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New Orleans (ots) - Am 4. August 2026 jährt sich der Geburtstag von Louis
Armstrong zum 125. Mal. Der Musiker zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der
Jazzgeschichte und ist eng mit New Orleans verbunden - dem Geburtsort des Jazz.
Seine Karriere führte Armstrong auf die großen Bühnen der Welt. Sein
musikalisches Erbe ist jedoch bis heute in New Orleans präsent, etwa im Louis
Armstrong Park, im New Orleans Jazz Museum oder beim Satchmo SummerFest.
Wo alles begann
Louis Armstrong wuchs in Jane Alley auf, einem armen Teil von New Orleans nahe
der South Rampart Street, wo sich früh in seinem Leben ein Vorfall ereignete,
der nicht nur seine Jugend, sondern auch seinen weiteren Weg unerwartet prägen
sollte: In der Silvesternacht 1912/13 feuerte Armstrong mit einer Pistole in die
Luft - ein Jugendstreich, der dazu führte, dass er in das Colored Waif's Home
eingewiesen wurde, eine Einrichtung für Jugendliche in New Orleans. Dort spielte
er das Signalhorn, eine seiner frühesten musikalischen Erfahrungen.
Nach seiner Entlassung fand er schließlich seinen Weg in die Musikszene der
Stadt. In den Clubs des damaligen "Black Storyville", in dem Musik
sprichwörtlich aus jeder Tür klang, sammelte er erste Bühnenerfahrungen. Früh
spielte Armstrong in Brass Bands und arbeitete mit Musikern wie Joe "King"
Oliver, Bunk Johnson und Kid Ory zusammen. Als Oliver nach Chicago ging,
übernahm Armstrong 1919 dessen Platz in der Band von Kid Ory.
Von New Orleans in die Welt
Aus den Anfängen in der Musikszene von New Orleans entwickelte sich eine
internationale Karriere. Armstrong nahm für große Plattenlabels auf und spielte
in Filmen großer Hollywood-Studios und trat weltweit vor Präsidenten,
Königshäusern und anderen Persönlichkeiten auf. Als musikalischer
Sondergesandter des US-Außenministeriums reiste Armstrong weltweit und
repräsentierte dabei seine Heimatstadt ebenso wie die Vereinigten Staaten. Zu
den vielen Auszeichnungen, die er im Laufe seines Lebens erhielt, gehörte auch
eine besondere Ehrung in seiner Heimatstadt. Während des Mardi Gras wurde
Armstrong zum King of Zulu gewählt. Diese Auszeichnung bezeichnete er selbst als
eine der bedeutendsten seines Lebens. Ein Foto von ihm in dieser Rolle erschien
1949 auf dem Titelblatt des Time Magazine.
Ehrenorte
In New Orleans ist die Erinnerung an Louis Armstrong an vielen Orten der Stadt
präsent. Sein Geburtshaus nahe der Kreuzung von Tulane Avenue und Broad Avenue
wird heute durch eine Gedenktafel markiert. Nur wenige Schritte vom French
Quarter entfernt liegt der Louis Armstrong Park. Zum 100. Geburtstag Armstrongs
im Jahr 2001 erhielt auch der internationale Flughafen der Stadt seinen Namen
und wurde in Louis Armstrong New Orleans International Airport umbenannt.
Tiefer geblickt
Auch das New Orleans Jazz Museum widmet Louis Armstrong eine eigene
Dauerausstellung. "It All Started in Jane Alley: Louis Armstrong in New Orleans"
wurde am 1. August 2024 eröffnet. Die Ausstellung beschäftigt sich mit
Armstrongs frühen Jahren in New Orleans und mit Menschen, die seinen
musikalischen Weg beeinflussten. Dazu gehören seine Mutter Mayann, die Familie
Karnofsky, sein Musiklehrer Peter Davis und sein Mentor Joe "King" Oliver.
Fotografien, historische Objekte und persönliche Geschichten zeigen Armstrongs
frühe Lebensjahre in Jane Alley. Zugleich wird deutlich, welche Rolle New
Orleans für seine Entwicklung spielte.
Hier spielt der Jazz
New Orleans gilt als Geburtsort des Jazz. Die Musik entwickelte sich aus dem
Zusammenfluss verschiedener kultureller Einflüsse. Zu den bekanntesten
Jazzmusikern aus der Stadt zählen neben Louis Armstrong unter anderem Jelly Roll
Morton, Pete Fountain, Wynton und Ellis Marsalis, Harry Connick Jr., Danny
Barker, Kermit Ruffins, Trombone Shorty und Jeremy Davenport.
Jazz gehört bis heute zum Alltag der Stadt. In vielen Clubs wird an jedem Abend
live gespielt. Zu den angesagten Adressen zählen die Preservation Hall im French
Quarter sowie die Clubs von Jeremy Davenport und Kermit Ruffins.
Die ganze Stadt eine Bühne
Besonders sichtbar wird die musikalische Tradition bei den großen Festivals der
Stadt. Das New Orleans Jazz & Heritage Festival, kurz Jazz Fest, widmet sich der
Kultur und dem musikalischen Erbe von New Orleans und Louisiana. Die Ausgabe
2026 findet an zwei Wochenenden statt, vom 23. bis 26. April und vom 30. April
bis 3. Mai 2026. Auf zahlreichen Bühnen präsentiert das Festival eine große
Bandbreite amerikanischer Musikstile.
Ganz im Zeichen von Louis Armstrong steht außerdem das Satchmo SummerFest. Das
Festival wurde 2001 zu seinem hundertsten Geburtstag gegründet und findet
seitdem jedes Jahr am ersten Augustwochenende auf dem Gelände der historischen
New Orleans Mint im French Quarter statt. Neben Konzerten gehören auch Vorträge
und Gesprächsrunden über Leben und Werk des Musikers zum Programm. Die Ausgabe
2026 findet am 1. und 2. August statt. Der Eintritt ist frei.
Über New Orleans
Einladend, multikulturell, geschichtsträchtig, überaus charmant und einzigartig
- all das und noch viel mehr ist New Orleans, die Metropole am Mississippi. Die
größte Stadt Louisianas, auch "Crescent City" oder "The Big Easy" genannt, ist
bekannt für ihre historische Altstadt, das "French Quarter", die imposanten
Villen im "Garden District", die Architektur aus der spanischen und
französischen Kolonialzeit und die lokale kreolische und Cajun-Küche. Die Stadt
gilt als "Wiege des Jazz" und in ihren legendären Musikclubs traten
Ausnahmekünstler wie Louis Armstrong oder Fats Domino auf. Darüber hinaus prägen
multikulturelle Traditionen wie Second Lines oder der berühmte Karneval "Mardi
Gras" den Charakter der feierfreudigen Stadt, die jährlich über 19 Millionen
Besucher aus aller Welt in ihren Bann zieht.
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OTS: New Orleans & Company
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