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Kiel (ots) - Die Einführung eines neuen, bundesweit vereinheitlichten
Dienstausweises bei der Landespolizei Schleswig-Holstein ist mehr als ein rein
optisches "Upgrade" vom Papierausweis zum Scheckkarten-Format:
"Mit dem neuen Dienstausweis erhalten wir ein einheitliches, zeitgemäßes und
fälschungssicheres Dokument für unsere Polizei", erklärte Innnenministerin
Magdalena Finke heute in Kiel. "So können unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter eindeutig identifiziert werden und die Bürgerinnen und Bürger können
die Echtheit des Ausweises schnell und zuverlässig überprüfen. Das stärkt das
Vertrauen in die polizeiliche Arbeit und ist ein wesentlicher Bestandteil der
Arbeit einer bürgernahen Landespolizei Schleswig-Holstein."
Sie überreichte die ersten Dienstausweise an Angehörige der Schutzpolizei,
Kriminalpolizei, Wasserschutzpolizei, sowie der Gruppe der Verwaltungsbeamten
und Tarifangestellten.
Neben Schleswig-Holstein haben neun weitere Bundesländer den neuen
Polizeidienstausweis eingeführt. Es ist gelungen hier ein gemeinsames Ziel
umzusetzen: Im Rahmen einer Länderkooperation haben sich die Bundesländer
zusammengeschlossen und nach intensiver Bearbeitung und enger Abstimmung ein
gemeinsames Grunddesign für einen einheitlichen Polizeidienstausweis entwickelt.
Die auf der Vorderseite integrierten Landeswappen und Polizeisterne lassen
leicht das jeweilige Land erkennen.
"Die Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein weisen sich damit aus
und stärken so auch das Vertrauen in die Bevölkerung. Der neue Ausweis ist auch
ein klares Zeichen gegen den Vertrauensmissbrauch durch Betrüger, die sich als
falsche Polizeibeamte ausgeben und damit vornehmlich ältere Menschen um ihr
Erspartes bringen", erklärte Daniel Wiebe, Projektverantwortlicher für die
Einführung des neuen Dienstausweises in die Landespolizei. "Die echte Polizei
ist erreichbar über die 110, ansprechbar bei Zweifeln und Nöten und jetzt auch
unzweifelhaft erkennbar daran, dass nur echte Polizeibeamtinnen und
Polizeibeamte sich gegenüber Bürgern mit diesem Dokument ausweisen können".
Durch die verbesserte Sichtbarkeit, Fälschungssicherheit und Barrierefreiheit
können die Bürgerinnen und Bürger einfach und schnell die kombinierten
Sicherheitsmerkmale auf Echtheit überprüfen und sich darauf verlassen, mit
"echten" Polizeikräften in Kontakt zu sein. So ist auf der Vorderseite der
Polizeistern als Hologramm aufgedruckt, es gibt spürbare Erhebungen auf dem
Ausweis und das Foto des Polizeibeamten ist als Kippbild gestaltet. Auf der
Rückseite ist der 110-Schriftzug in optisch variabler Tinte ausgeführt.
Die Brailleschrift mit dem Wort "Polizei" hilft sehbehinderten Personen.
"Die neuen Dienstausweise werden zu einem verbesserten Sicherheitsgefühl der
Bürgerinnen und Bürger beitragen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Landespolizei bringen sie zusätzlich einen Fortschritt in Richtung zeitgemäße,
digitale Verwaltung mit erheblichem Zukunftspotential", erklärte
Landespolizeidirektorin Dr. Maren Freyher.
Die neuen Polizeidienstausweise enthalten einen Funk-Chip der zukünftig die
Möglichkeit verschiedener Funktionserweiterungen bieten soll. Der Chip kann
Zugangsberechtigungen für Gebäude enthalten, zum Log-In bei technischen Geräten
dienen und Berechtigungen für Zeiterfassungssysteme an polizeilichen
Informationssystemen übermitteln.
Ab jetzt erhalten nach und nach die 9.700 Angehörigen der Landespolizei ihre
neuen Ausweise. Diese Übergangsphase soll mit dem 1. März abgeschlossen sein und
die alten Ausweise werden aus der Verwendung genommen.
Auf der Internetseite der Landespolizei S-H stehen sowohl der barrierefreie
Flyer, als auch weiterführende Informationen zur Verfügung.
http://www.polizei.schleswig-holstein.de/
Die Polizei rät: Sollten Sie trotz des neuen Ausweises einmal Zweifel an der
Echtheit einer Polizeibeamtin oder eines Polizeibeamten haben rufen Sie gern
jederzeit den Polizeiruf 110 an.
Rückfragen bitte an:
Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport
Landespolizeiamt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: 0431 160 60444
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de
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OTS: Landespolizeiamt
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