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Hamburg (ots) -
- Über alle Standorte werden monatlich mehr als 35.000 CT- und Röntgenbilder
durch KI analysiert
- Ob Maximalversorger oder Inselklinik: "Digitaler Schulterblick" bietet
Vorteile für Patient:innen und medizinisches Personal
- Partnerschaft mit KI-Technologieanbieter Aidoc
Die Asklepios Kliniken haben den konzernweiten Rollout der KI-Plattform Aidoc
aiOS(TM) erfolgreich abgeschlossen. Als erster privater Klinikbetreiber in
Deutschland setzt Asklepios damit in seinen Akutkliniken flächendeckend auf
Künstliche Intelligenz (KI) in der radiologischen Versorgung. Das System ist nun
an 28 Klinikstandorten aktiv und unterstützt die medizinischen Teams rund um die
Uhr bei der Analyse von Röntgen- und CT-Bildern. Besonders kleinere Standorte
und die Notfallversorgung profitieren massiv von der Technologie, die in den
Asklepios Kliniken monatlich mehr als 35.000CT- und Röntgenbilder analysiert.
Was im Mai 2025 als ambitioniertes Ziel verkündet wurde, ist nun Realität: Die
Implementierung der Aidoc-Plattform wurde Ende 2025 abgeschlossen. "Mit dem
erfolgreichen Rollout an 28 Standorten haben wir unser Versprechen eingelöst,
modernste Technologie direkt an das Krankenbett zu bringen", sagt Marco Walker,
CEO der Asklepios Kliniken Gruppe . "Wir haben nicht nur die technische
Infrastruktur geschaffen, sondern die Art und Weise, wie wir diagnostizieren,
nachhaltig verbessert - von der Großstadtklinik bis zur Inselversorgung." Die
Implementierung von Aidoc ist dabei Teil der umfassenden Digitalstrategie von
Asklepios und wird durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) gefördert.
"Das KI-Projekt in der Radiologie ist der erste Meilenstein des größten
Digitalisierungsprojekts bei Asklepios: dem Health Data Hub
(https://www.asklepios.com/konzern/unternehmen/digitalisierung/health-data-hub)
, der aktuell in fünf verschiedenen Themenschwerpunkten erarbeitet wird und als
neue zentrale Analyseplattform des Konzerns viele Arbeits- und
Entscheidungsprozesse im klinischen Alltag positiv verändert", erläutert PD Dr.
Sara Sheikhzadeh, Chief Medical Officer (CMO) der Asklepios Kliniken . Im Health
Data Hub dient die KI-Software von Aidoc als Clinical Decision Support System,
kurz CDSS. Der Einsatz von KI in der Radiologie unterstützt zum Beispiel
Prognose- und Risikoeinschätzungen und generiert Handlungsempfehlungen. "Wir
entlasten unsere Ärztinnen und Ärzte insbesondere in den Nacht- und
Wochenenddiensten und erhöhen gleichzeitig die Patientensicherheit", so PD Dr.
Sheikhzadeh.
