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Stuttgart (ots) -
- Der Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt sich, doch die tatsächliche
Anschlussquote bleibt weiter deutlich hinter dem Netzausbau zurück.
- Politische Weichenstellungen sollen strukturelle Hürden abbauen.
- Der Markt steht vor einer Konsolidierungsphase.
Glasfaser-Internet zwischen Ausbau-Fortschritten und Nachfrageproblem
Das Verbraucherportal DSLWEB hat den neuen DSLWEB Breitband Report Deutschland
2026 veröffentlicht. Der Fokus der aktuellen Ausgabe liegt auf dem
Glasfaserausbau - und auf den strukturellen Herausforderungen, die den Markt in
den kommenden Jahren prägen werden.
"Deutschland kommt beim Glasfaserausbau sichtbar voran, doch der entscheidende
Schritt zum Endkunden gelingt noch zu selten", erklärt DSLWEB-Experte Ingo
Hassa. Zwar wachse die Zahl der erschlossenen Haushalte rasch, die Nachfrage
halte jedoch vielfach nicht Schritt. Der Report macht deutlich: Zwischen
theoretisch möglichen Anschlüssen und tatsächlich realisierten
Glasfaser-Hausanschlüssen klafft weiterhin eine erhebliche Lücke.
Politische Neuregelungen sollen Ausbau 2026 beschleunigen
Für zusätzlichen Rückenwind soll die Politik sorgen. Seit Sommer 2025 gilt der
Glasfaserausbau als "überragendes öffentliches Interesse". Mit einer weiteren
geplanten TKG-Novelle 2026 stehen weitere Maßnahmen an, die
Genehmigungsverfahren vereinfachen und den Ausbau beschleunigen sollen -
insbesondere in Mehrfamilienhäusern, wo der Zugang zur Hausverkabelung bislang
als großes Nadelöhr gilt.
Anbieter müssen ihre Strategien auf den Prüfstand stellen
Eine zentrale Rolle spielt weiterhin die Deutsche Telekom, die auch 2026 mit
einem jährlichen Ausbau von rund 2,5 Millionen Haushalten plant. Auffällig ist
jedoch die strategische Neuausrichtung: Der Fokus verlagert sich zunehmend in
ländliche Regionen. "Dort ist die Anschlussbereitschaft deutlich höher - und
damit auch die Chance, Investitionen schneller zu refinanzieren", erläutert
Hassa.
Auch die lange erwartete Marktkonsolidierung ist Thema im Breitband Report 2026.
Mehr als 300 Unternehmen sind derzeit auf dem deutschen Glasfasermarkt aktiv,
viele davon mit sehr geringer Kundenbasis. Nur ein geringer Teil wird
langfristig überlebensfähig sein. "Wir sehen bereits jetzt, dass Stadtwerke und
kleinere Betreiber ihre Netze verkaufen oder Partnerschaften suchen, um
wirtschaftlich bestehen zu können", so Hassa weiter.
Blick nach vorn: Der lange Weg zur Kupferabschaltung
Zuletzt wirft der Report auch einen Blick auf die langfristige Perspektive: die
Abschaltung des Kupfernetzes. Auch wenn eine vollständige DSL-Abschaltung erst
für die Jahre 2035 bis 2040 erwartet wird, kommt nun Bewegung in den Prozess.
"Die Diskussion um das Ende von DSL zeigt, wie wichtig klare und faire
Übergangsregeln sind - für Anbieter ebenso wie für Verbraucher", betont Hassa.
Neuer Breitband Report ab sofort abrufbar
Die jährlich erscheinende Studie analysiert seit 2007 die zentralen
Entwicklungen auf dem deutschen Breitbandmarkt und liefert ausführliche
Informationen zu den aktuellen Kundenzahlen und Marktanteilen der wichtigsten
Anbieter. Mit dem Breitband Report 2026 liefert DSLWEB erneut einen umfassenden
und unabhängigen Überblick, der sich an Verbraucher, Medien, Unternehmen und
politische Entscheider richtet. Der vollständige Report ist abrufbar unter
https://www.dslweb.de/breitband-report-deutschland-2026.php
Über DSLWEB
Die Tarifexperten von DSLWEB unterstützen Verbraucher seit über 20 Jahren bei
der Suche nach dem besten Angebot in den Bereichen schnelles Internet, TV und
Streaming. Dabei stellt das Verbraucherportal DSLWEB stets die Anforderungen und
Wünsche seiner Nutzer in den Mittelpunkt und bringt durch Marktanalysen und
-reports sowie umfangreichen Hintergrundinformationen Transparenz in den
Tarifdschungel.
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