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WIESBADEN (ots) -
- Je geringer das Haushaltseinkommen, desto niedriger ist der Anteil von
Elektroautos oder Plug-in-Hybriden
- Elektromobilität bei Paaren mit Kindern häufiger vertreten als bei Paaren ohne
Kinder
- Anteil von E-Autos und Plug-in-Hybriden an Neuzulassungen 2025 bei 30,0 %
Ab diesem Jahr möchte die Bundesregierung eine Förderung beim Kauf oder beim
Leasing eines neuen E-Autos oder Plug-in-Hybrids durch Privatpersonen einführen.
Bei der Förderung soll es auch einen Bonus für Familien und Haushalte mit
niedrigeren Einkommen geben. Lediglich 1,3 % der Haushalte mit einem monatlichen
Haushaltsnettoeinkommen unter 2 600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder
einen Plug-in-Hybrid, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Bei
Haushalten mit einem Einkommen von 2 600 bis unter 3 600 Euro monatlich waren es
3,5 %, bei einem Einkommen von 3 600 bis unter 5 000 Euro monatlich 5,4 %.
Dagegen besaßen 13,4 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen
von 5 000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride.
Insgesamt besaßen 6,0 % der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein
Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 % der
Privathaushalte mindestens einen Pkw - egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner
oder Diesel.
Knapp 12 % der Paarhaushalte mit Kindern fahren elektrisch
Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen
Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 % der Paarhaushalte mit Kindern
besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 % der Paarhaushalte ohne
Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder
Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 % der
Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 % und bei Paaren mit drei und mehr
Kindern 10,7 %. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 % der Haushalte diese Art von
Fahrzeug.
Vorwiegend elektrisch betriebene Neuwagen oder Leasingfahrzeuge in den
Haushalten
Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen,
waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 %)
besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften
Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 % dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto
oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen
besaßen 15,2 % der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid
vorhanden war.
Anteil der neu zugelassenen Pkws mit Elektroantrieb zuletzt wieder gestiegen
Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt
wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes
30,0 % aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines
Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben
noch 20,3 % aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856 500
elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545 100 rein
batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 % aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres
2025 ausmachten (2024: 13,5 %).
160 000 öffentliche Ladestationen in Deutschland
Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist
eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160 000 öffentliche
Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36 000
Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der
Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es
verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste
ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern,
vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche
Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten
zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30
Minuten.
Methodische Hinweise:
Die Ergebnisse zur Ausstattung der Haushalte mit PKW, E-Autos und
Plug-in-Hybriden stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)
2023. In Haushalten mit mehr als einem PKW können die einzelnen PKW
unterschiedlicher Herkunft sein: neu gekauft, gebraucht gekauft oder geleast.
Die Summe der Ausstattungsgrade der einzelnen Herkunftsarten ist deshalb größer
als 100 %. Zu den geleasten PKW zählen auch Firmenwagen, die privat genutzt
werden dürfen.
Die EVS ist die größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik,
die alle fünf Jahre stattfindet. An der EVS 2023 nahmen rund 54 000 private
Haushalte teil. Die EVS 2023 hat eine umfangreiche Neukonzeption erfahren. Unter
anderem wurde die Ausstattung der Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern zu
Beginn des jeweiligen Anschreibequartals erfasst und nicht mehr zum Stichtag
1.1. Die Neuerungen sind daher auch mit Einschränkungen bei der Vergleichbarkeit
der Ergebnisse mit den Vorjahren verbunden. Ausführliche Informationen hierzu
bietet eine Sonderseite im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse der EVS sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes
auf den Themenseiten "Ausstattung mit Gebrauchsgütern" sowie "Konsumausgaben und
Lebenshaltungskosten" und in GENESIS-Online (Tabellen 63221) verfügbar. Auf den
Themenseiten sind unter anderem ein Statistischer Bericht sowie der
Qualitätsbericht verfügbar.
Die regionalen Unterschiede bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur für
Elektrofahrzeuge und deren Erreichbarkeit lassen sich anhand von interaktiven
Karten im Deutschlandatlas nachvollziehen.
Daten zu Neuzulassungen von Elektroautos nach Mitgliedsstaaten der EU bietet die
Themenseite "Europa in Zahlen" sowie die Eurostat-Datenbank.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
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OTS: Statistisches Bundesamt
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