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Berlin (ots) - Vor acht Jahren entwickelt, künftig regelmäßig veröffentlicht:
Das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer ermittelt regionale
Ersterwerber-Potenziale auf Basis von Einkommen und Eigenkapital.
Ein eigenes Zuhause zu kaufen oder zu bauen scheitert zumeist daran, dass es den
angehenden Wohneigentümern an Eigenkapital fehlt. Wie groß das Problem ist und
ob es sich verändert hat, zeigt das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer
2026: Zuletzt verfügten nur knapp 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte über
genug Eigenkapital, um Wohneigentum zu erwerben. Vor 15 Jahren waren es noch
fast 10 Prozent. Dagegen hätten immerhin 39 Prozent der Haushalte ein
ausreichend hohes Nettoeinkommen gehabt, um die Kreditrate stemmen zu können.
Entwickelt wurde das Konzept für den Erschwinglichkeitsindikator bereits im Jahr
2018 vom Berliner Forschungsinstitut empirica gemeinsam mit den
Landesbausparkassen. Seither wurden die Berechnungen in loser Folge neu
aufgelegt. Künftig wird die Veröffentlichung jährlich erfolgen. "Wir haben uns
entschieden, das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer regelmäßig
herauszubringen, um besser nachhalten zu können, wie die Wohneigentumspolitik
wirkt", begründet Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen, die
Entscheidung.
"Das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer weist einige Besonderheiten auf",
erläutert Studienautor Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender von empirica. "Anders
als die meisten anderen Erschwinglichkeitsindikatoren untersuchen wir nicht nur
die Einkommenshürde, sondern auch die Eigenkapitalsituation der potenziellen
Erwerberhaushalte. Zudem basiert unser Erschwinglichkeitsbarometer auf
regionalen Daten, nicht auf bundesweiten Durchschnitten und zeichnet deshalb ein
realistisches Bild der Lage."
"Die Ersparnisse waren schon immer der Engpassfaktor bei der
Wohneigentumsbildung, aber im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die
Situation spürbar verschlechtert. Es braucht nun die richtigen politischen
Weichenstellungen, um dagegen anzusteuern", mahnt Guthmann.
Wo anzusetzen sei, liege auf der Hand. "Mit mehr Neubau wäre zumindest die
Preisentwicklung in den Griff zu bekommen. Das hat die Politik zwar erkannt,
aber die ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Angebotsbedingungen wirken
nicht kurzfristig, sie genügen auch noch nicht und die aktuelle weltpolitische
Lage ist nun ein weiterer Schlag ins Kontor." Deshalb seien nun dringend alle
Register zu ziehen: "Die Erwerbsnebenkosten müssen endlich sinken, darunter vor
allem die Grunderwerbsteuer, und die Ersparnisbildung für Wohneigentum sollte
stärker angereizt werden. Dafür steht als bewährtes Instrument die
Wohnungsbauprämie zur Verfügung."
Nicht zu vergessen sei, dass mit der sogenannten Eigenheimrente auch die ab 2027
verbesserte staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge für den Erwerb von
Wohneigentum genutzt werden könne. Zu beachten sei allerdings, dass die Anbieter
von Altersvorsorgedepots oder Versicherungsprodukten künftig nicht mehr
verpflichtet sind, eine spätere Kapitalentnahme für den Erwerb von Wohneigentum
zu ermöglichen. Bei den Bausparkassen bleibt es dagegen wie gehabt: Sie
kombinieren das sichere Ansparen für Wohneigentum mit dem Anspruch auf ein
niedrig verzinsliches Darlehen. "Mit einer vollständigen Ausschöpfung der neuen
Förderung lässt sich durchaus ein solider Grundstock an Eigenkapital aufbauen.
Im Anschluss helfen die staatlichen Zulagen bei der Tilgung", betont Guthmann.
Weitere Infos im wissenschaftlichen Papier zum
LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer:
Reiner Braun, Linn Segschneider: LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer:
Regionale Ersterwerber-Potenziale 2026, Berlin, März 2026
Auf LBS.de: https://presse.lbs.de/infodienste/lbs-research
Pressekontakt:
Dr. Ivonn Kappel
Referat Presse
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Tel.: 030 20225-5398
Fax: 030 20225-5395
E-Mail: mailto:ivonn.kappel@dsgv.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/35604/6252730
OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)
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