|
Köln (ots) - Während der Schnee schmilzt und die Pegelstände steigen, rückt das
Thema Hochwasser auch politisch wieder in den Fokus. Diskutiert wird über ein
Gesetz, das für Häuser eine verpflichtende Versicherung gegen Schäden durch
Naturgefahren vorsieht. Aber was sagt die Bevölkerung dazu? 62 Prozent der
Menschen in Deutschland befürworten einen solchen obligatorischen Schutz, nur
ein Viertel lehnt ihn ab. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag
der DEVK Versicherungen.
Das eigene Zuhause empfinden viele Menschen als persönliche Wohlfühloase.
Gleichzeitig wissen sie, dass ihr kleines Glück schnell bedroht sein kann - zum
Beispiel durch Naturgefahren. Eine übliche Wohngebäudepolice zahlt zwar bei
Sturm- und Hagelschäden, nicht jedoch bei Ereignissen wie Überflutungen,
Erdbeben oder Lawinen. Dafür ist eine zusätzliche Elementarschadendeckung nötig.
Nach eigener Aussage verfügen 71 Prozent der Immobilienbesitzerinnen und
-besitzer in Deutschland über einen solchen Schutz in der
Wohngebäudeversicherung. Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag der DEVK,
für die Civey 5.000 Menschen online befragt hat. Tatsächlich waren laut dem
Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2024 sogar nur 57
Prozent der Gebäudepolicen entsprechend abgesichert.
Pflichtversicherung im Koalitionsvertrag vereinbart
Fehleinschätzungen vermeiden und im Schadenfall Existenznot verhindern könnte
eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, wie sie die Regierung im
Koalitionsvertrag vereinbart hat. Doch nach ersten Diskussionen ist es still
geworden um das Gesetzesvorhaben. Die Antwort auf eine kleine Anfrage der
Grünen-Fraktion an die Bundesregierung fiel vage aus: Man arbeite an dem Gesetz,
das Opt-out-Modell werde geprüft.
Elementarschutz automatisch angeboten
Diese Angebotspflicht im Neugeschäft hat die DEVK schon vor 15 Jahren
eingeführt. "Bei uns müssen Kundinnen und Kunden seit 2011 die Elementardeckung
bewusst abwählen, wenn sie darauf verzichten möchten", erklärt Dr. Michael Zons,
der im DEVK-Vorstand für das Ressort "Kunde" zuständig ist. "Damit schützen wir
unsere Versicherten vor bösem Erwachen, falls doch was passiert." Im Vergleich
zur Branche sind bei der DEVK seit Jahren mehr Menschen gegen Elementarschäden
abgesichert. Im Dezember 2025 lag die Quote für Wohngebäude bei 67 Prozent. Auch
der GDV befürwortet eine Angebotspflicht im Neugeschäft, die Erweiterung der
Bestandsverträge zu einem Stichtag sowie das Opt-out-Modell.
Pflichtversicherung mehrheitlich gewünscht
Eine echte Pflichtversicherung würde noch weiter gehen: Dann müsste jedes
Wohnhaus in Deutschland gegen weitere Naturgefahren versichert werden - zum
Beispiel ähnlich wie bei der Kfz-Haftpflicht mit unterschiedlichen Beiträgen je
nach Risiko. Aber was hält die Bevölkerung davon? Das Ergebnis zeigt: 62 Prozent
der Befragten sprechen sich für eine solche Pflichtversicherung aus, ein Viertel
ist dagegen. Unter Eigentümerinnen und Eigentümern liegt die Zustimmung sogar
bei 72 Prozent.
Wohnlage realistisch eingeschätzt?
Doch zurück zur Realität: Mehr als 27 Prozent der Befragten geben an, gar nicht
gegen Naturereignisse wie Starkregen versichert zu sein. Als wichtigste Gründe
nennen sie, dass es in ihrer Wohnlage nicht nötig sei (41 Prozent) oder sich der
Eigentümer darum kümmern solle (32 Prozent). In der Gruppe der
Immobilienbesitzenden sagen immerhin 14 Prozent, dass sie keinerlei
Versicherungsschutz gegen Elementarschäden hätten. Der Hauptgrund: Die Wohnlage
erfordere den Schutz nicht. Das meinen hier 62 Prozent und damit die große
Mehrheit. Das ist nachvollziehbar, wenn jemand zum Beispiel eine Wohnung in
einem oberen Stockwerk besitzt. Dennoch unterschätzen viele das tatsächliche
Risiko.
Gesamtkonzept vom GDV schon vorgelegt
"Eine nachhaltige Lösung braucht ein integriertes Gesamtkonzept", betont Dr.
Michael Zons. "Dazu gehören staatliche Prävention, eine verantwortungsbewusste
Bauplanung und eine fundierte Risikobetrachtung. Als DEVK analysieren wir
entsprechende Daten, beraten zum Versicherungsschutz und schaffen Anreize für
mehr Absicherung." Die Umfrage zeigt: Ein verpflichtender Elementarschutz findet
breite Unterstützung - jetzt braucht es ein tragfähiges Gesamtkonzept, um diese
Aufgabe zu meistern. Der GDV hat dazu im Dezember 2025 schon ein wegweisendes
Positionspapier vorgelegt.
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat vom 22.01. bis 29.01.2026 im Auftrag
der DEVK 5.000 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind
repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sowie Menschen mit Wohneigentum. Der
statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 %.
Grafiken, Bilder und Detailergebnisse der Umfrage: https://ots.de/a2R8Hw
Informationen zum DEVK-Angebot: https://www.devk.de/naturgefahren
Das beste Gefühl ist, wenn einfach nichts passiert. Und wenn doch mal was ist,
hilft die DEVK schnell und persönlich weiter. Vor 140 Jahren von Eisenbahnern
für Eisenbahner gegründet krempeln heute rund 7.500 Menschen im Innen- und
Außendienst die Ärmel hoch. Sie kümmern sich um die Anliegen von bundesweit rund
4,2 Millionen Kundinnen und Kunden. Davon sind 577.000 Mitglieder, also
Beschäftigte der Verkehrsbranche und deren Angehörige. Insgesamt betreut die
DEVK rund 15,3 Millionen Verträge in allen Sparten. Nach der Anzahl der Verträge
ist sie Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und sechstgrößter
Haftpflichtversicherer. Dank ihrer guten Kapitalausstattung ist die DEVK
finanzstark, was die "A+"-Ratings der Agenturen Fitch und Standard & Poor's
jeweils mit stabilem Ausblick bestätigen.
Pressekontakt:
DEVK Versicherungen
Maschamay Poßekel
Riehler Straße 190
50735 Köln
Tel. 0221 757-1802
E-Mail: mailto:maschamay.possekel@devk.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/36522/6233112
OTS: DEVK Versicherungen
|