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Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 0263
Erneut erbeuteten mehrere Täter Schmuck von hohem Wert von einer Seniorin. Am
Freitag, dem 20. März, schlugen sie gegen 16 Uhr in der Waldecker Straße in
Dortmund-Eving zu. Die Polizei Dortmund warnt ausdrücklich vor Betrugsmaschen im
Zusammenhang mit Schockanrufen.
Die 85-jährige Seniorin erhielt einen Anruf von einer Frau, die sich als ihre
Tochter ausgab. Mit weinerlicher Stimme behauptete die Anruferin, an Corona
erkrankt zu sein und sich im Krankenhaus zu befinden. Für die weitere Behandlung
benötige sie schnellstmöglich Geld. Ein Mann würde das Geld bei ihr zu Hause
abholen. Statt Bargeld bot die Seniorin der Frau am Telefon ihren hochwertigen
Goldschmuck an.
Gegen 16 Uhr erschien ein bislang unbekannter Täter an der Wohnanschrift der
Seniorin. Nach der Übergabe des Goldschmucks mit einem Wert im fünfstelligen
Eurobetrag entfernte er sich zu Fuß in Richtung Fröbelweg.
Der Täter konnte wie folgt beschrieben werden:
- männlich,
- 35 bis45 Jahre alt,
- ca. 1,70 bis 1,75 m groß.
- westasiatisches Aussehen,
- dunkle, kurze Haare,
- stämmig,
- properes Gesicht,
- kein Bart,
- dunkle Kleidung,
- kurze Hose,
- sprach fließend Deutsch
Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die zur tatrelevanten Zeit am Fröbelweg
oder an der Waldecker Straße einen Mann gesehen haben, der dieser Beschreibung
entspricht.
In diesem Zusammenhang ist auch von Interesse, ob der Täter eigenständig mit dem
Auto zur Tatörtlichkeit gefahren ist oder von einem weiteren Täter dorthin
gebracht oder abgeholt wurde.
Hinweise melden Sie bitte an die Kriminalwache unter 0231/132-7441.
Die Polizei warnt an dieser Stelle erneut vor den vielfältigen Betrugsmaschen am
Telefon. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten über die
Maschen! Wir geben Ihnen dabei folgende Hinweise:
- Betrüger begeben sich noch immer gerne über das Telefonbuch auf
die Suche nach potenziellen Opfern. Sie halten Ausschau nach
Namen, die auf ältere Personen schließen lassen. Überlegen Sie,
in welchem Umfang Sie noch im Telefonbuch vertreten sein müssen.
Vielleicht ist es sinnvoll, zumindest den Vornamen löschen zu
lassen.
- Geben Sie auch keine Details zu ihren familiären Verhältnissen
preis. Legen Sie sofort den Telefonhörer auf, sobald Ihr
Gesprächspartner um Geld oder um Kontodaten von Ihnen bittet!
- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei unter der 110,
wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie
den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls
sogar geschädigt worden sind.
- Sollte eine verdächtige Person bei Ihnen geklingelt haben,
verständigen Sie bitte die Polizei unter 110 - egal, ob es zu
einem Betrug gekommen ist oder nicht. Denn Betrügerinnen und
Betrüger lassen nicht nach. Sie werden es in der Nachbarschaft
oder in der Stadt weiter versuchen.
- Übergeben Sie Ihr Geld niemals an unbekannte Personen oder
deponieren es an irgendeinem Ort!
- Die meisten Ziele dieser Maschen sind Seniorinnen und Senioren.
Angehörige oder andere Vertraute sollten mit Ihnen über die
Arbeit der Täter sprechen und "Abwehrstärke" erzeugen. Denn das
resolute Auftreten gegen Trickbetrüger/-innen ist am Telefon
oder an der Haustür nicht unfreundlich.
- Halten Sie als Angehöriger oder Nachbar Kontakt! Tauschen Sie
Erreichbarkeiten mit älteren Verwandten, Freunden oder auch
Nachbarn aus. Bieten Sie sich als Ansprechpartner an, falls
diese sich in einer Situation unwohl fühlen, sie zweifelhafte
Begegnungen haben und sich rückversichern wollen. Häufig zögern
gerade Seniorinnen und Senioren, sich mit ihren Zweifeln und
Anliegen an Verwandte und Bekannte zu wenden - in der Sorge zu
stören oder "sich etwas einzubilden". Nehmen Sie vertrauten
Menschen diese Sorge!
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Dortmund
Bartosch Waldowski
Telefon: 0231/132-1023
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/4971/6243091
OTS: Polizei Dortmund
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