|
Nürnberg (ots) - Ein 4-Jahresvergleich der Angebotsmieten von Bestandswohnungen
in den 80 deutschen Großstädten von immowelt zeigt:
- Großstadt-Mieten seit 2022 um durchschnittlich 13,7 Prozent gestiegen - Berlin
mit stärkster Verteuerung (+22,3 Prozent)
- Mietanstiege vor Hintergrund allgemeiner Teuerung: Inflation im selben
Zeitraum bei rund 16 Prozent; Bau- und Handwerkerkosten sogar noch deutlicher
gestiegen
- Mögliche Folge der Autokrise: Wolfsburg (+3,7 Prozent) mit schwächstem
Mieten-Plus aller Großstädte
- Höchste Quadratmeterpreise in München (20,74 Euro), Frankfurt (16,32 Euro) und
Stuttgart (15,02 Euro)
- Deutliche Anstiege in günstigeren Städten: Krefeld (+21,8 Prozent) und Hagen
(+20,9 Prozent)
Die Situation auf den großstädtischen Mietmärkten hat sich in den vergangenen 4
Jahren deutlich zugespitzt. Nicht nur in den ohnehin hochpreisigen Metropolen,
sondern auch in mehreren bislang vergleichsweise günstigen Städten haben sich
Mietwohnungen spürbar verteuert. Wie eine aktuelle immowelt Analyse zeigt,
erhöhten sich die Angebotsmieten in den 80 deutschen Großstädten seit 2022 um
durchschnittlich 13,7 Prozent - in der Spitze sogar um 22 Prozent. Die
Mietanstiege haben sich vor dem Hintergrund der allgemein starken Teuerung seit
Ausbruch des Ukraine-Krieges vor 4 Jahren vollzogen. Die Inflationsrate lag im
selben Zeitraum bei rund 16 Prozent[1], die Baukosten (+24 Prozent)[2] und
Handwerkerkosten (+25 Prozent)[3] sind sogar noch stärker gestiegen.
Gleichzeitig haben sich allerdings auch die Nominallöhne in Deutschland seit
2022 um etwa 16 Prozent[4] erhöht. Für die Analyse wurden die durchschnittlichen
Angebotsmieten von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock,
Baujahr 1990er-Jahre) in den deutschen Großstädten zum 1. März 2026 und 2022
miteinander verglichen.
"Die seit 2022 deutlich gestiegenen Zinsen und Baukosten haben den Neubau in
Deutschland einbrechen lassen. Gleichzeitig weichen Kaufinteressenten mangels
Finanzierbarkeit auf den Mietmarkt aus", sagt immowelt CEO Theo Mseka. "Hinzu
kommt, dass sich der ohnehin große Wohnungsbedarf durch Geflüchtete aus der
Ukraine noch zusätzlich erhöht hat. Auch belasten gestiegene Kosten für
Handwerker die vermietenden Eigentümer. Die Folge sind deutliche
Mietpreisanstiege in fast allen Großstädten."
Berlin mit stärkster Verteuerung
Den stärksten Anstieg aller Großstädte verzeichnet Berlin, wo die Mieten seit
2022 um 22,3 Prozent nach oben geschnellt sind. Kostete der Quadratmeter vor 4
Jahren noch 11,62 Euro, liegt die aktuelle Angebotsmiete einer Bestandswohnung
bei durchschnittlich 14,21 Euro. Der enorme Wohnungsmangel in der Hauptstadt und
eine durch Zuzug stetig wachsende Einwohnerzahl sorgen dafür, dass die Mieten
schneller steigen als in jeder anderen deutschen Großstadt. War Berlin 2022 noch
die siebtteuerste Großstadt, liegt die Bundeshauptstadt inzwischen auf Platz 4.
Wolfsburg Schlusslicht bei Mietanstiegen - Folge der Autokrise?
Die geringste Verteuerung weist dagegen Wolfsburg auf. Hier legten die
Angebotsmieten seit 2022 lediglich um 3,7 Prozent auf aktuell 8,03 Euro zu.
Damit liegt die Mietentwicklung in Wolfsburg auch deutlich unter der deutschen
Inflationsrate von rund 16 Prozent im selben Zeitraum. Ein möglicher Grund
könnte die angespannte Lage in der Automobilindustrie sein, die die lokale
Nachfrage am Wolfsburger Wohnungsmarkt dämpft. In anderen Autostädten wie
Ingolstadt, Stuttgart oder Saarbrücken lassen sich bislang allerdings keine
vergleichbaren Auswirkungen der Krise auf die Mietpreise erkennen. Hier ist es
im 4-Jahresvergleich jeweils zu zweistelligen prozentualen Zuwächsen gekommen.
München 1,5-mal teurer als Hamburg
Mit Abstand am teuersten ist es für Wohnungssuchende in München. Die
durchschnittliche Angebotsmiete einer Bestandswohnung in der Isarmetropole ist
binnen 4 Jahren von 18,27 Euro auf 20,74 Euro pro Quadratmeter gestiegen (+13,5
Prozent). Damit zahlen Suchende in der bayerischen Landeshauptstadt derzeit
1,5-mal so viel wie in Hamburg, wo der Quadratmeter im Schnitt 13,26 Euro kostet
(+15,8 Prozent).
