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POL-DO: Erneute Ausschreitungen nach Bundesliga-Begegnung - Polizei nimmt 152 Tatverdächtige in Gewahrsam |
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| 23.03.2026 14:40 Uhr |
Polizei Dortmund |
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Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 0255
Nach dem Raubüberfall am 28. Januar im Vorfeld zur
UEFA-Champions-League-Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC
Internazionale Milan sowie dem Versuch von mehreren Gästefans des FC Bayern
München am 28. Februar, die Stadionkontrollen gewaltsam zu umgehen kam es am
vergangenen Samstag (21. März) im Rahmen der Bundesliga-Begegnung des BVB erneut
zu mehreren Straftaten sowie einer Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen
Fangruppierungen auf offener Straße.
Informationen zu den Zwischenfällen vom 28.01.2026 und 28.02.2026 finden Sie
hier:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/6209759
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/6226890
Am 21.03.2026 verfolgten 81.365 Zuschauer, davon 7.770 Gästefans, ab 18:30 Uhr
die Partie des BVB gegen den Hamburger SV live im Signal-Iduna-Park. Die
überwiegende Mehrheit der Besucherinnen und Besucher verhielt sich dabei
friedlich, so dass die Veranstaltung weitestgehend störungsfrei verlief. Bereits
im Vorfeld des Spiels kam es jedoch gegen 14 Uhr in der Dortmunder Innenstadt
auf dem Alten Markt sowie im Bereich der Kuckelke zu zwei Raubdelikten. In
beiden Fällen erzwang eine Gruppe von etwa zehn Dortmunder Fußballfans unter
Androhung von Gewalt die Herausgabe von Fanutensilien zweier Fans des Hamburger
SV. Zu Beginn der Partie sowie während des Spiels brannten mehrere bislang
unbekannte Tatverdächtige pyrotechnische Gegenstände ab. Die Gästefans des
Hamburger SV verließen nach Ende der Partie zunächst friedlich und störungsfrei
das Stadion und stiegen in ihre Reisebusse in Richtung Hamburg.
Im Kreuzungsbereich Klönnestraße/Güntherstraße hielt eine etwa 300 Personen
starke, überwiegend vermummte Gruppe aus der organisierten und augenscheinlich
gewaltbereiten Fanszene von Borussia Dortmund die Busse an. Sie bewarfen diese
unter anderem mit Warnbarken und Glasflaschen und versuchten, die Türen
gewaltsam aufzureißen. In der Folge kam es zu wechselseitigen Körperverletzungen
und Landfriedensbrüchen aus beiden Fanlagern.
Erst durch das schnelle Einschreiten der Polizei konnte die Auseinandersetzung
auf offener Straße unterbunden werden. Die Dortmunder Fans flüchteten daraufhin
in unterschiedliche Richtungen. Im Umfeld gelang es den Einsatzkräften dennoch
insgesamt 16 Tatverdächtige vorläufig festzunehmen. Die Hamburger stiegen in die
Busse ein und setzten ihre Fahrt unmittelbar fort. Im Bereich der
Walther-Kohlmann-Straße, kurz vor der B 236, hielten Polizeikräfte zwei Busse an
und stellten die Identität der 136 Insassen fest. Nach Beendigung der
polizeilichen Maßnahmen erhielten alle 152 Personen, sowohl Dortmunder als auch
Hamburger einen Platzverweis.
Insgesamt leitete die Polizei 34 Strafverfahren, unter anderem wegen Diebstahls,
Raubes, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landfriedensbruchs sowie Verstößen
gegen das Sprengstoffgesetz, ein. Die Ermittlungen dauern an.
Der gesetzliche Auftrag der Polizei besteht darin, Gefahren für die öffentliche
Sicherheit und Ordnung abzuwehren sowie Straftaten zu verhindern, vorbeugend zu
bekämpfen und zu verfolgen. Die Polizei Dortmund wird daher auch zukünftig
konsequent gegen Straftäter vorgehen, die Fußballspiele und deren Umfeld als
rechtsfreie Räume wahrnehmen.
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Dortmund
Joshua Pollmeier
Tel.: 0231/132-1025
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/4971/6241484
OTS: Polizei Dortmund
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Dortmund
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