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Krieg im Nahen Osten droht Marktlage zu verschärfen / Wellpappenindustrie befürchtet neue Belastungen durch Energiepreissteigerungen |
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| 11.03.2026 12:55 Uhr |
Verband der Wellpappen-Industrie e. V. |
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Berlin (ots) - Die Wellpappenindustrie sieht sich durch die Auswirkungen des
Krieges im Nahen Osten der Gefahr deutlich verschärfter Marktbedingungen
ausgesetzt, so der Verband der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW). Schon seit
Jahren stellen die gesamtwirtschaftliche Lage und hohe Rohstoffkosten die
Branche vor massive Herausforderungen.
"Es ist unklar, wie lange der Krieg im Nahen Osten anhalten und eine Bedrohung
für unverzichtbare Teile unserer Energieversorgung darstellen wird. Die stark
mittelständisch geprägte Wellpappenindustrie könnte hier jedoch durchaus vor
einer neuen Belastungsprobe stehen", erklärt der Vorsitzende des VDW Dr. Steffen
P. Würth. Besonders große Sorge bereiteten den im VDW organisierten Unternehmen
die Gaspreise. Der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge war die
Versorgungslage mit Erdgas bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026
angespannt. Ein längerer Produktionsausfall infolge des iranischen Angriffs auf
eine zentrale Exportanlage für verflüssigtes Erdgas in Katar könnte diese
Situation signifikant verschlechtern, so die IEA. Laut Medienberichten war an
der niederländischen Börse bei der Notierung für den richtungweisenden
Erdgas-Terminkontrakt TTF zum Wochenstart eine Preissteigerung von rund 30
Prozent auf fast 70 Euro je Megawattstunde (MWh) zu verzeichnen. "Die Nervosität
an den Märkten hat für teilweise sehr sprunghafte Entwicklungen gesorgt. Noch
stärker im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand dabei der Ölpreis - und
auch dieser kann die Wellpappenindustrie in Form höherer Logistikkosten
empfindlich treffen", erläutert der VDW-Vorsitzende. Der Ölpreis stieg- erstmals
seit Beginn des Ukraine-Krieges - wieder auf über 100 Dollar pro Barrel. "Das
kurz darauf zu beobachtende Absinken durch neue Ankündigungen aus Washington
lässt uns bei Weitem noch nicht aufatmen und auf einen nachhaltigen Effekt
vertrauen", mahnt Würth. Die befürchteten Engpässe auf dem Ölmarkt hätten sich
rapide schnell in den Spritpreisen niedergeschlagen. So lag etwa Diesel laut
ADAC am 9. März bei 2,117 Euro pro Liter - 37,1 Cent höher als vor Beginn des
Krieges im Nahen Osten.
Entscheidend sei es zudem, neue drohende Marktverwerfungen auch im Kontext der
beiden vorigen Rezessionsjahre zu bewerten, betont der VDW-Vorsitzende. Diese
seien für die Wellpappenindustrie als Zulieferin zahlreicher anderer Branchen
bereits äußerst herausfordernd gewesen. "Zusätzlich wurden wir bei unserem
wichtigsten Rohstoff Papier sowohl 2024 als auch 2025 jeweils von einer
Kostenwelle überrollt. Unsere Industrie versteht sich zu Recht als sehr
leistungsfähig und hat schon längere Krisen gemeistert. Zunehmend kumulierte
Belastungseffekte können jedoch auch wir nicht dauerhaft auffangen", so das
Fazit von Würth.
Über den Verband der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW)
Der VDW vertritt als Sprachrohr der Wellpappenindustrie die Interessen von
derzeit 30 Mitgliedsunternehmen mit rund 100 Werken und über 18.000
Beschäftigten in ganz Deutschland. Damit repräsentiert der Verband über 80
Prozent der deutschen Wellpappenproduktion. 2024 setzten die im VDW
organisierten Unternehmen 7.414 Millionen Quadratmeter Wellpappe ab. Die
Recyclingquote des Materials liegt bei 95,3 Prozent. Über zwei Drittel aller
Waren in Deutschland werden in Verpackungen aus Wellpappe transportiert.
Pressekontakt:
Sabine Egidius
Leiterin Verbandskommunikation
Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
Tel.: +49 (0) 151 23405755
E-Mail: mailto:egidius@vdw-da.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/71327/6233399
OTS: Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
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