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Warum Müdigkeit kein Altersproblem ist: Daniel Harbs über den wahren Zustand unseres Stoffwechsels (FOTO)

20.03.2026 10:06 Uhr Daniel Harbs

Hamburg (ots) - Leistungsorientierte Menschen und Führungskräfte fühlen sich trotz Disziplin und Erfolg häufig erschöpfter, als ihr Kalenderalter vermuten lässt. Facharzt für Allgemeinmedizin und Longevity-Experte Daniel Harbs erklärt, warum hinter anhaltender Müdigkeit oft kein Altersprozess, sondern ein gestörter Stoffwechsel steckt.

Der Terminkalender ist voll, die Verantwortung hoch, der Anspruch an sich selbst meist ohnehin. Leistungsorientierte Menschen und Führungskräfte haben sich ihren Erfolg hart erarbeitet und tun in der Regel auch vieles dafür, ihn zu erhalten. Bewusste Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein insgesamt achtsamer Lebensstil gehören für viele längst zum Alltag. Und doch mehren sich bei nicht wenigen die Warnzeichen: anhaltender Energieverlust, nachlassende Konzentration, gestörte Regeneration, Schlafprobleme und das diffuse Gefühl, schneller an Vitalität einzubüßen, als das eigentliche Alter vermuten lässt. Häufig wird das vorschnell als normale Begleiterscheinung des Älterwerdens eingeordnet. Doch genau das greift zu kurz. "Wer anhaltende Erschöpfung, sinkende Leistungsfähigkeit und gestörte Regeneration dauerhaft als normales Altersphänomen abtut, riskiert, dass sich im Hintergrund Prozesse festigen, die langfristig zu ernsthaften kardiometabolischen oder neurodegenerativen Erkrankungen führen können, bis hin zu Überlastungszuständen und Burnout", warnt Daniel Harbs, Facharzt für Allgemeinmedizin, Ernährungsmediziner und Longevity-Experte aus Hamburg.

"Der effektivste Ansatz beginnt nicht beim Symptom, sondern beim Verständnis dessen, was auf Zellebene passiert. Menschen gleichen Alters können sich in Vitalität, Krankheitsanfälligkeit und Wohlbefinden erheblich unterscheiden", erklärt er. Genau hier setzt sein Ansatz an. Nicht allein das Kalenderalter entscheidet darüber, wie belastbar und regenerationsfähig ein Mensch ist, sondern der tatsächliche Zustand seiner Zellen und Stoffwechselprozesse. In seiner Privatpraxis in Hamburg verbindet Daniel Harbs moderne Diagnostik mit individuell abgestimmten Longevity-Strategien. Ziel ist es, Faktoren wie Zellregeneration, Schlafqualität, Resilienz und Leistungsfähigkeit messbar zu verbessern. Dabei versteht er Lebensstil als Zusammenspiel aus Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressregulation - Faktoren, die maßgeblich bestimmen, wie effizient der Stoffwechsel arbeitet und wie viel Energie dem Körper im Alltag zur Verfügung steht.

Was der Stoffwechsel wirklich leistet - und warum er ins Stocken gerät

Der Begriff Stoffwechsel wird häufig auf Gewicht oder Verdauung reduziert. Tatsächlich beschreibt er die Gesamtheit aller biochemischen Reaktionen im Körper: Energiegewinnung, Zellaufbau, Regeneration, Wachstum und Anpassung an äußere Bedingungen. Dieser Prozess läuft kontinuierlich, auch im Schlaf, und beeinflusst körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ebenso wie das allgemeine Wohlbefinden. Gleichzeitig steht er in engem Zusammenhang mit Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerativen Prozessen.

Entscheidend für seine Funktionsfähigkeit sind genetische Faktoren, Ernährung, körperliche Aktivität, der Hormonhaushalt sowie die Darmflora. Hinzu kommt die Balance zwischen katabolen Prozessen, also dem Abbau von Stoffen zur Energiegewinnung, und anabolen Prozessen, bei denen der Körper Zellstrukturen und Energiespeicher aufbaut. Chronischer Stress, Schlafmangel, starke Kalorienrestriktion oder dauerhafte Belastung verschieben diese Balance häufig in Richtung Abbauprozesse. Bewegungsmangel und ein dauerhafter Energieüberschuss hingegen fördern Prozesse, die mit Fettansammlung und Entzündungsreaktionen verbunden sein können. "Wenn der Stoffwechsel dauerhaft aus dem Gleichgewicht gerät, spiegelt sich das nicht nur in Gewicht oder Blutwerten wider. Es zeigt sich zuerst im Energielevel, in der Konzentrationsfähigkeit und in der Fähigkeit, sich nach Belastung zu erholen", so der Ernährungsmediziner.