Hinter München folgen im Mietpreis-Ranking Frankfurt am Main (16,32 Euro; +13,2
Prozent) und Stuttgart (15,02 Euro; +11,7 Prozent).
Eine Verschiebung zeigt sich unterdessen im Rheinland: Düsseldorf ist mit 13,84
Euro pro Quadratmeter (+17,5 Prozent) anders als noch vor 4 Jahren inzwischen
teurer als Köln (13,43 Euro; +12,0 Prozent).
Deutliche Anstiege in Nordrhein-Westfalen
Neben den hochpreisigen Metropolen ist es auch in mehreren bislang
vergleichsweise günstigen Städten zu spürbaren Mietanstiegen gekommen. Das gilt
besonders für Nordrhein-Westfalen, wo Krefeld (+21,8 Prozent auf 9,84 Euro) und
Hagen (+20,9 Prozent auf 7,97 Euro) die bundesweit zweit- und drittstärksten
Verteuerungen verzeichnen. Grund für diese Dynamik ist zum einen das niedrige
Ausgangsniveau dieser Städte, das mehr Spielraum für Anstiege lässt. Auch
könnten Ausweichbewegungen aus teureren Städten wie Düsseldorf dazu geführt
haben, dass die Nachfrage und damit die Mieten an günstigeren Standorten spürbar
anziehen.
Überdurchschnittliche Anstiege gab es auch in mehreren ostdeutschen Großstädten.
In Dresden (9,29 Euro) beträgt das Plus bei Neuvermietungen 16,1 Prozent binnen
4 Jahren, in Leipzig (9,49 Euro) 15,9 Prozent. Noch deutlicher fallen die
Zuwächse in Halle (Saale) (+17,0 Prozent auf 8,46 Euro) und Erfurt (+16,7
Prozent auf 9,16 Euro) aus.
Ausführliche Tabellen zu den 80 deutschen Großstädten stehen hier zum Download
bereit. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group2/import/Redaktion/Pressemitte
ilungen/2026/2026_03_26_Tabellen_80_Staedte_Mieten.pdf)
Private Vermieter inserieren bei immowelt einen Monat kostenlos. Hier ganz
einfach die eigene Immobilie vermieten.
(https://www.immowelt.de/anbieten/wohnung-vermieten)
Informationen zum aktuellen Mietpreisniveau in Ihrer Stadt liefert die immowelt
Mietmap. (https://www.immowelt.de/immobilienpreise/mietpreise/deutschland)
Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte
Angebote in den deutschen Großstädten. Die mittels hedonischer Verfahren
errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75
Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 01.03.2026 sowie
deren Entwicklung im Vergleich zum 01.03.2022 wieder. Bei den Mietpreisen
handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.
Diese und andere Pressemitteilungen von immowelt.de finden Sie in unserem
Pressebereich
(https://www.immowelt.de/ueberuns/presse/pressemitteilungenkontakt/) .
Über immowelt:
Das Immobilienportal immowelt.de ist einer der führenden Online-Marktplätze für
Miet- und Kaufimmobilien in Deutschland. Die Plattform bringt seit über 30
Jahren erfolgreich Eigentümer, Immobilienprofis und Suchende zusammen. Die
immowelt Mission ist es, künftig alle Schritte der Immobilientransaktion zu
digitalisieren, um diese für alle Beteiligten so unkompliziert und einfach wie
möglich zu gestalten. immowelt unterstützt mit datengestützten Services die
unkomplizierte Suche nach einer Mietwohnung, die effektive Vermarktung einer
Immobilie und maßgeschneiderte Finanzierungen der eigenen vier Wände. Dank
jahrzehntelanger Erfahrung und breitem Immobilien-Know-how kreiert immowelt so
das perfekte Erfolgserlebnis für Mieter und Vermieter, Immobilienprofis,
Immobilieneigentümer und Käufer.
Betrieben wird immowelt.de von der AVIV Germany GmbH, die zur AVIV Group gehört,
einem der größten digitalen Immobilien-Tech-Unternehmen der Welt.
[1] Destatis (https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/61111/t
able/61111-0002) : Verbraucherpreisindex: Deutschland (Februar 2022 - Februar
2026)
[2] Destatis (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren
/Preise/bpr110.html#241648) : Baupreisindex für Wohngebäude (Q1/2022 - Q4/2025)
[3] Destatis (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren
/Preise/bpr210.html#241660) : Preisindex für Instandhaltung (Q1/2022 - Q4/2025;
Mittelwert für Instandhaltung von Wohngebäuden und in einer Wohnung)
[4] Destatis (https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/62361/t
able/62361-0010) : Nominallohnindex: Deutschland (Durchschnitt 2025 vs.
Durchschnitt 2022)
Pressekontakt:
AVIV Germany GmbH
Ostendstraße 113
90482 Nürnberg
Barbara Schmid
+49 (0)911/520 25-808
mailto:presse@immowelt.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24964/6243692
OTS: immowelt
|