Stuttgart
Top-News
Stuttgart, Landeshauptstadt
Fläche: 207,36 km²
Einwohner: 587.152
PLZ: 70173
POL-S: Verkehrsunfallbilanz 2025 des Polizeipräsidiums Stuttgart - Gesamtzahl der Unfälle steigt leicht an, Zahl der Verkehrstoten erhöht sich |
||
|
||
|
Stuttgart (ots) - Das Polizeipräsidium Stuttgart veröffentlicht die
Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025. Die Anzahl der polizeilich registrierten
Verkehrsunfälle hat sich im Stadtgebiet zum wiederholten Male leicht erhöht,
bewegt sich jedoch insgesamt auf einem stabilen Niveau. Allgemeine
Verkehrsunfalllage in Stuttgart Insgesamt wurden im Jahr 2025 auf der Gemarkung
Stuttgart 23.371 Verkehrsunfälle polizeilich registriert. Dies entspricht einem
Anstieg von etwa 1,8 Prozent (plus 409 Unfälle) im Vergleich zum Vorjahr. Die
Verteilung der Unfallschwere im Vergleich der Jahre 2024 bis 2025 stellt sich
wie folgt dar: - Verkehrsunfälle mit Personenschaden: Nach 1.780 Unfällen im
Jahr 2024 sank die Zahl im Jahr 2025 auf 1.682 Fälle (- 5,5 Prozent). -
Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden: Hier ist ein Anstieg von 6.175
(2024) auf 6.290 Unfälle im Jahr 2025 (+ 1,9 Prozent) zu verzeichnen. - Übrige
Sachschadensunfälle: Die Zahl stieg von 15.007 (2024) auf 15.399 Unfälle im Jahr
2025 (+ 2,6 Prozent). Die Gesamtzahl der verunglückten Personen ist um 5,6
Prozent auf 2.032 gesunken. Dennoch stieg die Zahl der Schwerverletzten um 6,2
Prozent auf 205 Personen an. Die Anzahl der Leichtverletzten sank um 6,9 Prozent
auf 1.818 Personen. Festzuhalten ist jedoch bedauerlicherweise, dass die Anzahl
der im Straßenverkehr Getöteten von 7 auf 9 anstieg (+ 28,6 Prozent). "Die
aktuellen Zahlen zeigen uns, dass wir in unseren Bemühungen um die
Verkehrssicherheit nicht nachlassen dürfen", betont Polizeipräsident Markus
Eisenbraun. "Auch wenn der Anstieg der Gesamtunfallzahlen mit 1,8 Prozent
moderat ausfällt, macht uns die Zunahme der getöteten und schwerverletzten
Menschen große Sorge. Neun Verkehrstote sind neun zu viel. Unsere Analysen
zeigen deutlich, dass Unachtsamkeit und gravierende Regelverstöße - wie die
Missachtung der Vorfahrt oder das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss -
nach wie vor Hauptursachen für schwere Unfälle sind. Wir werden deshalb auch
2026 den Kontrolldruck hochhalten. Mit gezielter Verkehrsüberwachung und
konsequenter Ahndung von Verstößen, gepaart mit intensiver Präventionsarbeit,
wollen wir das Bewusstsein für ein rücksichtsvolles Miteinander stärken und das
Unfallgeschehen nachhaltig senken." Unter den neun tödlich verunglückten
Personen befanden sich sechs Fußgänger, zwei Autofahrer und eine
Pedelecfahrerin. In vier Fällen setzten die tödlich Verunglückten die Ursache
selbst, bei fünf Fußgängern wurden die Unfälle von anderen Verkehrsteilnehmern
verursacht. Hauptunfallursachen: Der Faktor Mensch Die Hauptunfallursachen
bleiben jährlich wiederkehrend gleich und sind stark durch das Fehlverhalten der
Verkehrsteilnehmenden geprägt. Die drei häufigsten Ursachen waren 2025: 1.
Nichtbeachten der Vorfahrt: 891 Fälle (+ 8,1 Prozent). 2. Fehler beim Abbiegen,
Wenden, Rückwärtsfahren: 852 Fälle (+ 10,4 Prozent). 3. Fehler bei der
Fahrbahnbenutzung: 271 Fälle (+ 28,4 Prozent). Allein die beiden erstgenannten
Ursachen dominieren das Unfallgeschehen mit einem Anteil von zirka 22 Prozent.
Verkehrsunfälle nach Deliktsbereich - Alkoholeinfluss: Die Zahl der Unfälle
unter Alkoholeinfluss sank um 7,7 Prozent auf 215 Fälle. Dabei kam eine Person
ums Leben, elf Personen wurden schwer und 68 leicht verletzt. Zudem registrierte
die Polizei 1.143 folgenlose Trunkenheitsfahrten. - Drogeneinfluss: Im Gegensatz
dazu stiegen die Unfälle unter Drogeneinfluss deutlich um 51,1 Prozent auf 71
Fälle an. Hierbei gab es zwei Getötete, 9 Schwer- und 24 Leichtverletzte. In
nahezu 60 Prozent der Fälle wurde eine Beeinflussung durch THC nachgewiesen.
