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Bonn (ots) - Eine Bürgermeisterbefragung zeigt: In den Kommunen gibt es ein
großes Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien. Erfolgreiche Praxisbeispiele
gibt es bereits - etwa die Agri-PV-Anlage des rheinland-pfälzischen Obstbauern
Christian Nachtwey, der sich damit um den Zukunftspreis Deutsche Energie
beworben hat. Die Initiative macht innovative und praxisnahe Energiekonzepte
sichtbar und zeichnet die besten Projekte noch bis Ende Juli mit 5.000 Euro
Preisgeld aus.
"Unsere Anlage schützt unser Obst und bringt ökonomische Vorteile - das müssen
wir publik machen." So begründet Obstbauer Christian Nachtwey seine Bewerbung
für den Zukunftspreis Deutsche Energie. Der Produzent von Äpfeln, Birnen und
Süßkirschen schlendert durch seine Plantagen in Gelsdorf im Landkreis Ahrweiler.
"Der Klimawandel setzt unseren Kulturen erheblich zu." Deshalb beteiligt sich
Nachtwey an einem Forschungsprojekt, das unter anderem von der Baywa r.e. und
dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) initiiert wurde. Auf
einer Fläche von rund 3.000 m² erstrecken sich festinstallierte
lichtdurchlässige Solarpaneele schützend über die Apfelbäumchen. Der damit
erzeugte Solarstrom versorgt den Ort Gelsdorf, kann aber auch zum Beispiel für
Elektrofahrzeuge und das Bewässerungssystem genutzt werden.
"Wir schaffen hier ein Mikroklima wie in den 1990er Jahren. Damals gab es
deutlich weniger Hitzetage, Starkregen und Hagelereignisse," sagt Nachtwey und:
"Ich kenne auch andere Kollegen, die solche Konzepte bereits in der Schublade
haben." Die Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Schutzanlagen liegen für den
Obstbauern auf der Hand: dauerhaft geringere und besser kalkulierbare
Energiekosten, solarstromfinanzierte Investitionen in Kulturenschutz und eine
Ersparnis bei den Betriebsmittelkosten. Die Realisierbarkeit von Agri-PV-Anlagen
scheitere aber oft an bürokratischen Hürden und unsicheren Aussagen seitens der
Politik. Auch die Knappheit der Netzanschlüsse sei laut Nachtwey im Landkreis
Ahrweiler ein Problem. Fakten, die jüngst eine von Heimatwurzeln e.V. und der
Initiative Klimaneutrales Deutschland durchgeführte bundesweite
Bürgermeisterbefragung bestätigte: 97% der Befragten bezeichneten die
Netzanschlüsse vor Ort als eine der größten Herausforderungen für die
Energiewende.
Umso wichtiger ist es, dass Projekte wie die von Landwirt Nachtwey gewürdigt
werden, weshalb die Initiative "Deutsche Energie" aktuell den Zukunftspreis
auslobt. Noch bis zum 31.07.26 können Kommunen, Unternehmen und Vereine
mitmachen und 5.000, - EUR Preisgeld plus öffentliche Aufmerksamkeit gewinnen.
"In vielen Regionen Deutschland gibt es tolle Projekte, in denen erneuerbare
Energien zum Einsatz kommen, ökologische und ökonomische Vorteile bieten und den
Menschen vor Ort weiterhelfen", sagt Florian Wagner, Geschäftsführer von
Heimatwurzeln e.V. und Initiator. "Uns geht es darum, diese bekannt zu machen
und damit andere Menschen, die noch auf der Suche nach klugen Lösungen sind, zu
inspirieren."
Egal ob in der Gemeinde, im Betrieb, in der Schule oder im Seniorenzentrum:
Jeder mit einem innovativen Energieprojekt kann beim Zukunftspreis mitmachen.
Die Bewerbung dauert nicht länger als eine Viertelstunde. Eine unabhängige Jury
aus Fachleuten, Praxisvertretern und Persönlichkeiten aus Gesellschaft und
Energiewirtschaft bewertet die Projekte. Dabei werden u.a. gesellschaftliche
Relevanz, Umsetzbarkeit, Innovationskraft und die Beteiligung der Menschen vor
Ort berücksichtigt.
Jetzt mitmachen und den Zukunftspreis gewinnen:
Gesucht werden Projekte, die
- zur regionalen Energiewende beitragen
- Menschen einbinden und Akzeptanz schaffen
- Lösungen praxisnah umsetzen
Die Online-Bewerbung dauert ca. 15 Min und ist noch bis zum 31.7.26 möglich.
Mehr Infos unter http://www.heimatwurzeln.de/deutsche-energie/
Zur Initiative "Deutsche Energie"
Der Zukunftspreis Deutsche Energie ist eine Initiative zur Förderung innovativer
und praxisnaher Lösungen für die Energieversorgung von morgen. Ziel ist es,
erfolgreiche Projekte sichtbar zu machen, den Wissenstransfer zu stärken und die
Umsetzung erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen. "Deutsche
Energie" ist ein Projekt von Heimatwurzeln e.V. mit Sitz in Bonn. Der
Zukunftspreis wird gesponsert von DoppelErnte GmbH, einem Unternehmen, das
Agri-PV-Modelle entwickelt. Schirmherrin Kerstin Schreyer ist Staatsministerin
a.D. und CSU-Landtagsabgeordnete in Bayern. Partner der Initiative
"Zukunftspreis Deutsche Energie" ist der Bundesverband Neue
Energiewirtschaft.e.V. (bne) und die Initiative Klimaneutrales Deutschland
(IKND)
Über heimatwurzeln e. V.
heimatwurzeln e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und setzt sich
für bürgerlichen Klimaschutz ein. Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem
bürgerlichen Spektrum will der Verein die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in
der Mitte der Gesellschaft fördern.
Pressekontakt:
Nehmen Sie bei Rückfragen oder Interviewanfragen gerne Kontakt zu uns auf:
Christine Mauelshagen
Studio P21
E-Mail: mailto:c.mauelshagen@p21.design
Telefon: 01636153671
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182376/6290727
OTS: heimatwurzeln e. V.
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