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hr bringt Y-History-Reportage "Die Syphilis ist zurück" in die ARD Mediathek (FOTO) |
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| 23.03.2026 13:25 Uhr |
HR Hessischer Rundfunk |
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Frankfurt am Main (ots) - Die Geschlechtskrankheit Syphilis ist mehr als eine
Diagnose - sie ist ein gesellschaftliches Urteil. Der Film aus der
"Y-History"-Reihe erzählt von dieser gefährlichen Krankheit, die Leid, Lust und
Scham seit Jahrhunderten miteinander verknüpft und heute sogar wieder auf dem
Vormarsch ist. Was das mit der fortgeschrittenen HIV-Prophylaxe zu tun hat,
zeigt er ebenso wie persönliche Schicksale von heute und aus der
Medizingeschichte. "Die Syphilis ist zurück" ist ab Montag, 23. März, in der ARD
Mediathek abrufbar.
Y-History-Reporterin Helena Brinkmann trifft Ben, der sich kürzlich mit Syphilis
infiziert hat und ihr erzählt, was die Diagnose mit ihm gemacht hat, wie seine
Ärzte reagierten und warum er trotz seiner Offenheit anonym bleiben möchte. Denn
die Kranken werden immer noch stigmatisiert, obwohl Syphilis heute mit
Antibiotikum geheilt werden kann. Im Infektiologikum Frankfurt am Main begleitet
sie Dr. Thomas Lutz durch den medizinischen Alltag und trifft einen Patienten,
der sich testen lässt.
Medizin und Politik: "Tripperburg" und "Narrenturm"
Der Blick zurück zeigt, wie anders die Krankheit früher behandelt wurde: Im
historischen Labor von Paul Ehrlich in Frankfurt wird deutlich, was der
medizinische Durchbruch am Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem ersten wirksamen
von Ehrlich entwickelten Medikament "Salvarsan" bedeutete. Historiker Eduard
Winter führt durch den "Narrenturm" in Wien und macht sichtbar, wie Syphilis
über Jahrhunderte Angst, Stigmatisierung und brutale Behandlungen nach sich zog
- festgehalten in historischen Krankenakten sowie in sogenannten Moulagen, also
dreidimensionalen Nachbildungen aus Wachs oder anderen Materialien.
Die Krankheit war jedoch nie nur medizinisch, sondern immer auch politisch:
Angelika Börner wurde als Jugendliche im Namen der Medizin in der sogenannten
"Tripperburg" in der DDR eingesperrt und misshandelt. Mit der Autorin Helena
Brinkmann spricht sie über ihre traumatischen Erfahrungen. Außerdem erklärt
Medizin-Influencerin Sri , warum sexuell übertragbare Krankheiten online kaum
vorkommen - und warum Aufklärung in queeren Communities oft weiter ist als
anderswo.
Veröffentlichungen:
ARD-Mediathek: 23. März 2026
hr-fernsehen: 7. April 2026, 22 Uhr
YouTube: 13. April 2026
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - HR Hessischer Rundfunk
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