Außerdem stellte die Polizei 588 folgenlose Fahrten unter Drogeneinfluss fest. -
Unfallflucht: Die Polizei nahm 5.393 Unfälle mit unerlaubtem Entfernen auf (+
2,8 Prozent). Diese führten zu 11 Schwerverletzten und 175 Leichtverletzten.
Michael Saur, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, zeigt sich vor dem
Hintergrund der gravierenden Steigerung der Unfälle unter Drogeneinfluss
kritisch: "Die Teil-Legalisierung von Cannabis hat leider deutlich gezeigt, dass
der erleichterte Zugang zum Konsum keineswegs zu einem verantwortungsvollen und
sicherheitsbewussten Verhalten im Straßenverkehr führt. Weil die Gefahr von
Fahrten unter THC-Einfluss überaus real bleibt, werden wir dieser Entwicklung
mit weiter intensivierten Verkehrskontrollen entschlossen entgegentreten und
Drogenfahrten konsequent verfolgen." Entwicklung und Folgen des Unfallgeschehens
der Jahre 2024 bis 2025: Zweiräder und Elektrokleinstfahrzeuge - Motorisierte
Zweiräder: Das Unfallgeschehen ging auf 335 Fälle zurück (- 9,7 Prozent). Dabei
wurden 40 Personen schwer und 198 leicht verletzt. Todesopfer waren in dieser
Gruppe im Jahr 2025 nicht zu beklagen. In 82 Fällen verursachten die
Zweiradfahrer die Unfälle selbst, in 64 Fällen waren sie alleinbeteiligt. -
Fahrrad: Auch hier reduzierte sich die Zahl der Unfälle auf 405 (- 7,1 Prozent).
42 Radfahrer wurden schwer, 274 leicht verletzt; es gab keine Getöteten. Etwas
mehr als die Hälfte der Unfälle verursachte der Radverkehr selbst. Hauptursachen
waren hierbei eine falsche Fahrbahnbenutzung, das Nichtbeachten der Vorfahrt und
eine nicht angepasste Geschwindigkeit. - Pedelec: Bei den Pedelecs sank die Zahl
der Unfälle um 9,3 Prozent auf 225. Eine alleinbeteiligte Fahrerin erlag ihren
schweren Verletzungen. Zudem gab es 34 Schwer- und 163 Leichtverletzte. Auch
hier waren die falsche Fahrbahnbenutzung, Vorfahrtsverstöße und unangepasste
Geschwindigkeit die häufigsten Eigenursachen. - Elektrokleinstfahrzeuge
(E-Scooter): Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich bei den E-Scootern ein Anstieg
auf 168 Unfälle (+ 14,3 Prozent). Neun Nutzer wurden schwer, 103 leicht
verletzt. In 78 Prozent der Fälle verursachten die Nutzer den Unfall selbst.
Dominiert wurden die Ursachen von mangelnder Verkehrstüchtigkeit
(Alkoholbeeinflussung) und Fehlern bei der Fahrbahnbenutzung, gefolgt von
Überladung (verbotenes Fahren zu zweit), Geschwindigkeit und
Vorfahrtsmissachtungen. Fußgänger und Stadtbahnverkehr - Zu Fuß Gehende - eine
traurige Bilanz: Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung nahmen um 18,3 Prozent
auf 291 Vorfälle zu. Sechs Fußgänger wurden getötet, 40 schwer und 208 leicht
verletzt. In 67 Prozent der Fälle wurden diese Unfälle durch den Fahrverkehr an
Überwegen, Furten oder beim Abbiegen verursacht. Bei rund 33 Prozent lag ein
Fehlverhalten der Fußgänger vor. - Stadtbahn: Die Zahl der Unfälle mit
Stadtbahnbeteiligung sank leicht auf 104 Fälle (- 2,8 Prozent). Ein Fußgänger
wurde beim verbotenen Queren der Gleise tödlich verletzt. Zudem gab es 18
Schwer- und 61 Leichtverletzte. In rund 72 Prozent der Fälle waren andere
Fahrzeugführende verantwortlich, häufig durch Missachten der Vorfahrt, Fehler
beim Abbiegen oder Wenden sowie Nichtgewähren des Vorrangs. Risikogruppen im
Straßenverkehr - Kinder (0-13 Jahre): Die Unfälle unter Beteiligung von Kindern
stiegen auf 92 an (+ 9,5 Prozent). Dabei wurde ein Kind getötet, 10 erlitten
schwere und 63 leichte Verletzungen. - Junge Erwachsene (18-24 Jahre): In dieser
Gruppe registrierte die Polizei 1.207 Unfälle (+ 1,9 Prozent). Todesopfer gab es
nicht, jedoch 16 Schwer- und 214 Leichtverletzte. - Senioren (ab 65 Jahren):
Hier kam es zu 1.442 Unfällen (+ 2,3 Prozent). Sechs Senioren wurden getötet, 39
schwer und 166 leicht verletzt. Um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu
verbessern und Unfälle zu reduzieren, wird das Polizeipräsidium Stuttgart auch
2026 die gezielte Verkehrsüberwachung - insbesondere mit Fokus auf das
regelkonforme Fahrverhalten, die Überwachung an Kreuzungen sowie die Bekämpfung
von Alkohol- und Drogenfahrten - konsequent fortsetzen. |
||
| Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Stuttgart Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung |
Eventsuche
|
|
TOP-News aus Stuttgart |