Die Mitochondrien: Energiezentrale und Frühwarnsystem

Im Zentrum des Energiestoffwechsels stehen die Mitochondrien. Diese Zellorganellen sind besonders zahlreich in Muskel-, Herz- und Nervenzellen vorhanden und tragen dort die Hauptlast der Energieproduktion. Ihre Aufgabe besteht darin, aus Nährstoffen die universelle Energiewährung des Körpers zu erzeugen: ATP. Diese Energie muss in jeder Zelle kontinuierlich neu bereitgestellt werden, damit körperliche Belastbarkeit, Konzentration und Regeneration möglich bleiben. Die Energiegewinnung erfolgt über die sogenannte Atmungskette in den Mitochondrien. Dabei wird aus einem Molekül Glukose eine Vielzahl an ATP-Einheiten erzeugt, aus Fettsäuren sogar deutlich mehr. Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist NADH, ein Elektronenträger, der die Energieübertragung innerhalb der Atmungskette ermöglicht. Gleichzeitig spielt er eine wichtige Rolle für antioxidative Schutzmechanismen, die kognitive Leistungsfähigkeit und die Insulinsensitivität.

Gerät die Funktion der Mitochondrien aus dem Gleichgewicht, kann sich das unmittelbar im Energielevel bemerkbar machen. Bewegungsmangel, chronischer Stress, nährstoffarme Ernährung oder Umweltgifte gelten als Faktoren, die die mitochondriale Funktion beeinträchtigen können. Umgekehrt lässt sich die Leistungsfähigkeit dieser Zellkraftwerke gezielt unterstützen, etwa durch regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauer- und Intervalltraining, eine nährstoffreiche Ernährung, ausreichenden Schlaf und wirksame Stressregulation. "Wer seine Mitochondrien schützt und stärkt, investiert direkt in sein Energielevel. Das ist keine Metapher, sondern Biochemie", betont Daniel Harbs.

Zuckerstoffwechsel und die Rolle der Stoffwechselorgane

Ein weiterer zentraler Mechanismus, der Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden beeinflusst, ist der Zuckerstoffwechsel. Glukose ist die bevorzugte Energiequelle des Gehirns und wird über das Hormon Insulin in die Zellen transportiert. Reagieren die Zellen zunehmend unempfindlich auf Insulin, spricht man von Insulinresistenz. In diesem Zustand bleiben Blutzucker- und Insulinspiegel dauerhaft erhöht. Langfristig kann das Entzündungsprozesse, Übergewicht sowie ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Ursachen für diese Entwicklung sind häufig Bewegungsmangel, chronischer Stress, Schlafdefizite sowie eine Ernährung mit hohem Zuckeranteil und stark verarbeiteten Fetten. Gleichzeitig verliert der Körper dabei oft seine metabolische Flexibilität. Darunter versteht man die Fähigkeit, je nach Bedarf zwischen Zucker- und Fettverbrennung zu wechseln. Ist diese Flexibilität eingeschränkt, steht dem Körper weniger Energie effizient zur Verfügung.

Neben hormonellen Prozessen spielen mehrere Organe eine entscheidende Rolle für die Regulation des Stoffwechsels. Die Leber steuert den Glukose- und Fettstoffwechsel, baut überschüssige Hormone ab und übernimmt zentrale Entgiftungsfunktionen. Die Schilddrüse reguliert über das aktive Hormon T3 den Grundumsatz, beeinflusst den Energieverbrauch und unterstützt wichtige Zellreparaturprozesse. Eine Unterfunktion kann sich unter anderem durch Müdigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme bemerkbar machen. Symptome, die leistungsorientierte Menschen häufig vorschnell dem Stress oder dem Älterwerden zuschreiben. "Wer dauerhaft erschöpft ist, sollte nicht nur an Schlaf denken. Ebenso entscheidend ist die Frage, ob Leber, Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse optimal arbeiten. Diese Organe steuern gemeinsam den Stoffwechsel und damit auch die Energieverfügbarkeit im Alltag", erklärt der Facharzt für Allgemeinmedizin.

Inflammaging: Die stille Entzündung als Alterungsbeschleuniger

Ein Mechanismus, der in der modernen Longevity-Forschung zunehmend Beachtung findet, ist das sogenannte Inflammaging. Gemeint ist eine chronische, meist unbemerkte Entzündungsaktivität im Körper, die langfristig zahlreiche biologische Prozesse beeinflussen kann. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Transkriptionsfaktor NF-?B. Er kann unter anderem durch chronischen Stress, Umweltbelastungen oder eine gestörte Darmflora aktiviert werden und damit entzündliche Signalwege in Gang setzen. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit bestehen, kann das weitreichende Folgen haben. Die Immunaktivität bleibt dauerhaft erhöht, wichtige Zellreinigungsprozesse arbeiten weniger effizient und auch die Funktion der Mitochondrien kann beeinträchtigt werden. Auf diese Weise entsteht ein Kreislauf, der sowohl Alterungsprozesse beschleunigen als auch Energieproduktion und Regeneration im Alltag beeinträchtigen kann.

