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POL-MFR: (223) Polizeilicher Schusswaffengebrauch im Waldkrankenhaus Erlangen |
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| 10.03.2026 08:41 Uhr |
Polizeipräsidium Mittelfranken |
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Erlangen (ots) - In der Nacht auf Dienstag (10.03.2026) kam es im
Waldkrankenhaus Erlangen zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen einen
35-jährigen Mann. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte der Mann zuvor eine
Polizeibeamtin mit einem Messer angegriffen.
Ein Arzt des Malteser Waldkrankenhauses St. Marien in der Rathsberger Straße
hatte gegen 00:45 Uhr die Polizei verständigt. Zuvor war in der Notaufnahme des
Krankenhauses ein 35-jähriger Mann vorstellig geworden, der sich verwirrt zeigte
und angab, vergiftet worden zu sein. Während des darauffolgenden
Polizeieinsatzes kam es in einem Behandlungszimmer der Notaufnahme zum
polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen den 35-jährigen Deutschen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte sich der Tatverdächtige fortwährend
aggressiver gegen die Streife der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt verhalten und
im Verlauf des Einsatzes unvermittelt ein mitgeführtes Pfefferspray gegen eine
32-jährige Polizeibeamtin eingesetzt. Als der Tatverdächtige die Beamtin
unmittelbar anschließend mit einem Messer angriff, gab ein 25-jähriger
Polizeibeamter einen Schuss auf den Mann ab.
Der Beamte selbst blieb unverletzt. Die 32-jährige Beamtin ist nach ambulanter
Versorgung ebenfalls wieder wohlauf. Der 35-jährige Angreifer erlitt eine
Verletzung im Oberschenkel und musste im Anschluss im Krankenhaus medizinisch
versorgt werden. Lebensgefahr besteht aufgrund der Verletzung nicht.
Beamte der Kriminalpolizei sicherten am Einsatzort Spuren. Für die Dauer dieser
Maßnahmen war der Betrieb in der Notaufnahme des Krankenhauses eingestellt
worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte gegen den 35-jährigen
Tatverdächtigen Haftantrag wegen versuchten Totschlags. Die zugehörigen
strafrechtlichen Ermittlungen werden vom Fachkommissariat der Kriminalpolizei
Erlangen übernommen.
Die Untersuchung zur Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs wird
- wie bei derartigen Fällen übrig - aus Neutralitätsgründen vom Bayerischen
Landeskriminalamt (BLKA) übernommen und unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft
Nürnberg-Fürth geführt. Sowohl die Beamten des BLKA als auch ein Vertreter der
Staatsanwaltschaft nahmen ihre Arbeit noch in den Nachstunden am Tatort auf.
Erstellt durch: Michael Konrad
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelfranken
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