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Idar-Oberstein (ots) - Die Polizeiinspektion (PI) Idar-Oberstein stellt ihre
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vor. In der PKS werden
alle bekannt gewordenen und abschließend bearbeiteten Straftaten einschließlich
der mit Strafe bedrohten Versuche sowie Informationen über ermittelte
Tatverdächtige und Opfer nach den bundesweit geltenden Richtlinien für die
Führung der PKS zum Zeitpunkt der Abgabe des polizeilichen Ermittlungsvorganges
an die Staatsanwaltschaft erfasst. Nicht berücksichtigt werden in dieser
Statistik die Politisch motivierte Kriminalität, Verkehrsdelikte (mit Ausnahme
der §§ 315, 315b Strafgesetzbuch (StGB) und § 22a Straßenverkehrsgesetz (StVG))
und Verstöße gegen Strafvorschriften in Landesgesetzen mit Ausnahme der
einschlägigen Vorschriften im Landesdatenschutzgesetz. Delikte, die nicht zum
Aufgabenbereich der Polizei gehören (z. B. Finanz- und Steuerdelikte) oder
unmittelbar bei der Staatsanwaltschaft angezeigt und ausschließlich von ihr
bearbeitet werden, sind ebenfalls nicht in der PKS enthalten. Straftaten, die
außerhalb der Bundesrepublik Deutschland begangen worden sind oder bei denen der
Tatort unbekannt ist, wurden bisher nicht in der PKS erfasst. Seit 2020 werden
Straftaten, die im Ausland (oder an unbekanntem Tatort) begangen wurden und im
Inland ihren Erfolgsort haben, als Auslandstaten in einem an die Inlands-PKS
angelehnten System erfasst. Nach einer Pilot-/Erprobungsphase und
qualitätssteigernden Anpassungen stehen ab dem Berichtsjahr 2024 valide Daten
der Auslands-PKS zur Verfügung. Strukturdaten der PI Idar-Oberstein Der örtliche
Zuständigkeitsbereich der PI Idar-Oberstein umfasst die Stadt Idar-Oberstein mit
ihren 13 Stadtteilen sowie die Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein/Rhaunen.
Auf einer Fläche von 391 km² ist die PI Idar-Oberstein derzeit für die
Sicherheit von 52.871 Menschen verantwortlich (Stand: Dezember 2025).
Kriminalitätsentwicklung Im Berichtsjahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich
der PI Idar-Oberstein insgesamt 2704 Straftaten statistisch erfasst. Gegenüber
dem Vorjahr mit 2750 Fällen stellt dies einen Rückgang um 46 Straftaten (- 1,67
%) dar. Aufgeklärt wurden hiervon 1857 Straftaten. Die Aufklärungsquote im Jahr
2025 betrug damit 68,7 %, was eine Zunahme um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet. Die Zahl der aufgeklärten Straftaten liegt damit deutlich über dem
Landesdurchschnitt von 64,8 %.
Entwicklung der Rohheitsdelikte
Im Bereich der Fallzahlenentwicklung der Rohheitsdelikte (Raub,
Körperverletzungen und Bedrohungen) ist insgesamt ein leichter Anstieg auf 692
erfasste Straftaten im Jahr 2025 zu verzeichnen (2024: 681 Straftaten). Die
unter die Rohheitsdelikte zu subsumierenden Körperverletzungsdelikte bewegen
sich hierbei mit insgesamt 470 erfassten Fällen im Vergleich zum Vorjahr auf
einem gleichbleibenden Niveau. Dahingegen ist im Bereich der Straftaten gegen
die persönliche Freiheit insgesamt ein leichter Anstieg um insgesamt 9
Straftaten (+ 4,52 %) festzustellen. Der Anstieg ist u.a. auf die gestiegene
Anzahl an Bedrohungsdelikten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen (+ 10
Fälle). Mitursächlich für die erneute Zunahme der Bedrohungsdelikte dürfte die
gesetzliche Verschärfung des § 241 StGB sein. Seit dem 3. April 2021 sind vom
Tatbestand des § 241 StGB nunmehr zusätzlich zu Drohungen mit einem Verbrechen
auch Drohungen mit Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche
Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen Sachen von bedeutendem Wert
erfasst. Entwicklung der Straßenkriminalität Der Summenschlüssel der
Straßenkriminalität beinhaltet Straftaten im öffentlichen Raum wie gefährliche
und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen und Plätzen, Diebstahlsdelikte
mit Bezug zum öffentlichen Raum, Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen sowie
sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen. Für das Jahr 2025
zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein erneuter Rückgang um 57 Fälle. Ein
möglicher Erklärungsansatz hierfür liegt in den gezielten polizeilichen
Maßnahmen, die mit dem im vergangenen Jahr entwickelten Konzept zur "Bekämpfung
von Straftaten im öffentlichen Raum" durchgeführt wurden. Diese sieht u.a. eine
verstärkte Präsenz, verstärkte Kontrollen und eine engere Zusammenarbeit mit dem
Ordnungsamt vor. Entwicklung der Eigentumskriminalität Die Straftaten im Bereich
des Diebstahls ohne erschwerende Bedingungen, sogenannte "einfache Diebstähle",
sind weiterhin gleichbleibend. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 496 Straftaten,
genau wie im Vorjahr 2024, erfasst. Entwicklung der Jugendkriminalität Die
Auswertung der Statistik für das Jahr 2025 zeigt, dass die Täter unterhalb des
21. Lebensjahres nach wie vor überproportional stark, insbesondere im Bereich
der Körperverletzungsdelikte, vertreten sind. Die Anzahl der ermittelten
Tatverdächtigen bei den unter 21-Jährigen liegt mit 373 über der des Vorjahres
(2024: 352). Im Bereich der Gewaltkriminalität und der Straßenkriminalität
stellt diese Altersgruppe jeweils einen relevanten Anteil der ermittelten
Tatverdächtigen dar. Häufig waren dabei gruppendynamische Prozesse, der
übermäßige Konsum von alkoholischen Getränken und/oder Betäubungsmitteln
mitursächlich und konfliktauslösend. Da die oben aufgeführten Straftaten häufig
in der Öffentlichkeit geschehen, wird die Bevölkerung leichter darauf aufmerksam
und meldet entsprechende Sachverhalte bei der Polizei. Mitursächlich für die
Steigerung dürfte auch sein, dass die Jugendsachbearbeitenden im Rahmen ihrer
strukturierten Ermittlungen häufig weitere Straftaten erhellen und
Tatverdächtige ermitteln. Fazit Die Bürgerinnen und Bürger konnten im
Dienstgebiet der PI Idar-Oberstein auch im Jahr 2025 sicher leben. Die gute und
etablierte Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern und der Justiz spielt bei der
Aufrechterhaltung des hohen Sicherheitsniveaus eine entscheidende Rolle. Ein
weiterer wesentlicher Aspekt ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der
Bevölkerung, die durch eine Erhöhung der anlassunabhängigen Präsenz des
Bezirksdienstes im Rahmen von dessen Neuausrichtung auch in diesem Jahr weiter
ausgebaut wird. Die PI Idar-Oberstein arbeitet auch weiterhin bürgernah und
transparent, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, um das hohe Sicherheitsniveau
weiter zu verfestigen.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Idar-Oberstein
Hauptstraße 236
55743 Idar-Oberstein
Telefon: 06781/561-0
E-Mail: piidar-oberstein@polizei.rlp.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/117698/6232464
OTS: Polizeidirektion Trier
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