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Welthämophilietag 2026: Diagnose ist der erste Schritt zur Behandlung (FOTO) |
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| 2.04.2026 15:30 Uhr |
POYS Kommunikations-Management GmbH |
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Köln (ots) - Moderne Therapien ermöglichen heute vielen Kindern mit Hämophilie A
ein weitgehend unbeschwertes Aufwachsen - vorausgesetzt, die Erkrankung wird
früh erkannt und konsequent behandelt. Darauf macht der Welthämophilietag am 17.
April 2026 mit seinem diesjährigen Motto "Diagnosis: First step to care"
aufmerksam.
Frühe Behandlung schützt vor schweren Blutungen
Die genetische Blutgerinnungsstörung Hämophilie A betrifft Kinder von Geburt an.
Die Erkrankung beruht auf einem Mangel oder einer eingeschränkten Funktion des
Blutgerinnungsfaktors VIII. Blutungen können hierdurch länger anhalten und
schwerer zu stillen sein. Unbehandelt können lebensbedrohliche innere Blutungen
und dauerhafte Gelenkschäden die Folge sein. Um Betroffene von Beginn an so gut
wie möglich zu schützen, ist eine frühe Behandlung entscheidend - sie setzt
jedoch eine frühe Diagnose voraus, idealerweise bereits im Säuglingsalter.
Allein in Deutschland leben mehr als 5.000 Menschen mit Hämophilie A. Dank
moderner Behandlungsmöglichkeiten ist die Erkrankung heute deutlich besser
kontrollierbar und meist nicht mehr lebensbedrohlich. Sie ermöglichen sogar ein
fast normales Leben.
Männer erkranken schwerer, Frauen werden später diagnostiziert
Hämophilie A wird durch einen Defekt auf dem X-Chromosom verursacht und betrifft
überwiegend Jungen und Männer. Frauen können als Überträgerinnen ebenfalls
Blutungsprobleme entwickeln. Da sie jedoch nur selten eine schwere Verlaufsform
entwickeln, bleiben sie als Betroffene häufig länger unerkannt.
Ohne gezielte Untersuchung wird vor allem eine milde Hämophilie A nicht selten
erst entdeckt, wenn Kinder beim Krabbeln auffällig viele Hämatome entwickeln. "
Es ist wichtig, dass Kinderärzte bei den U-Untersuchungen ein Auge auf mögliche
Zeichen einer verstärkten Blutungsneigung haben" , sagt Dr.
Escuriola-Ettingshausen vom Hämophilie-Zentrum Rhein-Main. Denn klar ist auch:
Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind betroffene Kinder vor schweren
Blutungen und möglichen Spätfolgen geschützt. Auch bei Frauen besteht weiterhin
Aufklärungsbedarf im medizinischen Alltag: Lange wurden sie nur als
Überträgerinnen gesehen und nicht als Betroffene. Für sie wünscht sich die
Fachärztin ebenfalls mehr Aufmerksamkeit.
Mit moderner Therapie wachsen Kinder nahezu normal auf
Neben klassischen Faktorkonzentraten stehen heute moderne Therapien mit einem
Faktor-Mimetikum zur Verfügung, das die Funktion des fehlenden Gerinnungsfaktors
übernimmt. Diese Therapien können Blutungen sehr wirksam verhindern und
benötigen deutlich seltenere Injektionen. " In dem Moment, in dem wir mit der
modernen Therapie beginnen, wächst das Kind nahezu normal auf. Im Alltag ist es
fast, als hätte das Kind keine Hämophilie A ", sagt Dr. Escuriola-Ettingshausen
vom Hämophilie-Zentrum Rhein-Main.
Das erleichtert Betroffenen mit Hämophilie A und ihren Familien den Alltag,
reduziert Ängste und ermöglicht durch einen guten und konstanten Blutungsschutz
eine weitgehend unbeschwerte Kindheit und soziale Teilhabe.
Über den Welthämophilietag
Der Welthämophilietag wird jedes Jahr am 17. April begangen. Ziel ist es, das
Bewusstsein für Hämophilie und andere Blutungsstörungen zu stärken und die
Versorgung Betroffener weltweit zu verbessern. Das Motto des Welthämophilietag
2026 lautet "Diagnosis: First step to care" und betont die entscheidende Rolle
der Diagnose als Grundlage jeder wirksamen Behandlung.
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