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Hamburg (ots) - Hohe Geschäftsführergehälter führen schnell in den
Spitzensteuersatz - und damit zu einer unnötig hohen Steuerlast. Gleichzeitig
bleibt oft weniger Kapital übrig, das tatsächlich in den Vermögensaufbau fließen
kann. Gerade bei sechsstelligen Einkommen summiert sich dieser Effekt erheblich.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass sich Geschäftsführer zu viel Gehalt
auszahlen und dadurch Steuervorteile verschenken. Statt nur auf versteuerte
Gehälter zu setzen, lassen sich Gewinne gezielt im Unternehmen für die
Versorgung des Geschäftsführers einsetzen oder in geeignete Strukturen
überführen. So entsteht Vermögen effizienter und die Steuerlast sinkt
gleichzeitig. Im Folgenden erfahren Sie, welche typischen Fehler Geschäftsführer
machen und welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben.
Der zentrale Denkfehler: Fokus auf Gehalt statt auf Struktur
In der Praxis zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Viele Geschäftsführer
orientieren sich stark an der Höhe ihres Einkommens, während die Struktur des
Vermögensaufbaus in den Hintergrund tritt. Zwar werden häufig hohe Gehälter
gezahlt, jedoch entsteht dadurch eine hohe private Steuerlast. Gleichzeitig
beschränkt sich der private Vermögensaufbau oft auf überschaubare monatliche
Sparbeträge.
Darüber hinaus bleibt das Kapital im Unternehmen ungenutzt. Obwohl bewusst auf
weitere Gehaltserhöhungen verzichtet wird, um die Steuerlast nicht weiter zu
steigern, wird vorhandene Liquidität nicht konsequent investiert. Stattdessen
verbleiben Mittel nahezu unverzinst auf Konten und verlieren damit real an Wert.
In der Summe entsteht so ein ineffizientes Gesamtbild aus hoher Besteuerung und
ungenutztem Kapital.
Warum der klassische private Vermögensaufbau an Grenzen stößt
Ein wesentlicher Grund liegt im progressiven Einkommensteuersystem. Mit
steigendem Gehalt erhöht sich nicht nur die absolute Steuerlast, sondern auch
der Grenzsteuersatz. Jedes zusätzliche Gehalt steht somit nur noch zu knapp mehr
als 50 Prozent für den Vermögensaufbau zur Verfügung.
Hinzu kommt die nachgelagerte Besteuerung im Privatvermögen. Kapitalerträge
werden während der Laufzeit sowie bei Umschichtungen und Entnahmen besteuert.
Dadurch wird der Zinseszinseffekt spürbar reduziert. Insbesondere bei
langfristigen Anlagen summiert sich dieser Effekt und mindert die tatsächliche
Rendite deutlich.
Vor diesem Hintergrund ist der ausschließliche Fokus auf private Anlagen häufig
nicht ausreichend, um Vermögen effizient aufzubauen.
Vermögensaufbau über das Unternehmen gezielt nutzen
Eine Alternative besteht darin, den Vermögensaufbau stärker über die eigene
Gesellschaft zu gestalten. Voraussetzung ist in der Regel eine
eigentümergeführte Kapitalgesellschaft, in der entsprechende
Entscheidungsspielräume bestehen.
Zunächst bleibt ein privates Depot sinnvoll, da es Flexibilität und kurzfristige
Verfügbarkeit sichert. Sobald jedoch eine gewisse Vermögensgröße erreicht ist,
kann es zielführend sein, zusätzliche Mittel nicht mehr ausschließlich privat
anzulegen. Stattdessen lassen sich Gewinne innerhalb des Unternehmens gezielt
einsetzen oder in geeignete Vorsorgestrukturen überführen.
Auf diese Weise wird vermieden, dass Kapital zunächst voll versteuert werden
muss, bevor es investiert wird. Gleichzeitig kann vorhandene Liquidität
produktiv genutzt werden, anstatt ungenutzt im Unternehmen zu verbleiben.
Integration moderner Anlageformen
Unabhängig von der gewählten Struktur spielen ETFs und Aktien eine zentrale
Rolle. Sie lassen sich sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Kontext
einsetzen und bieten die notwendige Flexibilität für unterschiedliche
Anlagestrategien.
Entscheidend ist jedoch nicht allein die Produktauswahl. Mit wachsendem Vermögen
gewinnt die Strukturierung des Portfolios an Bedeutung. Während bei kleineren
Beträgen einfache Lösungen ausreichen können, erfordert ein höheres
Anlagevolumen eine differenziertere Allokation. Ziel ist es, Risiko und Rendite
in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen und die vorhandenen Möglichkeiten
konsequent auszuschöpfen.
Für wen diese Strategien besonders relevant sind
Besonders relevant ist dieses Thema für Geschäftsführer, die über eine eigene
Kapitalgesellschaft verfügen und nicht in die gesetzliche Rentenversicherung
eingebunden sind. In diesen Fällen besteht nicht nur die Notwendigkeit,
eigenständig vorzusorgen, sondern auch die Möglichkeit, unterschiedliche
Gestaltungsansätze zu nutzen.
Mit steigendem Einkommen und wachsendem Unternehmensgewinn nimmt die Bedeutung
einer durchdachten Struktur deutlich zu. Bereits ab einem soliden mittleren
Einkommen lohnt es sich, die bestehende Strategie zu überprüfen und
gegebenenfalls anzupassen.
Letztlich verschiebt sich damit der Fokus: Weg von der Maximierung des Gehalts,
hin zu einer strukturierten Steuerung von Einkommen, Steuern und Vermögen. Wer
diesen Perspektivwechsel vollzieht, schafft die Grundlage für einen nachhaltig
effizienteren Vermögensaufbau.
Über Sebastian Ohligschläger:
Sebastian Ohligschläger ist Gründer von Ohligschläger Consulting und berät
Geschäftsführer sowie Vorstände zur steueroptimierten Altersvorsorge. Er
entwickelt Versorgungsmodelle, die Investitionen in ETFs und Aktien auf
Unternehmensebene ermöglichen. Sein Ansatz verbindet Vermögensaufbau mit
steuerlicher Effizienz und klaren Strukturen. Mehr Informationen unter:
https://ohligschlaeger-consulting.de/
Pressekontakt:
Ohligschläger Consulting
Inhaber: Sebastian Ohligschläger
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Ruben Schäfer
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