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Eschborn (ots) - Husten, Schnupfen, Kopf dicht? Erkältungen gehören zu den
häufigsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Viele Betroffene fragen dann
beim Arzt direkt nach Antibiotika, in der Hoffnung, so schneller wieder fit zu
werden. Doch das ist ein Irrglaube, denn Antibiotika wirken nur gegen Bakterien
und sind daher zum Beispiel bei den durch Viren verursachten Erkältungen
wirkungslos. Und der Preis für unnötige Antibiotikagaben ist hoch: Immer mehr
Bakterien werden resistent, die Medikamente verlieren ihre Wirksamkeit. Davor
warnen Experten im Rahmen der Europäischen Antibiotikawoche im November 2025.
"Trotz der besorgniserregenden Situation ist der Antibiotikaverbrauch im
Vergleich zur Corona-Zeit wieder gestiegen", erklärte Prof. Andreas Michalsen,
Berlin. "Um unnötige Resistenzentwicklungen zu vermeiden, ist es sinnvoll bei
leichten Infektionen auf gut erforschte pflanzliche Alternativen zu setzen",
ergänzte Prof. Robert Fürst, München, in seinem Vortrag. So kann zum Beispiel
bei einfachen Erkältungen oder auch Blasenentzündungen eine einzigartige
Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich (ANGOCIN® Anti-Infekt N ) zum
Einsatz kommen. Sie wirkt 3-fach: entzündungshemmend [1-6], gegen Viren [7-9]
und Bakterien [10-12].
Antibiotika am Limit
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Antibiotikaresistenzen zu den
größten globalen Gesundheitsgefahren. Bereits rund 1,3 Millionen Menschen
sterben jedes Jahr an Infektionen mit resistenten Keimen. Bis 2050 könnte diese
Zahl auf 39 Millionen jährlich ansteigen [13]. Routineeingriffe wie
Kaiserschnitte können ohne wirksame Antibiotika lebensgefährlich werden [14].
Nicht nur die Resistenzentwicklung schreitet voran, auch das sensible
Gleichgewicht unseres Mikrobioms im Darm kann durch häufige Antibiotikatherapien
gestört werden. Viele Patienten berichten nach wiederholten Behandlungen über
Verdauungsbeschwerden, Pilzinfektionen oder ein geschwächtes Immunsystem -
Beschwerden, die den Alltag und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen
können. Hinzu kommt, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen und bei durch
Viren verursachten Infektionen wie Erkältungen oder Grippe wirkungslos sind.
Pflanzenduo mit Dreifachwirkung
Es gibt jedoch vielversprechende Alternativen, die nicht nur entzündungshemmend
wirken, sondern auch gegen Viren und Bakterien helfen. So kann zum Beispiel die
Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in ANGOCIN® Anti-Infekt N bei
Atemwegsinfektionen wie Sinusitis und Bronchitis wirkungsvoll zum Einsatz
kommen. Die Beschwerden bessern sich und die Erreger werden bekämpft. Außerdem
kann möglichen bakteriellen Zweitinfektionen entgegengewirkt werden, die
auftreten können, wenn der Körper durch den Virenangriff bereits geschwächt ist.
Eine aktuelle Analyse von Patientendaten [15] zur Bronchitis-Behandlung zeigt
zum Beispiel: Die Verordnung des pflanzlichen Arzneimittels aus Kapuzinerkresse
und Meerrettich bei der Erst-Diagnose kann im Vergleich zu anderen
Behandlungsmöglichkeiten das Risiko für eine erneute akute Bronchitis oder die
Entwicklung einer chronischen Bronchitis deutlich senken. Außerdem werden im
weiteren Verlauf auch weniger Folge-Antibiotika verordnet .
Wirksame Hilfe bei Blasenentzündungen und weniger Rückfälle
"Auch bei den meist durch Bakterien verursachten Blasenentzündungen machen
zunehmende Antibiotika-Resistenzen ein Umdenken in der Behandlung nötig",
betonte der Urologe Prof. Andreas Wiedemann aus Witten in seinem Vortrag.
Dementsprechend empfehlen auch die Leitlinien für Ärzte, bei unkomplizierten
Blasenentzündungen nach Rücksprache mit dem Patienten möglichst auf
nicht-antibiotische Therapien zu setzen [16]. In der Apotheke stehen hier
wirksame pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung, die bei frühzeitiger Verwendung
häufig die Notwendigkeit eines Antibiotikums vermeiden können. Studien zeigen,
dass das einzigartige Pflanzenduo aus Kapuzinerkresse und Meerrettich bei akuten
Blasenentzündungen ähnlich wirksam ist wie die Antibiotikatherapie, dabei aber
deutlich besser vertragen wird [17,18]. Die enthaltenen Senföle wirken
entzündungshemmend und gegen Bakterien. Sie verhindern deren Anheftung an die
Zellen der Blaseninnenwand und bekämpfen sogenannte Biofilme [5,6,19-23]. Das
sind Schutzschichten, die häufig für wiederkehrende Infektionen der Harnwege und
Resistenzentwicklungen verantwortlich gemacht werden. Dementsprechend reduziert
das Pflanzenduo einer Studie zufolge bei längerfristiger Einnahme das Risiko für
eine erneute Blasenentzündung um etwa 50 Prozent [24]. Dies zeigt auch eine
aktuelle Analyse von Verordnungsdaten aus deutschen Arztpraxen [25]: Bei
Verschreibung der Pflanzenkombination treten im Vergleich zur
Antibiotikatherapie deutlich weniger Rückfälle auf und auch die Zahl an
Folgeantibiotika-Verordnungen ist signifikant geringer.
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Redaktioneller Hinweis: geschlechtsneutrale Formulierung
Ausschließlich zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Pressemeldung auf die
geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Alle personenbezogenen
Formulierungen in diesem Text sind somit geschlechtsneutral zu interpretieren.
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ANGOCIN® Anti-Infekt N
Anwendungsgebiete: Zur Besserung der Beschwerden bei akuten entzündlichen
Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen und ableitenden Harnwege. Zu Risiken und
Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren
Arzt oder in Ihrer Apotheke. Stand 02/20.
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