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Neues "exactly" vom MDR zum Thema: / "Neonazi-Konzerte und das Geschäft mit dem Hass - Kein Widerstand im Rechtsrockland?" (FOTO) |
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| 9.03.2026 13:55 Uhr |
MDR Mitteldeutscher Rundfunk |
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Leipzig (ots) - Brattendorf ist innerhalb kürzester Zeit zur Pilgerstätte für
Neonazis und rechtsextreme Bands aus dem In- und Ausland geworden. Sicht- und
hörbarer Widerstand regt sich in dem kleinen Ort in Südthüringen nicht. Niemand
stellt sich hier offen gegen den Nazi Tommy Frenck und seinen Gasthof.
Brattendorf und seine Einwohnerschaft sind gespalten. Der Film zeigt die
rechtsextremen Umtriebe der vergangenen Jahre, den Kampf gegen rechts einiger
mutiger Bürgerinnen und Bürger und stellt die Frage: Wie geht es weiter im
Rechtsrockland? Zu sehen ist der Film ab sofort in der ARD Mediathek (https://eu
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ndung%2Fexactly%2FY3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi9jNTFiOGVhNC1hNjRiLTRiMWItYm
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20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.
Seit anderthalb Jahren betreibt der Neonazi Tommy Frenck im südthüringischen
Brattendorf einen neuen Gasthof. Oft finden dreimal wöchentlich rechtsextreme
Konzerte in dem kleinen Ort statt; im Gastraum prangt eine riesige Schwarze
Sonne an der Decke, im Advent feiern Eltern mit ihren Kindern zur Musik eines
Nazi-Liedermachers Kinderweihnacht. Die Behörden stellten den Umtrieben kaum
etwas entgegen.
Dabei hatten sie Ende der 2010er Jahre den Neonazi-Großkonzerten in der Region
ein vorläufiges Ende gesetzt: Nach einem jahrelangen Gerichtsverfahren um das
Vorkaufsrecht der Gemeinde am "Goldenen Löwen" hatte Frenck seinen alten Gasthof
im benachbarten Kloster Veßra 2024 verlassen müssen. Gleichzeitig gewann die
extreme Rechte in der Region parlamentarisch an Boden. Die in Thüringen als
gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bekam bei der Landtagswahl 2024 im
Landkreis Hildburghausen knapp 40 Prozent der Zweitstimmen. Bei den
Kommunalwahlen im selben Jahr scheiterte Tommy Frenck vom rechtsextremen
"Bündnis Zukunft Hildburghausen" mit 30,5 Prozent erst in der Stichwahl.
Was viele nicht ahnten: Der Rechtsextremist und sein Geschäfts-Netzwerk hatten
sich bereits Jahre zuvor eine größere Immobilie im nahen Brattendorf gesichert -
unter den Augen der Behörden.
Bis zum Wechsel nach Brattendorf hatte Frenck fast ein Jahrzehnt lang in
Südthüringen den Gasthof "Goldener Löwe" betrieben. Der kleine Ort Kloster Veßra
war zum Anlaufpunkt für die bundesweite Neonazi-Szene geworden. Rechtsextreme
Festivals mit zum Teil mehreren tausend Teilnehmern brachten Thüringen
internationale Schlagzeilen und den unrühmlichen Ruf als "Rechtsrockland" ein.
Von Anfang an wehrten sich die Demokratie-Bündnisse in der Region gegen den
rechten Hass vor ihrer Haustür. Aus einer Handvoll engagierter Bürgerinnen und
Bürger ist inzwischen mit dem "Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster
Veßra" eine verlässliche Anlaufstelle und ein Schutzraum für all jene
entstanden, die sich offen gegen eine rechtsextreme Hegemonie in der Region
stellen - und für ihren Mut Anfeindungen in Kauf nehmen.
Ein Film von Johanna Hemkentokrax.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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