Die Technologie analysiert automatisch und in Echtzeit CT- und Röntgenaufnahmen
auf akute Pathologien wie Hirnblutungen, Lungenembolien oder Frakturen. Das
System hat sich zudem als extrem skalierbar erwiesen: Über alle angeschlossenen
Standorte werden monatlich mehr als 35.000 CT- und Röntgenbilder durch die KI
geprüft. Doch während große Maximalversorger oft im Rampenlicht stehen, zeigt
sich der besondere Wert der KI-Lösung gerade an kleineren, spezialisierten
Standorten. Die Asklepios Nordseeklinik Sylt mit angeschlossener radiologischer
Praxis fungierte dabei als wichtiger Pilotstandort. "Die Software bietet uns
einen digitalen Schulterblick, der parallel zur ärztlichen Befundung läuft und
hilft, zeitkritische Befunde schneller in den Fokus zu rücken", erklärt
Alexander Steinmetz, Chefarzt der Radiologie und Ärztlicher Direktor der
Asklepios Nordseeklinik . Gerade für einen Inselstandort wie Sylt, der eine
24/7-Grundversorgung sicherstellt, sei dies essenziell. Insbesondere für den
Bereitschaftsdienst der Radiologie, aber auch für Fachärzt:innen anderer
Disziplinen sowie die telemedizinische Anbindung an die Hamburger Asklepios
Klinik Altona ergeben sich Vorteile: "Die Priorisierung wird klarer, die
kognitive Belastung sinkt, und Entscheidungen werden strukturierter getroffen",
so Steinmetz. Aidoc fungiere hierbei nicht als 'Showcase-KI', sondern als
zusätzliche Sicherheitsebene. Er bestätigt die positive Resonanz im Team, da das
System als Entlastung wahrgenommen werde. Diese Einschätzung teilt auch die
Leitende Ärztin der Zentralen Notaufnahme, Dr. Claudia Kagel-Hübner . Ihr Team,
das maßgeblich zur 24/7-Grundversorgung der Insel Sylt beiträgt, nutzt die
KI-Ergebnisse täglich. Die frühe Pilotierung in der Inselklinik habe gezeigt, so
Steinmetz und Dr. Kagel-Hübner, dass auch kleinere Standorte in der Lage sind,
innovative Digital-Health-Projekte nicht nur zu begleiten, sondern aktiv
mitzugestalten.
"Asklepios unternimmt einen signifikanten Schritt, um die drängenden
Herausforderungen in der deutschen Radiologie anzugehen. Durch den Einsatz von
KI in diesem Umfang setzen sie einen neuen Standard dafür, wie
Gesundheitseinrichtungen Technologie nutzen können, um Effizienz zu steigern und
Patientenergebnisse zu verbessern - eine zukunftssichere Lösung mit nachhaltiger
Wirkung", sagt Robert Hite, Leiter Geschäftsentwicklung DACH bei Aidoc . "Wir
sind stolz darauf, diese wegweisende Initiative zu unterstützen und zur
Förderung der KI-gestützten Transformation im deutschen Gesundheitswesen
beizutragen."
"Die Zusammenarbeit mit Aidoc bei der technischen Konzeption, der Integration
der KI-Technologie in den Arbeitsalltag unserer radiologischen Abteilungen sowie
die gesamte Projektarbeit verlaufen hervorragend", erklärt Nadine Vermeerbergen,
Projektleiterin bei der Asklepios IT . "Dass die KI-Plattform von Aidoc mit
unseren radiologischen Systemen nahtlos und zuverlässig zusammenarbeitet, hat
uns die erfolgreiche Pilotierung gezeigt", so Vermeerbergen, die das Projekt
zusammen mit ihrem Kollegen Eric Sims geleitet und umgesetzt hat.
Die Implementierung folgt einem sicheren, cloudbasierten Ansatz mit einer aiOS
KI-Plattform vor Ort, was die Einhaltung strenger Datensicherheits- und
Datenschutzvorschriften gemäß DSGVO gewährleistet.
Positive Erfahrungen mit Aidoc-KI in Europa und den USA
Asklepios baut auf nachgewiesenen KI-Erfolgen auf, die bereits in
US-amerikanischen und europäischen Krankenhäusern erzielt wurden. So konnte am
Unfallkrankenhaus Berlin in einer retrospektiven Studie eine Steigerung der
Erkennungsrate für intrakranielle Blutungen um 12 % nachgewiesen werden. An der
Yale School of Medicine wurde die Bearbeitungszeit für Notfall-Schädel-CTs um 36
Minuten reduziert. Im Ochsner Medical Center hat die KI-gesteuerte
Schlaganfallpriorisierung die Zeit bis zur Behandlung um 34 % verkürzt, während
das Universitätsklinikum Rennes eine Verkürzung der Verweildauer in der
Notaufnahme um 27 % erreichen konnte.
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