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Jever/Schortens/Sande/Wangerland/Wangerooge (ots) - Gesamtzahl der registrierten
Straftaten rückläufig - zweiniedrigster Stand seit 10 Jahren
Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Polizeikommissariats Jever
weist für das Jahr 2025 einen Rückgang der registrierten Straftaten aus.
Insgesamt wurde 2338 Delikte erfasst, was einem Minus von 152 Fällen gegenüber
dem Vorjahr (2024:2490 Fälle) entspricht. Damit wird der zweitniedrigste Wert
der vergangenen zehn Jahre erreicht.
Gleichzeitig bleibt die Aufklärungsquote bei fast 70 % (69,38%) weiterhin auf
sehr hohem Niveau.
Allgemeine Hinweise zur PKS
Die PKS des Polizeikommissariats Jever bildet die der Polizei bekannt gewordenen
Straftaten - das sogenannte Hellfeld - im Zuständigkeitsbereich der Städte Jever
und Schortens, der Gemeinden Sande, Wangerland sowie der Insel Wangerooge ab.
Nicht erfasst werden Straftaten, die der Polizei nicht gemeldet wurden
(sogenanntes Dunkelfeld). Dessen Verhältnis zum Hellfeld hängt unter anderem vom
Anzeigeverhalten der Bevölkerung ab. Die PKS erlaubt daher keine abschließende
Bewertung der tatsächlichen Kriminalitätslage.
Entwicklung der Fallzahlen
Nachdem im Jahr 2021 mit 2176 registrierten Straftaten der niedrigste Stand der
letzten Jahre erreicht wurde und die Fallzahlen seit 2022 zunächst wieder
anstiegen, zeichnet sich nun eine positive Trendwende ab.
Entwicklung der letzten Jahre:
2020: 2591 Fälle
2021: - 415 Fälle
2022: +470 Fälle
2023: + 20 Fälle
2024: -176 Fälle
2025: -152 Fälle
Regionale Entwicklung
Auch in den einzelnen Städten und Gemeinden zeigt sich überwiegend ein
rückläufiger Trend:
Schortens: Rückgang um 65 Fälle auf 780 Straftaten
PKS 2025 1
Wangerland: 347 Fälle (Vorjahr: 362)
Sande: 439 Fälle (Vorjahr: 436)
Wangerooge: 91 Fälle (Vorjahr: 75)
Für den Bereich der Stadt Jever ist ein deutlicher Rückgang um 91 Straftaten auf
681 Fälle zu verzeichnen. (2024: 772)
Häufigkeitszahl und Aufklärungsquote
Die Häufigkeitszahl - also die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner -
sank im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever auf 4285
(Vorjahr:4531). Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeiinspektion
Wilhelmshaven/Friesland liegt dieser Wert bei 6831.
Die aktuellen Zahlen bestätigen weiterhin ein vergleichsweise niedriges
Kriminalitätsniveau in der Region.
Besonders positiv hervorzuheben ist die konstant hohe Aufklärungsquote: Mit
69,38 % aufgeklärter Straftaten (1622 Fälle) liegt das Polizeikommissariat Jever
deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 62,72 %
Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse der PKS 2025 die hohe Effektivität der
polizeilichen Arbeit sowie die weiterhin stabile Sicherheitslage im
Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever.
Engagement der Mitarbeitenden und der Bürger
Der Rückgang der Fallzahlen ist maßgeblich auf das hohe Engagement der
Mitarbeiter/Innen zurückzuführen. Durch qualifizierte Tatortarbeit, intensive
Ermittlungen und akribische Detailarbeit gelingt es regelmäßig, auch komplexe
Sachverhalte aufzuklären.
Im Rahmen der Vorstellung der PKS dankt Polizeioberrat Wallenhorst zudem
ausdrücklich den Bürger/Innen der Region, die die Polizei häufig durch wertvolle
Hinweise unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von
Straftaten leisten.
