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Politikwissenschaftler Schroeder im WDR-Interview zum Machtkampf in der FDP: "Griff in die Resterampe naheliegend." |
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| 5.04.2026 18:30 Uhr |
WDR Newsroom |
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Köln (ots) - Angesichts der Kandidatur von FDP-Vize Wolfgang Kubicki für den
Bundesvorsitz hat der amtierende Parteichef Christian Dürr seine eigene
Bewerbung zurückgezogen und unterstützt nun Kubicki. Dieser wird von Henning
Höne herausgefordert. Er ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Freien
Demokraten und Vorsitzender der FDP NRW.
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schroeder von der Uni Kassel
analysiert in der WDR-Sendung Aktuellen Stunde, weshalb innerhalb der FDP einige
Kubicki für den richtigen Nachfolger von Dürr halten:
"Der Versuch eines Neustartes mit Christian Dürr ist gescheitert. Und jetzt ist
gewissermaßen der Griff in die Resterampe naheliegend und die Resterampe heißt
hier Populismus. Und Kubicki ist erfahren, ist in der Lage Schneisen zu
schlagen, eckig und kantig zu sein und damit eine Aufmerksamkeit herzustellen,
wie kaum jemand anders in der FDP. Insofern ist die Versuchung Kubicki sehr
naheliegend. Ob das allerdings ein Neuanfang ist, da muss man ein großes
Fragezeichen machen."
Spannender Machtkampf erwartet
Schroeder erwartet einen spannenden Machtkampf innerhalb der FDP zwischen
Kubicki und Höne: "Höne ist der Chef des größten Landesverbandes der FDP, der
etwa 25% der Mitglieder für sich beanspruchen kann. Er ist jung, er ist 39
Jahre, Kubicki ist 74 Jahre. Insofern eine interessante Konstellation: Jung
gegen Alt, großer Landesverband gegen kleiner Landesverband, jemand der Zukunft
für sich reklamiert, dass in einer seriöseren Weise als Kubicki. Und Kubicki ist
eben die Vergangenheit der FDP, die aber in dieser Situation durchaus eine
gewisse Plausibilität für sich hat im Sinne des populistischen Moments. [...]
Also das ist eine hochspannende Machtkampf Situation innerhalb der FDP mit
offenem Ausgang."
Die Aktuelle Stunde läuft um 18.45 Uhr im WDR und ist anschließend in der ARD
Mediathek abrufbar.
Pressekontakt:
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Telefon +49 (0)221 220-8787
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - WDR Newsroom
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