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Wendelsheim (ots) - Wie gut kennen die Deutschen Parkinson wirklich? Der erste
Parkinson Awareness Monitor, eine repräsentative Bevölkerungsumfrage unter 1.000
Menschen in Deutschland, zeigt: Die Bereitschaft zur Früherkennung ist
überwältigend - aber das Wissen über die Erkrankung bleibt lückenhaft. Die
Studie wurde vom Biotech-Unternehmen MODAG in Auftrag gegeben. Anlass ist der
Welt-Parkinson-Tag am 11. April.
57,9 Prozent der Befragten ordnen Parkinson korrekt als chronische Erkrankung
des zentralen Nervensystems ein. Doch mehr als vier von zehn Deutschen liegen
falsch: 23,8 Prozent verwechseln die Erkrankung mit einer degenerativen Störung
des Bewegungsapparates, weitere halten sie für eine psychische Störung oder eine
Durchblutungserkrankung.
Bei den Symptomen dominiert das Klischee: 80,8 Prozent nennen Zittern und
Bewegungssteifheit. Doch die oft entscheidenden Frühwarnzeichen kennt kaum
jemand - den schleichenden Verlust des Geruchssinns (12,5 Prozent),
Schlafstörungen (11,1 Prozent) oder chronische Verdauungsprobleme (9,6 Prozent).
Dabei treten diese Symptome häufig Jahre vor den motorischen Einschränkungen
auf.
Auch bei der Diagnose bestehen große Irrtümer: Nur 29,5 Prozent wissen, dass die
Parkinson-Diagnose oft ein jahrelanger Prozess ist. 38,4 Prozent glauben
fälschlicherweise, ein einfacher Test beim Hausarzt oder Genetik-Spezialisten
könne die Erkrankung bereits heute feststellen. Gleichzeitig fühlen sich nur
19,2 Prozent sicher, erste Anzeichen bei sich oder Angehörigen rechtzeitig zu
erkennen.
Die Bereitschaft, sich testen zu lassen, ist eindeutig: 40 Prozent würden einen
sicheren Parkinson-Früherkennungstest sofort durchführen lassen, weitere 44,2
Prozent nach ärztlicher Rücksprache. 72,7 Prozent sind überzeugt, dass eine
frühe Diagnose den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann. Doch 49,6
Prozent fühlen sich durch Medien und Aufklärungskampagnen über die Möglichkeiten
der Früherkennung schlecht oder gar nicht informiert.
Die größte Sorge bei einer möglichen Diagnose: 64,5 Prozent fürchten den Verlust
ihrer Selbstständigkeit im Alltag. 39,1 Prozent sorgen sich, dass es keine
effektiven Therapien gibt, und 24 Prozent haben Angst, gesellschaftlich als
"nicht mehr voll belastbar" oder "geistig eingeschränkt" abgestempelt zu werden.
Dr. Torsten Matthias, Geschäftsführer der MODAG GmbH , kommentiert: "80 Prozent
der Befragten kennen das Zittern als Symptom - aber die frühen Warnsignale wie
den Verlust des Geruchssinns oder Schlafstörungen kennt fast niemand. Solange
Parkinson in den Köpfen eine reine Zitterkrankheit bleibt, kommen Betroffene zu
spät zum Arzt. Dieses Bild müssen wir korrigieren und die Aufklärungslücke
schließen. Aus diesem Grund haben wir einen objektiven Nachweis entwickelt, den
weltweit ersten Test für Parkinson, der die Erkrankung mit einer
hundertprozentigen Spezifität nachweist."
Prof. Dr. Johannes Levin, Chief Medical Officer bei MODAG , ordnet ein: "Die
Umfrage bestätigt, was wir in der klinischen Praxis täglich erleben: Patienten
benötigen oft zwei bis drei Jahre, bis die Diagnose gesichert ist. In dieser
Zeit leben sie in Unsicherheit. Frühzeitige Klarheit würde ihnen ermöglichen,
schnell eine effektive symptomatische Therapie zu beginnen und ihr Leben aktiv
zu planen, statt abzuwarten."
Eine Übersicht der Umfrage-Ergebnisse inkl. Visualisierungen ist hier verfügbar:
https://researchdashboard.io/#/de/survey/public/link/mcUGId2jO
Pressekontakt:
Nils Wigger
+49 (0)176 722 91 461
mailto:n.wigger@dunkelblau360.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182300/6251075
OTS: MODAG GmbH
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