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Straubing (ots) - Explodierende Krankenstände treiben viele Chefetagen in die
Verzweiflung, weshalb einige zu radikalen Methoden greifen. Das prominenteste
Beispiel liefert aktuell die Tesla-Gigafabrik: Um die Fehlzeiten zu senken,
stoppt das Unternehmen bei längerer Krankheit kurzerhand die Lohnfortzahlung und
zweifelt ärztliche Atteste massiv an. Wer seine Diagnosen nicht offenlegt, dem
wird der Geldhahn zugedreht.
Doch wer Beschäftigte durch juristische Grauzonen unter Druck setzt, erzeugt
keine Gesundheit, sondern eine drohende Kündigungswelle. Hier erfahren Sie,
welche Hebel Ausfallzeiten dauerhaft senken und warum echtes
Gesundheitsmanagement weit über den Bau eines Fitnessstudios auf dem
Werksgelände hinausgeht.
Wenn Druck die falsche Antwort ist
Hohe Fehlzeiten verursachen erhebliche Kosten und stellen Unternehmen vor große
Herausforderungen. Der Impuls, hier konsequent durchzugreifen, ist daher
nachvollziehbar. Dennoch führt der Versuch, Mitarbeitende über finanziellen
Druck zur Anwesenheit zu bewegen, häufig in die falsche Richtung.
Viele Beschäftigte erscheinen dann trotz Krankheit am Arbeitsplatz. Dieses
sogenannte Präsentismus-Phänomen senkt zwar kurzfristig die Fehlzeitenstatistik,
verschlechtert jedoch oft die tatsächliche Leistungsfähigkeit. Fehler nehmen zu,
Erkrankungen werden verschleppt und das Risiko von Ansteckungen innerhalb der
Belegschaft steigt. Gleichzeitig leidet das Vertrauensverhältnis zwischen
Arbeitgeber und Arbeitnehmern.
Darüber hinaus senden solche Maßnahmen ein deutliches Signal an die gesamte
Organisation. Wo Misstrauen den Umgang mit Krankheit prägt, sinken Motivation
und Bindung. Besonders qualifizierte Fachkräfte verfügen häufig über attraktive
Alternativen und reagieren sensibel auf eine Unternehmenskultur, die Gesundheit
vor allem als Kostenfaktor betrachtet.
Krankenstände sind ein wirtschaftliches Problem
Die wirtschaftlichen Folgen hoher Fehlzeiten sind dennoch real. So dokumentierte
die DAK für 2024 einen Anstieg der Fehlzeiten um 38 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Für Unternehmen bedeutet jeder Ausfalltag nicht nur Lohnkosten, sondern
vor allem Produktivitätsverluste, Projektverzögerungen und zusätzliche
Belastungen für Kollegen.
Je nach Branche und Position verursacht ein Fehltag zwischen 300 und 600 Euro an
wirtschaftlichem Schaden. In mittelständischen Betrieben summieren sich diese
Belastungen schnell zu erheblichen Beträgen. Beschäftigt ein Unternehmen
beispielsweise 50 Mitarbeiter mit durchschnittlich 20 Krankheitstagen pro Jahr,
entstehen daraus Kosten in einer Größenordnung, die schnell in den sechs- oder
sogar siebenstelligen Bereich reichen kann. Umso wichtiger ist die Frage, welche
Maßnahmen tatsächlich wirksam sind.
An den Ursachen statt an den Symptomen ansetzen
Nachhaltiges Gesundheitsmanagement beginnt dort, wo viele Unternehmen bislang
nicht ansetzen: bei der medizinischen Versorgung. Lange Fehlzeiten entstehen
häufig nicht allein durch die Erkrankung selbst, sondern durch verzögerte
Diagnosen und langwierige Behandlungen.
Wer wochenlang auf einen Facharzttermin warten muss, bleibt oftmals länger
arbeitsunfähig als notwendig. In dieser Zeit verschlechtert sich nicht selten
der Gesundheitszustand, während Frust und Unsicherheit zunehmen. Das Problem
liegt dabei häufig weniger beim einzelnen Beschäftigten als in strukturellen
Engpässen des Gesundheitssystems.
Genau hier können Arbeitgeber ansetzen. Statt ausschließlich auf Fitnessstudios
oder andere klassische Gesundheitsangebote zu setzen, lässt sich der Zugang zur
medizinischen Versorgung gezielt verbessern. Schnelle Facharzttermine, zeitnahe
Diagnostik und hochwertige Behandlungsmöglichkeiten können die Dauer vieler
Erkrankungen spürbar verkürzen.
Gesundheitsleistungen mit messbarem Effekt
Eine Möglichkeit dafür bietet die betriebliche Krankenversicherung. Sie
ermöglicht Beschäftigten unabhängig von ihrem Versicherungsstatus einen
schnelleren Zugang zu medizinischen Leistungen und verkürzt häufig die Zeit bis
zur Diagnose und Behandlung.
Der finanzielle Aufwand wird dabei oft überschätzt. Den Kosten stehen potenziell
vermiedene Ausfalltage, eine schnellere Genesung und geringere Folgekosten
gegenüber. Für viele Unternehmen kann sich die Investition daher bereits durch
wenige vermiedene Krankheitstage pro Mitarbeiter rechnen.
Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Wirkung auf die Belegschaft. Wer seinen
Mitarbeitern bessere medizinische Versorgung ermöglicht, vermittelt
Wertschätzung und Fürsorge. Dadurch entsteht Vertrauen - ein Faktor, der sich
positiv auf Motivation, Loyalität und Mitarbeiterbindung auswirken kann.
Nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Effekte
Die Diskussion rund um Tesla verdeutlicht ein grundlegendes Dilemma vieler
Unternehmen. Hohe Krankenstände erzeugen Handlungsdruck, doch nicht jede
Maßnahme führt zum gewünschten Ergebnis. Wer Beschäftigte unter Druck setzt,
bekämpft häufig nur Symptome und riskiert langfristige Schäden für Motivation,
Unternehmenskultur und Arbeitgeberimage.
Nachhaltige Erfolge entstehen dort, wo Unternehmen die tatsächlichen Ursachen
langer Ausfallzeiten adressieren. Dazu gehören ein schneller Zugang zur
medizinischen Versorgung, wirksame Gesundheitsleistungen und eine
Unternehmenskultur, die auf Vertrauen statt Misstrauen setzt.
Gesundheit lässt sich nicht erzwingen. Sie entsteht dort, wo Beschäftigte die
Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um möglichst schnell wieder gesund zu
werden. Genau darin liegt der Unterschied zwischen kurzfristiger
Symptombekämpfung und nachhaltigem Gesundheitsmanagement.
Über Georg Soller:
Georg Soller ist Gründer und CEO der Georg Soller Unternehmensgruppe, die sich
auf Unternehmensversicherungen, Beratung und Mitarbeiterbenefits spezialisiert
hat. Sein Fokus liegt auf digitalen, transparenten und ganzheitlichen
Absicherungskonzepten für Unternehmen. Mit strukturierten Lösungen und
branchenspezifischen Modellen unterstützt er Firmen dabei, Risiken zu minimieren
und Prozesse effizient zu steuern. Weitere Informationen unter:
https://www.georgsoller.de/
Pressekontakt:
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