Diebstahlsdelikte
Der allgemeine Rückgang der Straftaten spiegelt sich auch im Bereich der
Diebstahlsdelikte wider. Insgesamt wurden 580 Fälle registriert, was 52 Taten
weniger als im Vorjahr entspricht. Dies bedeutet einen Rückgang um 8,97 %.
Die rückläufige Entwicklung ist insbesondere im Bereich des
Wohnungseinbruchsdiebstahls festzustellen. Wohnungseinbrüche stellen für die
Geschädigten oftmals eine erhebliche Belastung dar. Neben materiellen Schäden
bedeutet ein Einbruch häufig auch einen massiven Eingriff in die persönliche
Privatsphäre. Umso erfreulicher ist die aktuell rückläufige Entwicklung in
diesem Deliktsbereich.
Auffällig ist zudem, dass mehr als ein Drittel der registrierten
Einbruchsdelikte im Versuchsstadium scheitert. Dies deutet auf verbesserte
Sicherungsmaßnahmen und einen erhöhten technischen Einbruchsschutz hin.
PKS 2025 2
Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet hierzu
umfassende Beratungen zum Einbruchsschutz an. Bürger/Innen können die
kostenlosen Beratungsangebote der Polizei in Anspruch nehmen.
Für den Bereich des Polizeikommissariats Jever ist Polizeihauptkommissarin Anja
Kienetz als Ansprechpartnerin im Bereich Prävention zuständig.
Beratungsgespräche könne telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.
Ergänzend stehen auch die kommunalen Präventionsräte als Ansprechpartner zur
Verfügung.
Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die Persönliche Freiheit
Zu den sogenannten Rohheitsdelikten zählen Raub, Körperverletzung sowie
Straftaten gegen die persönliche Freiheit.
In dieser Deliktsgruppe ist für das Jahr 2025 ein leichter Rückgang der
Fallzahlen zu verzeichnen. Insgesamt wurden 495 Straftaten registriert, was 39
Fälle weniger als im Vorjahr entspricht. Dies entspricht einem Rückgang von 7,88
%.
Auch bei den Körperverletzungsdelikten ist eine leicht rückläufige Entwicklung
festzustellen. Die Fallzahlen sanken um 3,71 % auf 337 Taten.
Den größten Anteil innerhalb dieses Deliktsbereichs bilden mit 257 Fällen die
einfachen Körperverletzungen.
Tatmittel Messer
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever wurden im Jahr 2025 24
Straftaten registriert, bei denen ein Messer als Tatmittel eingesetzt oder
mitgeführt wurde (2024: 36 Fälle).
Von diesen Fällen konnten 20 Taten aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote
von 83,33 % entspricht (2024: 88,33 %)
Anzahl, Alter und Nationalität von Tatverdächtigen
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever wurden im Berichtsjahr
insgeamt 1386 Tatverdächtige ermittelt (2024:1328).
Von diesen Personen verfügten 1110 Tatverdächtige über die deutsche
Staatsangehörigkeit (2024: 1096). 276 Tatverdächtige besaßen eine nichtdeutsche
Staatsangehörigkeit (2024: 232). Darüber hinaus hatten 54 Tatverdächtige einen
Aufenthaltsstatus (2024: 68).
Die Altersstruktur der Tatverdächtigen stellt sich im Zuständigkeitsbereich des
Polizeikommissariats Jever wie folgt dar:
Kinder (0-14 Jahre): 5,41 % Jugendliche (14-17 Jahre): 10,25 % Heranwachsende
(18-20 Jahre): 6,93 % Erwachsene (ab 21 Jahre): 77,42 %
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Kinder- und Jugendkriminalität
Im Bereich Kinder- und Jugendkriminalität registrierte das Polizeikommissariat
Jever Im Berichtsjahr 2338 Straftaten (2024: 2490 Fälle)
Die Aufklärungsquote lag hier bei 69,38%.
