Erfurt
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HZA-EF: Bundesweite Durchsuchungen im Baugewerbe / Staatsanwaltschaft und Zoll ermitteln wegen des Verdachts der Beitragsvorenthaltung zur Sozialversicherung und Steuerhinterziehung |
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| 9.03.2026 13:26 Uhr |
Hauptzollamt Erfurt |
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Erfurt (ots) - (Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Mühlhausen
und des Hauptzollamtes Erfurt vom 9. März 2026)
Über 160 Beamtinnen und Beamte des Zolls durchsuchen seit dem Vormittag
(09.03.2026) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mühlhausen insgesamt 16 Objekte
(Wohn- und Geschäftsräume) in Thüringen, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen,
Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Die Maßnahmen richten sich gegen einen Beschuldigten (36) aus Weimar, der
Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und Steuern hinterzogen haben soll.
Gegen 21 Beschuldigte (26 - 67) wird wegen des Verdachts der Beihilfe zu diesen
Delikten ermittelt.
Dem 36-Jährigen wird das Vorenthalten und Veruntreuen von
Soziallversicherungsbeiträgen, Betrug zu Lasten der Sozialkasse der
Bauwirtschaft sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen.
Er soll mit Arbeitnehmern, die nicht oder aber mit einem zu geringen Bruttolohn
zur Sozialversicherung angemeldet waren und für die keine oder zu geringe
Lohnsteuer gezahlt wurde, Bauleistungen in Schwarzarbeit ausgeführt haben. Zur
Verschleierung der Schwarzarbeit sollen die beteiligten Firmen untereinander
Scheinrechnungen ausgetauscht haben. Nach aktuellen Schätzungen liegt der
entstandene Schaden bei über 1,2 Millionen Euro.
Im Rahmen der Durchsuchungen stellten die Beamtinnen und Beamten umfangreiche
Beweismittel sicher, darunter Computer und Smartphones.
Die Maßnahmen dauern derzeit noch an. Nähere Angaben können zurzeit nicht
gemacht werden.
Zusatzinformationen:
Der Zoll prüft und ermittelt unter anderem sehr komplex gestaltete Formen von
Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, wie zum Beispiel Kettenbetrug.
Kettenbetrugsverfahren sind gekennzeichnet durch den An- und Verkauf sowie die
Verbuchung unrichtiger Belege, wie beispielsweise Rechnungen über Leistungen,
die tatsächlich nicht erbracht wurden (Scheinrechnungen) gegen Zahlung einer
Provision.
Ziel dieses An- und Verkaufs von Scheinrechnungen ist die Schaffung eines
Schwarzgeldkreislaufes, um Sozialabgaben und Steuern einzusparen. Die
Arbeitnehmer der Rechnungskäufer werden meist nicht oder nur mit einem
geringeren Arbeitslohn zur Sozialversicherung angemeldet und durch
Schwarzgeldzahlungen entlohnt. Neben der Schädigung der Sozialversicherung und
des Fiskus sind die betroffenen Arbeitnehmer nicht oder nur unzureichend über
die Sozialversicherung abgesichert.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Erfurt
Carlito Klaus
Telefon: 0361 60176-109
E-Mail: presse.hza-erfurt@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121245/6231537
OTS: Hauptzollamt Erfurt
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Hauptzollamt Erfurt
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