Ansätze zur Gegensteuerung setzen vor allem beim Lebensstil an. Regelmäßige Bewegung, gezielte Essenspausen, eine stabile Darmgesundheit sowie ausgewählte Mikronährstoffe können entzündliche Prozesse positiv beeinflussen. Pflanzenstoffe wie Curcumin, Sulforaphan, Resveratrol oder Omega-3-Fettsäuren gelten als natürliche Modulatoren des NF-?B-Signalwegs und können dazu beitragen, Zellmembranen, DNA und Mitochondrien vor oxidativem Stress zu schützen. Ergänzend kann die Unterstützung körpereigener antioxidativer Enzyme, etwa der Superoxiddismutase, sinnvoll sein. "Stille Entzündungen sind deshalb so problematisch, weil sie lange unbemerkt bleiben und gleichzeitig an den Grundlagen von Energie, Regeneration und Zellgesundheit zehren", erklärt der Longevity-Experte.

Ein besseres biologisches Alter - und was danach möglich wird

Wer die beschriebenen Mechanismen versteht und gezielt adressiert, eröffnet sich eine andere Qualität von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Ziel ist kein perfekter Lebensstil, sondern ein biologisches Alter, das möglichst deutlich unter dem chronologischen liegt und sich langfristig stabil halten lässt. Entscheidend ist dabei ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: eine pflanzenbetonte, farbenreiche Ernährung mit wenig Zucker und möglichst ohne stark verarbeitete Lebensmittel, regelmäßige Bewegung aus Kraft- und Ausdauertraining, hochwertige Schlafqualität sowie ein bewusster Umgang mit Stress. Ergänzend können eine stabile Darmgesundheit, der Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie individuell abgestimmte Mikronährstoffe eine wichtige Rolle spielen.

Wer diese Stellschrauben konsequent nutzt, erlebt häufig mehr Energie, bessere Regeneration und eine höhere Belastbarkeit im Alltag. Gleichzeitig entsteht mehr Transparenz über den eigenen Gesundheitszustand, etwa durch moderne diagnostische Marker, mit denen sich Veränderungen im biologischen Alter nachvollziehen lassen. "Das Entscheidende ist nicht, alles sofort perfekt zu machen. Entscheidend ist, zu verstehen, welche Prozesse im Körper wirklich über Energie und Leistungsfähigkeit entscheiden", sagt der Longevity-Experte. Leistungsorientierte Menschen und Führungskräfte müssen diesen Weg dabei nicht allein gehen. In seiner Hamburger Privatpraxis begleitet der Facharzt für Allgemeinmedizin Menschen, die ihre Vitalität gezielt erhalten oder verbessern möchten. Mithilfe moderner Diagnostik und individuell abgestimmter Longevity-Strategien lässt sich der Stoffwechsel gezielt unterstützen, damit aus dem Wunsch nach mehr Energie und Leistungsfähigkeit ein messbares, nachhaltiges Ergebnis wird.

Mit seinem Buch "Der Stoffwechsel- & Longevity-Code" bietet Daniel Harbs (http://www.intensemed-hamburg.de/) einen fundierten und verständlichen Einblick in die biologischen Mechanismen des Alterns. Er zeigt, wie moderne Prävention heute bereits auf Zellebene ansetzen kann - wissenschaftlich fundiert, praxisnah und ganzheitlich.

Für Leserinnen und Leser, die dieses Wissen nicht nur verstehen, sondern strukturiert und begleitet in den Alltag integrieren möchten, erscheint in Kürze der 90-Tage-Masterplan "Der Stoffwechsel- & Longevity-Code", der auf den Inhalten des Buches aufbaut und eine systematische Umsetzung ermöglicht.

Darüber hinaus befindet sich auch die Ausbildung zum Stoffwechsel- und Longevity-Coach in Vorbereitung. Sie richtet sich an Menschen, die die Inhalte vertiefen und andere auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Energie und Langlebigkeit begleiten möchten.

Pressekontakt:

Daniel Harbs E-Mail: mailto:info@intensemed-hamburg.de Web: https://intensemed-hamburg.de

Ruben Schäfer E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181326/6239607 OTS: Daniel Harbs


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Daniel Harbs
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