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München (ots) - Wenn die Temperaturen steigen und Niederschläge seltener werden,
benötigen Rasen, Beete, Kübelpflanzen und Hecken wieder regelmäßige Pflege. Eine
gut abgestimmte Gartenbewässerung hilft dabei, Pflanzen zuverlässig zu versorgen
und Wasser gezielt einzusetzen. Das schont Ressourcen und kann zugleich die
Wasserkosten senken. Ob Gartenschlauch, Schlauchaufroller oder
Bewässerungscomputer - beim Kauf sollten Verbraucher auf Materialqualität,
Dichtigkeit, Bedienbarkeit und passende Anschlüsse achten. TÜV
SÜD-Produktexpertin Lisa Götz erklärt außerdem, woran gute Produkte noch zu
erkennen sind.
Passend zu Garten und Nutzung
"Verbraucher sollten vor dem Kauf prüfen, welche Bereiche regelmäßig bewässert
werden müssen und wie weit diese vom Wasseranschluss entfernt sind", sagt Lisa
Götz. Für Balkon, Terrasse oder einzelne Kübelpflanzen reichen häufig kompakte
Schlauchsysteme, Gießstäbe oder Tropfbewässerungssets aus. Für größere Gärten,
Rasenflächen oder mehrere Beete hingegen sind Schlauchwagen, Regner oder
Bewässerungscomputer praktischer. Wichtig ist auch die passende Schlauchlänge:
Ein zu kurzer Schlauch belastet Kupplungen und Anschlüsse, weil ständig Zug
darauf liegt. Ein deutlich zu langer Schlauch knickt leichter, ist schwerer zu
handhaben und kann zur Stolperfalle werden.
Wasser gezielt einsetzen
Damit die Bewässerung effizient bleibt, sollte das Wasser möglichst dort
ankommen, wo es gebraucht wird. Tropfbewässerungssets eignen sich besonders für
Kübelpflanzen, Beete oder Hecken, da sie das Wasser langsam und bodennah
abgeben. So gelangt die Feuchtigkeit direkt an die Wurzeln und es verdunstet
weniger Wasser. Gießstäbe und Brausen sind wiederum sinnvoll, wenn einzelne
Pflanzen gezielt gegossen werden sollen. Regner sind vor allem für Rasenflächen
geeignet, sollten aber zur jeweiligen Fläche passen und einstellbar sein, damit
Wege, Fassaden oder Nachbargrundstücke nicht unnötig bewässert werden. Auch der
Zeitpunkt ist entscheidend: Morgens oder abends verdunstet weniger Wasser als in
der Mittagshitze.
Schläuche und Anschlüsse an der Qualität erkennen
Bei Gartenschläuchen sollten Verbraucher auf nachvollziehbare Herstellerangaben
zu Betriebsdruck, Berstdruck, Temperaturbereich und UV-Beständigkeit achten. Der
Betriebsdruck zeigt an, für welchen Wasserdruck der Schlauch im Alltag ausgelegt
ist. Der Berstdruck sollte deutlich darüber liegen, damit der Schlauch auch
kurzfristige Druckspitzen aushält. Fehlen solche Angaben oder sind sie sehr
allgemein gehalten, erschwert das die Einschätzung der Qualität. "Gute Schläuche
sind robust, flexibel und knickstabil", erklärt die Produktexpertin. "Mehrlagige
Modelle mit Gewebeeinlage bieten häufig mehr Formstabilität als einfache,
dünnwandige Schläuche." Auch Kupplungen und Anschlussstücke sollten hochwertig
verarbeitet sein. Dicht schließende Verbindungen, passgenaue Dichtungen,
leichtgängige Gewinde, saubere Kanten und fest sitzende Bauteile sprechen für
gute Qualität.
Bewässerungscomputer erleichtern Bedienung und Kontrolle
Bewässerungscomputer sind praktisch, wenn regelmäßig zu festen Zeiten gegossen
werden soll. Sie helfen, Wasser bedarfsgerecht einzusetzen und unnötiges Gießen
zu vermeiden. Beim Kauf sind eine einfache Bedienung, ein gut lesbares Display,
klar beschriftete Tasten, eine manuelle Start- und Stoppfunktion sowie eine
Batteriestandsanzeige wichtig. Sinnvoll sind auch Anschlüsse für Regen- oder
Bodenfeuchtesensoren, damit die Bewässerung an Wetter und Bodenfeuchte angepasst
werden kann. Da die Geräte meist draußen am Wasserhahn montiert werden, sollten
sie für den Außeneinsatz geeignet sein und über einen Spritzwasserschutz
verfügen. Je nach Ausführung ist zudem auf eine ausreichende Schutzart (z. B.
IP-Schutzklasse) zu achten, da die Geräte dauerhaft Witterungseinflüssen
ausgesetzt sind.
Schlauchaufroller und Schlauchwagen sicher verstauen
Schlauchaufroller, Schlauchboxen und Schlauchwagen sorgen für Ordnung und
helfen, Stolperstellen zu vermeiden. Entscheidend sind ein stabiler Stand,
leicht laufende Räder, eine belastbare Kurbel oder ein kontrollierter Rücklauf.
Bei Wandboxen muss die Halterung zum Untergrund passen und die Zugkräfte sicher
aufnehmen. Eine Arretierung ist praktisch, da der Schlauch so in der gewünschten
Länge fixiert werden kann und nicht dauerhaft unter Zug steht. Bei automatischen
Aufrollsystemen sollte der Schlauch gleichmäßig zurückgeführt werden, damit er
nicht unkontrolliert zurückschnellt oder sich verklemmt.
Pflege und Prüfzeichen
Für eine lange Nutzungsdauer sollten wasserführende Teile regelmäßig
kontrolliert, vor dem Winter entleert und frostgeschützt gelagert werden.
Bewässerungscomputer sollten trocken und ohne Batterie überwintern. Vorteilhaft
ist es, wenn Verschleißteile wie Dichtungen, Filter oder Düsen leicht zugänglich
und austauschbar sind. Wird ein System dauerhaft am Trinkwasseranschluss
betrieben, sind geeignete Sicherungseinrichtungen gegen Rückfluss wichtig.
"Beim Kauf können anerkannte Prüfzeichen zusätzliche Orientierung geben. Je nach
Produkt kommen etwa das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das blaue TÜV
SÜD-Oktagon infrage", sagt Lisa Götz. "Sie zeigen, dass ein Produkt unabhängig
geprüft wurde - zum Beispiel mit Blick auf Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit
oder Schadstofffreiheit."
Weitere Informationen gibt es HIER (https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsum
gueter-und-handel/haus-und-garten/pruefung-gartengeraete) .
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