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Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 0286
Karfreitag: Was für gläubige Christen ein hoher Feiertag bedeutet, der an das
Leiden und Sterben von Jesus Christus erinnern soll, bezeichnet als "Car-Friday"
für andere den inoffiziellen Saisonauftakt der sogenannten "Tuning-Szene". Die
Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr genießt in Nordrhein-Westfalen höchste
Priorität. Daher fährt die Polizei gegen Menschen, die sich im Straßenverkehr
rücksichtslos verhalten und den Verkehrsraum für ihre Zwecke missbrauchen, eine
"Null-Toleranz-Strategie".
Wie bereits in den vergangenen Jahren führte der Tag auch am 3. April 2026 zu
einem Großeinsatz der Stadt und der Polizei. Im Rahmen der bundesweiten
Verkehrssicherheitsaktion "Rot für Raser" haben die Stadt Dortmund und die
Polizei Dortmund in der Nacht zu Samstag Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung
der Raser-, Poser- und illegalen Tuningszene in der Innenstadt von Dortmund
durchgeführt.
Zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kommunalen
Ordnungsdienstes sowie der Verkehrsüberwachung kontrollierten die Beamten mit
einem Fokus auf den Bereich des Wallrings.
Im Rahmen von mobilen Kontrollen sowie an drei festen Kontrollstellen in
Kooperation mit dem Kommunalen Ordnungsdienst am Ostwall, Königswall sowie der
Hörder Straße nahmen die Einsatzkräfte insgesamt 112 Fahrzeuge und 245 Personen
in Augenschein.
Zudem waren auch drei Messfahrzeuge (zwei der Verkehrsüberwachung, eins von der
Polizei) an insgesamt acht verschiedenen Messstellen im Einsatz, die
zusammenfassend 5.344 Fahrzeuge gemessen haben. Dabei stellten sie im Ergebnis
450 Verkehrsverstöße fest (283 Verkehrsüberwachung, 167 Polizei). Den
"Tagessieger" erwischten die Einsatzkräfte der Verkehrsüberwachung mit 72 km/h
bei erlaubten 30 km/h.
Ein 54-jähriger Mann aus Hagen viel den Einsatzkräften mit einer überhöhten
Geschwindigkeit auf. Da er mit seinem Auto statt der erlaubten 70 km/h 105 km/h
fuhr, leiteten die Kräfte ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Der Fahrer eines weiteren Autos musste seine Fahrt vor Ort einstellen, da er
unter offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol fuhr. Nach der Entnahme
einer Blutprobe durch einen Arzt musste er seinen Weg fußläufig fortsetzen.
Drei weitere Fahrer mussten an Ort und Stelle ihre Führerscheine abgeben, da sie
im Verdacht standen, an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen nach § 315d des
Strafgesetzbuches teilgenommen zu haben. In beiden Fällen leiteten die Beamten
entsprechende Strafverfahren ein.
In Summe stellten die Kräfte fünf Ordnungswidrigkeiten an Fahrzeugen wegen
technischer Mängel fest. Zwei Autos stellten sie sicher, um ein entsprechendes
Gutachten erstellen zu lassen. Darüber hinaus ahndeten sie 61 sonstige Verstöße
wegen unter anderen Rotlichtfahrten, Verstößen gegen die Gurtpflicht oder der
Missachtung der Vorfahrtsregelungen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes leiteten
insgesamt 54 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Darunter unter anderem 16
Verfahren wegen Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, acht Verstöße wegen
Betäubungsmitteln, drei Verstöße gegen das Landesimmissionsschutzgesetz sowie
wegen der Abgabe von Tabakwaren und Lachgas an Jugendliche. In vier Fällen
benachrichtigten sie die Erziehungsberechtigten.
Im letzten Jahr (2025) stellte die Polizei NRW 2384 verbotene
Kraftfahrzeugrennen fest, von denen die meisten im innerstädtischen Bereich
stattfanden. Der öffentliche Verkehrsraum und seine Straßen sind keine
Rennstrecken und keine Schauplätze für ein Kräftemessen oder zur
Selbstinszenierungen. Die Stadt Dortmund und die Polizei Dortmund gehen daher
auch unabhängig vom "Car-Friday" ganzjährig konsequent gegen die Raser-, Poser-
und illegale Tuningszene vor.
Hinweis für Medienvertreter:
Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte ab Dienstag (7. April)
zu den üblichen Bürozeiten an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei
Dortmund.
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Dortmund
Joshua Pollmeier
Tel.: 0231/132-1025
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/
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OTS: Polizei Dortmund
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