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München (ots) - Über das Osterwochenende, beginnend mit Gründonnerstag (2.
April) bis Sonntag (5. April), kam es im Zuständigkeitsbereich der
Bundespolizeiinspektion München zu mehreren Einsätzen im bahnpolizeilichen
Bereich. Unter anderem wegen exhibitionistischer Handlungen in einer S-Bahn,
einer gefährlichen Körperverletzung nach einem Ladendiebstahl im Hauptbahnhof,
einer Bedrohung mit einem Messer in einer S-Bahn, eines tätlichen Angriffs auf
Bundespolizisten sowie eines besonders schweren Diebstahls im Rangierbahnhof
Milbertshofen wurden Ermittlungen eingeleitet.
S-Bahn S2, Exhibitionistische Handlungen
Am Donnerstag (2. April) gegen 23:15 Uhr kam es in der S-Bahn S2 zwischen Allach
und Dachau zu exhibitionistischen Handlungen durch einen 31-jährigen Deutschen.
Der Mann war lediglich mit einem kurzen Kleid bekleidet, legte sich während der
Fahrt auf den Boden der S-Bahn und präsentierte durch Spreizen der Beine sein
Geschlechtsteil. Mehrere Reisende fühlten sich dadurch belästigt und
informierten eine in der S-Bahn befindliche Streife der Deutschen Bahn
Sicherheit, die das Treiben unterband und die Bundespolizei informierte. Eine
Streife der Bundespolizei traf den Tatverdächtigen sowie die Mitarbeitenden der
Deutschen Bahn Sicherheit nach Ankunft in Dachau an. Geschädigte konnten vor Ort
nicht mehr festgestellt werden. Der Mann, der ohne festen Wohnsitz ist und
bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte polizeilich in Erscheinung trat, wurde
nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mit einem Platzverweis entlassen. Die
Bundespolizei ermittelt wegen exhibitionistischer Handlungen und bittet mögliche
Geschädigte, sich unter 089 515 550 0 zu melden.
München Hauptbahnhof, Gefährliche Körperverletzung nach Ladendiebstahl
Am Freitag (3. April) gegen 13:20 Uhr kam es im Zwischengeschoss des Münchner
Hauptbahnhofs nach einem Ladendiebstahl zu einer körperlichen
Auseinandersetzung. Drei Jugendliche im Alter von 15 und 18 Jahren entwendeten
gemeinschaftlich eine Packung Sushi aus einem Geschäft. Sie wurden durch
Ladendetektive gestellt und in ein Büro gebracht. Dort verhielt sich eine
18-jährige Deutsche aggressiv, beleidigte einen 46-jährigen türkischen
Mitarbeiter und spuckte diesem auf die Kleidung. Im weiteren Verlauf kam es zu
einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Tatverdächtige verletzt
wurde. Sie erlitt eine Beule am Kopf sowie eine blutende Lippe, verweigerte
jedoch eine medizinische Behandlung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen
wurden alle Beteiligten auf freien Fuß belassen. Die Bundespolizei ermittelt
wegen Diebstahls und Körperverletzung.
S-Bahn S3, Bedrohung mit Messer
Ebenfalls am Freitag (3. April) gegen 13:00 Uhr kam es in der S-Bahn S3 zwischen
Hirschgarten und Donnersbergerbrücke zu einer Bedrohung mit einem Messer. Ein
bislang unbekannter Mann rempelte den Kinderwagen eines 35-jährigen Deutschen
an. Als dieser den Mann zur Rede stellte, zog der Tatverdächtige ein
Taschenmesser und führte Schnittbewegungen in Richtung des Geschädigten aus.
Eine konkrete Verletzungsgefahr bestand nach bisherigen Erkenntnissen nicht,
dennoch fühlte sich der Geschädigte bedroht. Der Tatverdächtige verließ die
S-Bahn am Haltepunkt Donnersbergerbrücke und flüchtete in unbekannte Richtung.
Eine Fahndung verlief bislang ohne Erfolg. Durch die Auswertung von
Videoaufzeichnungen konnten Bilder eines Tatverdächtigen gesichert werden.
Beschreibung des Tatverdächtigen: -ca. 45 Jahre, 180-185 cm groß -dunkle, lange
Haare (Zopf) -schwarze Lederjacke, schwarzes Hemd mit Aufdruck -hellblaue Jeans,
blau/weiße Schuhe -schwarzer Rucksack, In-Ear-Kopfhörer -Schmuck an den Händen
Die Bundespolizei bittet Zeugen, die Angaben zum Tathergang oder dem
Tatverdächtigen machen können, sich unter 089 515 550 0 zu melden.
München Hauptbahnhof, Tätlicher Angriff und Widerstand
Am Sonntag (5. April) gegen 12:10 Uhr kam es am Münchner Hauptbahnhof zu einem
Angriff auf einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn sowie zu Widerstandshandlungen
gegenüber Bundespolizisten. Ein 44-jähriger Deutscher wurde durch einen
Bahnmitarbeiter aus einer S-Bahn verwiesen, da er die Abfahrt störte. Daraufhin
griff er den Mitarbeiter körperlich an. Auch gegenüber den eingesetzten
Bundespolizisten verhielt sich der Mann aggressiv und unkooperativ. Er trat nach
einem Beamten, leistete bei der Fesselung erheblichen Widerstand und versuchte
später unter anderem, einen Beamten zu beißen. Während der Maßnahmen verletzte
sich der Tatverdächtige selbst am Kopf. Ein Atemalkoholtest wurde verweigert,
ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Kokain. Der Mann, der derzeit eine
Bewährungsstrafe verbüßt, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft
München I in Haft genommen und wird am 6. April dem Haftrichter vorgeführt. Der
angegriffene Bahnmitarbeiter erlitt Prellungen, alle eingesetzten Beamten
blieben dienstfähig.
Rangierbahnhof Milbertshofen, Besonders schwerer Diebstahl
Am Sonntag (5. April) wurde durch einen Triebfahrzeugführer einer
Diesellokomotive gegen 08:30 Uhr ein Diebstahl am Rangierbahnhof
München-Milbertshofen festgestellt. Unbekannte Täter entwendeten aus einer
abgestellten Diesellokomotive etwa 700 Liter Diesel. Die Lok war zuvor gegen
02:00 Uhr abgestellt worden und wurde seitdem nicht mehr bewegt. Der entstandene
Schaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt. Die Bundespolizei ermittelt wegen
eines besonders schweren Falls des Diebstahls und bittet Zeugen, die im Bereich
des Rangierbahnhofs verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben unter 089 515 550 0
um Hinweise.
Rückfragen bitte an:
Sina Dietsch
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Pressestelle
Telefon: 089 515550-1103
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die
nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße
1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet
sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in
Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben
genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter
www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6249833
OTS: Bundespolizeidirektion München
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