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Finningen (ots) - Frauen sind im Alter überdurchschnittlich häufig von
finanzieller Unsicherheit betroffen. Unterbrochene Erwerbsbiografien,
Teilzeitmodelle und geringere Einkommen führen dazu, dass gesetzliche Renten oft
nicht ausreichen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass finanzielle
Vorsorge nicht erst kurz vor dem Ruhestand beginnen darf.
Wer früh investiert und eigenständig Vermögen aufbaut, kann auch mit kleineren
Beträgen langfristig finanzielle Sicherheit erreichen. Dieser Beitrag zeigt,
warum Frauen beim Vermögensaufbau oft andere Ausgangsbedingungen haben und
welche Anlageformen ihnen langfristig Sicherheit bieten können.
Strukturelle Nachteile mit langfristigen Folgen
Die Ausgangslage vieler Frauen unterscheidet sich deutlich von der der Männer.
Durch Kinderbetreuung und familiäre Verpflichtungen fehlen im Durchschnitt bis
zu 18 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. Über das gesamte
Erwerbsleben hinweg summiert sich das auf rund 180.000 Euro weniger
Rentenleistungen. Gleichzeitig erhalten Frauen im Schnitt etwa 40 Prozent
weniger Rente als Männer.
Erschwerend kommt hinzu, dass Frauen durchschnittlich rund fünf Jahre länger
leben. Das bedeutet, dass das vorhandene Kapital über einen längeren Zeitraum
reichen muss. Weniger Einzahlungen treffen somit auf eine längere Rentenphase -
eine Kombination, die das Risiko finanzieller Engpässe deutlich erhöht.
Zudem verlassen sich viele Frauen bei der Altersvorsorge noch immer auf den
Partner. Dieses Modell erscheint stabil, birgt jedoch erhebliche Risiken. Rund
50 Prozent aller Ehen werden geschieden. Nach einer Trennung verlieren Frauen im
Durchschnitt etwa 25 Prozent ihres Vermögens. Wer keine eigenen Rücklagen
aufgebaut hat, steht in dieser Situation häufig vor existenziellen
Herausforderungen. Finanzielle Abhängigkeit kann sich dann als gravierender
Nachteil erweisen.
Der frühe Einstieg entscheidet
Angesichts dieser Rahmenbedingungen wird deutlich, wie wichtig eine
eigenständige Vorsorge ist. Dabei ist nicht in erster Linie die Höhe der
Sparrate ausschlaggebend, sondern der frühe Beginn. Der Zinseszinseffekt
entfaltet seine Wirkung vor allem über lange Zeiträume. Kapital, das früh
investiert wird, arbeitet über Jahrzehnte hinweg.
Schon 100 Euro monatlich können über 30 Jahre hinweg - bei langfristig
durchschnittlicher Marktentwicklung - rund 140.000 Euro ergeben. Dieser Betrag
kann entscheidend dazu beitragen, die Rentenlücke zu schließen. Fachliche
Berechnungen gehen davon aus, dass viele Frauen mindestens 150.000 Euro
zusätzlich benötigen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern.
Der Einstieg ist deshalb auch mit kleineren Beträgen sinnvoll. Viele beginnen
mit 100 bis 200 Euro pro Monat. Statt komplexer und kostenintensiver
Versicherungsprodukte setzen sie auf einfache ETF-Sparpläne. Diese investieren
breit gestreut in internationale Märkte und lassen sich transparent
nachvollziehen. Wer in Elternzeit ist oder nur begrenzte Mittel zur Verfügung
hat, kann bereits mit 50 Euro monatlich starten. Entscheidend ist die
Regelmäßigkeit, nicht die Perfektion.
Erfahrungen aus der Praxis
Wie sich konsequentes Investieren auswirkt, zeigen konkrete Beispiele. Eine
47-jährige Geschiedene begann nach der Trennung mit 200 Euro monatlich und baute
innerhalb von drei Jahren rund 8.500 Euro Vermögen auf. Eine andere Frau
startete mit 25 Euro pro Monat und verfügte nach zehn Jahren über mehr als
45.000 Euro. Beide Entwicklungen verdeutlichen, dass kontinuierliches Sparen
auch mit überschaubaren Beträgen zu spürbaren Ergebnissen führen kann.
Demgegenüber stehen Lebensläufe, in denen fehlende Eigenvorsorge gravierende
Folgen hatte. Nach jahrzehntelanger Ehe und anschließender Scheidung bleibt
mitunter nur eine sehr geringe Rente, die kaum zum Leben reicht. Wer nie selbst
investiert oder eigenes Vermögen aufgebaut hat, trägt ein deutlich höheres
Armutsrisiko.
Auffällig ist dabei, dass die größte Hürde selten die Kapitalmärkte selbst sind.
Häufig überwiegt die Angst vor dem ersten Schritt oder die Sorge, in der
Partnerschaft falsche Signale zu senden. Finanzielle Unabhängigkeit ist jedoch
kein Ausdruck von Misstrauen, sondern eine Form der Absicherung. Sie stärkt die
eigene Handlungsfähigkeit und schafft Sicherheit - unabhängig vom Familienstand.
Frauen investieren oft langfristiger
Studien und Praxiserfahrungen zeigen zudem, dass Frauen oft langfristiger und
disziplinierter investieren. Sie handeln tendenziell weniger impulsiv und halten
an ihrer Strategie fest. Gerade diese Eigenschaften unterstützen einen
nachhaltigen Vermögensaufbau.
Altersarmut entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich über viele Jahre.
Wer frühzeitig gegensteuert, regelmäßig investiert und Verantwortung für die
eigene Vorsorge übernimmt, kann die finanziellen Risiken deutlich reduzieren.
Auch mit kleineren Beträgen lässt sich langfristig Stabilität aufbauen - und
damit ein wichtiger Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit gehen.
Über Michaela Harlacher:
Michaela Harlacher ist Finanz-Mentorin und die Gründerin der "Moneyladies". Sie
unterstützt Frauen auf dem Weg zu einem renditestarken Vermögensaufbau - denn
viel zu viele Frauen kennen sich nicht genügend im Bereich Finanzen aus. Bei ihr
lernen Frauen das nötige Wissen und bekommen eine individuelle Strategie an die
Hand, die sich nicht nur an Zahlen, sondern auch an persönlichen Zielen und
Wünschen orientiert. Mehr Informationen unter: https://www.moneylady.de/
Pressekontakt:
Michaela Harlacher
E-Mail: mailto:michaela@moneylady.de
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OTS: Michaela Harlacher
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