Hinweise darauf, dass PEMF nach einem Schlaganfall
positive Effekte auf die lokale Durchblutung haben könnte", so Prof. Robert
Bauernschmitt. Die Forschung befinde sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
Ähnlich vorsichtig fällt die Einordnung bei neurodegenerativen Erkrankungen aus.
Entscheidend bleibt dabei die Unterscheidung zwischen einer dauerhaften
elektromagnetischen Exposition und der zeitlich begrenzten, kontrollierten
Anwendung von PEMF. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass PEMF
krankheitsrelevante Proteinablagerungen beeinflussen und neurochemische
Signalwege modulieren könnte. In Tiermodellen mit Demenz wurden teilweise
Verbesserungen der Gedächtnisleistung und Orientierung beobachtet. Klinische
Untersuchungen am Menschen laufen derzeit weiter. Diese zunehmende Evidenz war
Grund genug, die Forschung auf diese wichtigen Einsatzbereiche auszuweiten, und
gleichzeitig Anlass dazu, von der strikten Empfehlung, das BEMER Signal nicht am
Kopf zu verwenden, abzurücken.
Zunehmend beschäftigen sich Wissenschaftler zudem mit der Frage, ob PEMF auch
bei Schädel-Hirn-Traumata eine unterstützende Rolle spielen könnte. Bislang
stammen die meisten Erkenntnisse jedoch aus Tiermodellen, weshalb eine klinische
Anwendung beim Menschen derzeit noch nicht empfohlen werden kann. Bei Multipler
Sklerose existieren jedoch bereits erste klinische Daten. Dort konnten in
einzelnen Studien Verbesserungen bei Symptomen wie Fatigue oder erektiler
Dysfunktion festgestellt werden. Gleichzeitig betonen Experten, dass PEMF
keinesfalls als alleinige Therapie verstanden werden darf. Vielmehr handelt es
sich um einen ergänzenden Ansatz, dessen tatsächlicher Nutzen weiterhin
wissenschaftlich untersucht wird.
Welche Rolle PEMF bei Depressionen und Angststörungen spielen könnte
Psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen gehen häufig
mit Veränderungen neurobiologischer Prozesse und einer gestörten Regulation des
autonomen Nervensystems einher. Besonders das Zusammenspiel von Sympathikus und
Parasympathikus steht dabei zunehmend im Fokus der Forschung. Während der
Sympathikus Stressreaktionen aktiviert, unterstützt der Parasympathikus
Regeneration und Entspannung. "Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass
PEMF die parasympathische Aktivität fördern könnte - etwa über eine Stimulation
des Nervus vagus", erklärt Prof. Robert Bauernschmitt. Gerade die mögliche
Regulation des autonomen Nervensystems gilt in der Forschung als besonders
interessanter Ansatz, da sie zahlreiche Erholungs- und Regenerationsprozesse im
Körper beeinflusst. Gleichzeitig analysieren Forscher mögliche direkte Effekte
auf Nervenzellen sowie indirekte Wirkungen über die Mikrozirkulation. Klinische
Studien zeigten bei depressiven Symptomen teilweise Verbesserungen der
Symptomatik. Zusätzlich wurden in bildgebenden Verfahren wie der
Magnetresonanztomographie strukturelle Veränderungen bestimmter Hirnregionen
beobachtet. Auch bei Patienten mit chronischen Schmerzen und begleitenden Angst-
oder Depressionssymptomen konnten positive Effekte beschrieben werden.
Dennoch bleibt die wissenschaftliche Bewertung zurückhaltend. Psychiatrische
Erkrankungen sind komplex und multifaktoriell. Ergänzende Verfahren wie PEMF
können daher allenfalls unterstützend eingesetzt werden - nicht als Ersatz
etablierter psychotherapeutischer oder medikamentöser Therapien.
Sicherheit, Kontraindikationen und die Abgrenzung zu Elektrosmog
Die bisherige Studienlage beschreibt PEMF insgesamt als gut verträglich.
Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden bislang nur selten beobachtet. Dennoch
existieren klare Kontraindikationen. Dazu zählen insbesondere aktive
medizinische Implantate wie Herzschrittmacher oder Insulinpumpen sowie bestimmte
neurologische Erkrankungen etwa die Epilepsie. Auch bei onkologischen Patienten
sollte eine Anwendung ausschließlich in enger Abstimmung mit behandelnden
Fachärzten erfolgen.
"Entscheidend ist vor allem die Verwendung zertifizierter Medizinprodukte mit
klar definierten Sicherheitsstandards", betont Prof. Robert Bauernschmitt.
Tatsächlich empfehlen auch Gesundheitsbehörden wie das Schweizer Bundesamt für
Gesundheit ausschließlich regulierte Medizinprodukte für elektromagnetische
Anwendungen. Wichtig bleibt zudem die klare Abgrenzung zwischen PEMF und
Elektrosmog. Während Elektrosmog meist unkontrollierte Dauerbelastungen
beschreibt, erfolgt die PEMF-Anwendung gezielt, zeitlich begrenzt und unter
kontrollierten Bedingungen.
Fazit: Wachsende Forschung - aber kein Ersatz für etablierte Therapien
Die Forschung zu niederfrequenten pulsierenden elektromagnetischen Feldern
entwickelt sich seit Jahren dynamisch weiter. Besonders im Bereich
neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen untersuchen Wissenschaftler
zunehmend mögliche Zusammenhänge zwischen Mikrozirkulation, Entzündungsprozessen
und neuronaler Regeneration. Erste präklinische und klinische Studien liefern
dabei interessante Hinweise auf potenzielle ergänzende Einsatzmöglichkeiten.
Gleichzeitig bleibt eine nüchterne wissenschaftliche Einordnung entscheidend.
PEMF ist kein Ersatz für etablierte medizinische Therapien und erlaubt keine
Heilversprechen. Vielmehr handelt es sich um einen ergänzenden Ansatz, dessen
Potenzial und Grenzen weiterhin intensiv erforscht werden. Gerade deshalb
gewinnt eine sachliche, wissenschaftlich fundierte Diskussion über Chancen,
Risiken und Anwendungsgebiete zunehmend an Bedeutung - sowohl für Patienten als
auch für medizinische Fachkreise.
Weitere Informationen zur BEMER Int. AG finden sich unter:
https://bemergroup.com
Die passende Literatursammlung finden Sie hier: Literatursammlung (https://docs.
google.com/document/d/1ge3VsGFVhV7PcQFRCbPE9eU86sS7Fjo-MctcBLLUrk0/edit?usp=shar
ing)
Pressekontakt:
Bemer Int. AG
E-Mail: mailto:kundenservice@bemer.services
Webseite: https://bemergroup.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/171803/6290551
OTS: Bemer Int. AG
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