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Belp (ots) - In der Schweiz sorgt die jüngste Eigenmietwert-Abstimmung für
massive Bewegung im Bau- und Renovierungsmarkt. Weil die neuen Regelungen
direkten Einfluss auf Umbauprojekte haben, rechnen Experten landesweit mit einer
deutlich steigenden Nachfrage und das bis mindestens 2028. Für viele Eigentümer
heisst das jetzt: schnell handeln, bevor es noch teurer wird. Doch genau das
verschärft ein anderes Problem dramatisch: den ohnehin harten Kampf um
qualifizierte Handwerker, der nun höher sein dürfte als je zuvor.
Die Abstimmung trifft auf einen Markt, der schon am Limit läuft. Wer jetzt
umbauen oder renovieren will, braucht starke Nerven und vor allem frühzeitige
Planung. Gute Fachkräfte werden zur Mangelware, und das wird die Preise weiter
antreiben. Dieser Beitrag zeigt, was das für das Handwerk und für Endverbraucher
bedeutet.
Vorzieheffekte bis 2028: Warum der Markt jetzt unter Druck gerät
Der politische Entscheid wirkt wie ein Beschleuniger für Investitionen. Bis zur
vollständigen Einführung der neuen Regelung ziehen viele Eigenheimbesitzer
geplante Umbauten, Renovationen und Sanierungen bewusst vor. Solange Unterhalts-
und Investitionskosten steuerlich abziehbar sind, erscheinen auch umfangreichere
Projekte wirtschaftlich sinnvoll. Entsprechend nimmt die Zahl der Offertanfragen
und Projektstarts spürbar zu. Diese Entwicklung dürfte den Markt über mehrere
Jahre stark beanspruchen und die Kapazitäten im Bau- und Renovationsbereich
weiter verdichten.
Gleichzeitig zeichnet sich bereits ab, dass diese Phase zeitlich begrenzt ist.
Nach der Umstellung verliert der steuerliche Abzug für selbstbewohntes Eigentum
weitgehend an Bedeutung. Investitionen in Küche, Bad, Heizung oder Gebäudehülle
werden kritischer hinterfragt und häufiger aufgeschoben oder reduziert. Für
viele Betriebe entsteht damit ein Spannungsfeld aus kurzfristiger Überlastung
und langfristiger Unsicherheit.
Fachkräftemangel als limitierender Faktor
Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Personal. Die stark steigende
Nachfrage trifft auf einen Arbeitsmarkt, der seit Jahren angespannt ist. Viele
erfahrene Fachkräfte erreichen das Pensionsalter, während der Nachwuchs den
Bedarf nicht annähernd deckt. Zusätzlich wechseln qualifizierte Arbeitskräfte
vermehrt in andere Branchen, in denen Arbeitszeiten planbarer sind und die
körperliche Belastung geringer ausfällt.
Am stärksten betroffen sind jene Gewerke, die für Unterhalt und Erneuerung von
Liegenschaften unverzichtbar sind. Dazu zählen Sanitär-, Heizungs- und
Elektroinstallationen ebenso wie Dach-, Ausbau- und Innenausbauarbeiten. In
diesen Bereichen entscheidet zunehmend nicht mehr der Preis, sondern die
Verfügbarkeit darüber, ob und wann ein Projekt umgesetzt werden kann.
Was jetzt für Eigentümer, Bauherren und Betriebe zählt
Für Eigentümer und Bauherren wird eine vorausschauende Planung zum zentralen
Erfolgsfaktor. Kurzfristige Umbauten lassen sich kaum mehr realisieren, da viele
Betriebe über Monate hinweg ausgebucht sind. Wer Projekte umsetzen will, sollte
frühzeitig planen, klare Vorgaben definieren und schnell verbindliche Entscheide
treffen. Je besser ein Vorhaben vorbereitet ist, desto eher lassen sich passende
Zeitfenster sichern.
Auch Handwerksbetriebe stehen vor strategischen Entscheidungen. Um im Wettbewerb
um Fachkräfte bestehen zu können, gewinnen verlässliche Arbeitsstrukturen, gute
Organisation und Wertschätzung im Alltag weiter an Bedeutung. Gleichzeitig wird
eine glaubwürdige Präsenz nach aussen wichtiger, um als attraktiver Arbeitgeber
wahrgenommen zu werden. Sichtbarkeit allein reicht dabei nicht aus -
entscheidend ist, dass sie durch reale Einblicke und konsistente
Arbeitsbedingungen gestützt wird.
Insgesamt zeigt sich, dass die Eigenmietwert-Abstimmung weit über steuerliche
Fragen hinaus wirkt. Sie verstärkt bestehende Engpässe im Handwerk und
verschiebt die Kräfteverhältnisse im Markt spürbar. Wer diese Dynamik früh
erkennt und entsprechend handelt, kann Risiken besser abfedern. Für alle anderen
dürfte der zunehmende Druck deutlich spürbar werden.
Über Luca Tschäppeler:
Luca Tschäppeler ist Geschäftsführer der Tschäppeler Solutions GmbH und Experte
für nachhaltiges Wachstum im Mittelstand. Mit seinem Team unterstützt er
Schweizer KMUs dabei, Fachkräfte zu gewinnen und Neukunden strategisch zu
erreichen. Sein Fokus liegt auf datenbasierten Marketingstrategien und tiefem
Zielgruppenverständnis, um langfristige Erfolge zu erzielen. Mehr Informationen
unter: https://tschaeppeler-solutions.ch/
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Tschäppeler Solutions GmbH
Vertreten durch: Luca Tschäppeler
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Ruben Schäfer
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