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Trier (ots) - Im Jahr 2025 liegt die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle im
Polizeipräsidium Trier bei 23.326. Im Vergleich zum Vorjahr markiert das einen
Rückgang um 2,2 Prozent. Zudem liegt die Gesamtunfallzahl damit unter dem
Mittelwert der Jahre 2021 bis 2024 (Mittelwert: 23.532). Das ist bemerkenswert,
da die Unfallzahlen 2021 noch durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie
beeinflusst und niedriger als in typischen Jahren sind.
Gleichzeitig ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten oder
Getöteten im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen. Während es etwas
weniger Unfälle mit Schwerverletzten gab, wurden häufiger Menschen leicht
verletzt. Auch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen ihr Leben verloren, ist
leicht gestiegen. In absoluten Zahlen gab es 2025 mit 25 tödlich verlaufenden
Unfällen insgesamt 3 mehr als im Vorjahr (2024: 22). Das fünfjährige Mittel
liegt bei 28 Verkehrsunfällen mit Getöteten, sodass sich die Zahlen trotz dieses
bedauerlichen Anstiegs im Fünf-Jahres-Vergleich weiterhin im leichten
Abwärtstrend befinden. Insgesamt verloren 2025 bei diesen 25 Verkehrsunfällen in
der Region 30 Menschen ihr Leben.
Hinsichtlich der Altersstruktur der Verkehrsunfall-Beteiligten ergeben sich die
folgenden Kernaussagen: Im Fünf-Jahres-Trend ist ein leichter Anstieg an
Unfällen zu beobachten, an denen Kinder bis 14 Jahren beteiligt waren. Im Jahr
2025 verloren drei Kinder bei einem Verkehrsunfall ihr Leben, wobei insgesamt
weniger Kinder verletzt wurden als in den Jahren zuvor (2025: 161;
5-Jahres-Mittel: 195). In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ist im Vergleich zu
den Vorjahren ein Rückgang der Gesamtunfallzahl zu verzeichnen. Unter den
sogenannten Jungen Fahrenden starben bei Verkehrsunfällen in 2025 drei Menschen.
Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren sind zunehmend an Verkehrsunfällen
beteiligt. Im Fünf-Jahres-Vergleich besteht in dieser Altersgruppe ein stetiger
Aufwärtstrend. Elf Menschen über 65 Jahren wurden bei Verkehrsunfällen getötet.
Alle drei Altersgruppen sind in jeweils über 70 Prozent der Unfälle, an denen
sie beteiligt sind, auch die Hauptverursacher. Junge Fahrende sind im Bezug auf
ihren Bevölkerungsanteil bei Verkehrsunfällen zudem deutlich überrepräsentiert.
Aufgeschlüsselt nach Art des Verkehrsmittels ergeben sich folgende Trends: Trotz
leichtem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt die Anzahl der Unfälle, an den
Radfahrende beteiligt sind, im langjährigen Abwärtstrend. Gerade im Hinblick auf
die zunehmende Popularität von E-Bikes und Pedelecs ist diese Entwicklung
besonders vielversprechend. Bei Betrachtung der Unfälle mit
Elektrokleinstfahrzeugen, überwiegend sogenannte E-Scooter, lässt sich ein
gegensätzlicher Trend beobachten. Mit wachsender Popularität steigen auch die
Unfallzahlen deutlich an - zuletzt um 64,9 Prozent von 57 auf 94 Fälle. Auch bei
der Beteiligung von Motorradfahrenden und LKW-Fahrenden ist im
Fünf-Jahres-Vergleich ein leichter Aufwärtstrend erkennbar.
Zuletzt folgt ein Blick auf die Hauptunfallursachen im Jahr 2025.
Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (Alkohol, Cannabis und
andere Drogen) gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück, ein eindeutiger
Trend lässt sich in den vergangenen fünf Jahren allerdings nicht ablesen. Von
den insgesamt 30 Verkehrstoten starben vier Menschen bei einem Unfall, bei dem
mindestens einer der Beteiligten zuvor Alkohol getrunken hatte. Die Anzahl der
Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ist weiterhin hoch, aber
leicht rückläufig. Bei 14 Unfällen dieser Ursache starben Menschen. Wie auch in
den Jahren zuvor bleibt Wild auf der Fahrbahn die Hauptunfallursache im
Polizeipräsidium Trier und machte im vergangenen Jahr rund 27 Prozent aller
Unfälle aus.
Polizeipräsidentin Anja Rakowski resümiert: "Der Rückgang der Gesamtunfallzahlen
bestärkt uns in unseren Bemühungen weiterhin intensiv auf die "Vision Zero"
hinzuarbeiten. Null Verkehrstote auf unseren Straßen ist und bleibt unser
höchstes Ziel in der Verkehrssicherheitsarbeit. Dafür brauchen wir auch die
Unterstützung jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers: Bleiben Sie aufmerksam und
nehmen Sie Rücksicht, lassen Sie das Smartphone in der Tasche, passen Sie Ihre
Geschwindigkeit den Gegebenheiten an und setzen Sie sich niemals unter Alkohol-
oder Drogeneinfluss ans Steuer. Gemeinsam können wir jeden Tag dafür sorgen,
unsere Straßen noch sicherer zu machen."
Genaue Zahlen und nähere Informationen zu allen Risikogruppen und Unfallursachen
finden sich in der ausführlichen Verkehrsunfall-Statistik des Polizeipräsidiums
Trier (im Anhang). Auf der folgenden Website sind auch die Berichte der anderen
rheinland-pfälzischen Präsidien abrufbar: https://s.rlp.de/YSXrl
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Trier
Jana Ernst
Telefon: 0651 983-40024
E-Mail: pptrier.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.trier
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/117701/6252800
OTS: Polizeipräsidium Trier
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