|
Reutlingen (ots) - Tübingen (TÜ):
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des
Polizeipräsidiums Reutlingen
Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes ermitteln die
Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen einen 41
Jahre alten Mann, der in dringendem Verdacht steht, einen 25 Jahre alten
Landsmann am Samstag (28.03.2026) in einer Tübinger Flüchtlingsunterkunft, in
der sich beide zu Besuch aufgehalten hatten, mit einem Messer angegriffen und
lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Tatverdächtige befindet sich
zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.
An diesem Samstag war die Polizei gegen 22.30 Uhr in die Flüchtlingsunterkunft
gerufen worden, nachdem Bewohner dort den 25-Jährigen mit einer
lebensgefährlichen Stichverletzung vor dem Gebäude aufgefunden hatten. Beim
Eintreffen der Polizei waren bereits mehrere Ersthelfer vor Ort, die sich um den
Mann kümmerten, der in der Folge vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und
notoperiert werden musste. Woher die Verletzung kam, hatte keiner der Anwesenden
beobachtet. Gegenüber den Rettungskräften und der Polizei gab der 25-Jährige an,
sich die Verletzung in suizidaler Absicht selbst beigebracht zu haben. Die
unmittelbar eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben zunächst
keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Ereignis.
Erste einige Tage später, am Mittwochvormittag (08.04.2026), offenbarte sich der
25-Jährige bei der Polizei und gab an, dass er in der Gemeinschaftsküche der
Unterkunft von seinem Bekannten, dem 41-Jährigen, angegangen worden sei. Dabei
soll der Ältere ihn plötzlich und unvermittelt mit einem Messer, dass dieser im
Hosenbund getragen haben soll, angegriffen und verletzt haben. Der
lebensgefährlich Verletzte flüchte im Anschluss vor das Haus, wo er von den
Ersthelfern aufgefunden wurde. Aus fortdauernder Angst vor dem Beschuldigten
habe er zunächst von einem Suizidversuch gesprochen.
Aufgrund der nunmehr erfolgten Angaben wurde ein richterlicher Beschluss erwirkt
und die Ermittler durchsuchten am Freitagmorgen neben der Flüchtlingsunterkunft
auch die Wohnung des Beschuldigten in Kirchentellinsfurt.
Der 41-Jährige wurde vorläufig festgenommen und noch am gleichen Tag dem
Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den von der
Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.
Der ukrainische Staatsangehörige wurde in eine Justizvollzugsanstalt
eingeliefert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, insbesondere auch zu den
Hintergründen und dem genauen Ablauf des Geschehens, dauern an. (cw)
Rückfragen bitte an:
Christian Wörner (cw), Telefon 07121/942-1102
Polizeipräsidium Reutlingen
Telefon: Mo. - Fr./7:00 bis 17:00 Uhr: 07121/942-1111
außerhalb dieser Zeiten: 07121/942-2224
E-Mail: reutlingen.pp.pressestelle@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/110976/6253103
OTS: Polizeipräsidium Reutlingen
|