Vermögens- und Fälschungsdelikte
Im Deliktsbereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, zu denen insbesondere
Betrugsstraftaten zählen, ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg der
Fallzahlen zu festzustellen. Im aktuellen Berichtsjahr wurden 441 Betrugsfälle
registriert, was einen Anstieg um 29 Fälle entspricht. Dies entspricht einer
Zunahme von 7,04 % gegenüber dem Vorjahr.
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Im Deliktsbereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist ein
Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Insgesamt wurden 96 Straftaten
registriert, was einem Zuwachs von 25 Taten
Zu diesem Deliktsbereich zählen unter anderem auch Straftaten im Zusammenhang
mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von
kinderpornografischen Inhalten.
Die Bearbeitung dieser Delikte stellt die Polizei vor besondere
kriminalpolizeiliche Herausforderungen. Insbesondere die Nutzung digitaler
Medien durch Täter/Innen führt regelmäßig zur Auswertung umfangreicher
Datenmengen, wodurch der Ermittlungsaufwand erheblich steigt.
Häusliche Gewalt
Seit dem Jahr 2021 wird zur statistischen Erfassung bundesweit eine einheitliche
Definition von häuslicher Gewalt zugrunde gelegt, um eine bessere
Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten.
Diese lautet: "Häusliche Gewalt beinhaltet alle Formen körperlicher, sexueller
oder psychischer Gewalt und umfasst familiäre sowie partnerschaftliche Gewalt.
Häusliche Gewalt liegt vor, wenn die Gewalt zwischen Personen stattfindet, die
in einer familiären oder partnerschaftlichen Beziehung zusammenwohnen. Sie liegt
auch vor, wenn sie unabhängig von einem gemeinsamen Haushalt innerhalb der
Familie oder in aktuellen oder ehemaligen Partnerschaften geschieht."
Darüber hin aus berücksichtigt die aktuelle Definition neben der unmittelbaren
Täter-Opfer-Beziehung von Partner/Ex-Partnerschaften auch das erweiterte
familiäre Umfeld, sofern entsprechende Opfer-Delikts-Beziehungen vorliegen.
Aufgrund dieser Anpassung sind die aktuell erhobenen Daten nur eingeschränkt mit
den statistischen Werten der Jahre 2020 und früher vergleichbar.
Im sogenannten Hellfeld der polizeilich registrierten Straftaten wurden im
Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever im Bereich der häuslichen
Gewalt 151 Taten erfasst. Damit ist ein leichter Rückgang von 6 Taten gegenüber
dem Vorjahr festzustellen.
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Den größten Anteil innerhalb dieses Deliktsfeldes bilden die Rohheitsdelikte,
insbesondere die Körperverletzungsdelikte.
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Im Bereich des Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte
sowie gleichstehende Personen ist im Jahr 2025 ein leichter Anstieg der
Fallzahlen zu verzeichnen. Während im Jahr 2024 noch 19 Fälle registriert
wurden, stieg die Zahl 2025 auf 21 Straftaten an. Ein rückläufiger Trend ist in
diesem Deliktsbereich noch nicht erkennbar.
Prävention und Beratung
Neben repressiven Maßnahmen setzt das Polizeikommissariat Jever weiterhin
verstärkt auf präventive Maßnahmen und Beratungsangebote, um die Sicherheit der
Bevölkerung nachhaltig zu stärken.
Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die kostenfreien Beratungsangebote der
Polizei in Anspruch zu nehmen. Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der
technischen Sicherung von Wohnräumen sowie bei Verhaltenshinweisen zur
Vermeidung von Betrugsdelikten.
Für weitere Informationen und individuelle Beratungsgespräche steht das
Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns gerne unter praevention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland
Mozartstraße 29
26382 Wilhelmshaven
Telefon: 04421 942-104
Außerhalb der Geschäftszeit der Pressestelle - 04421 942-216
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OTS: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland
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