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WIESBADEN (ots) - Produktion im Produzierenden Gewerbe
Februar 2026 (real, vorläufig):
-0,3 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
0,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Januar 2026 (real, revidiert):
0,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,9 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach
vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2026
gegenüber Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % gesunken. Im
weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Dezember 2025 bis
Februar 2026 um 0,4 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im Januar 2026
blieb die Produktion nach Revision der vorläufigen Ergebnisse auf dem Niveau des
Vormonats (0,0 %; vorläufiger Wert: -0,5 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat
Februar 2025 blieb die Produktion im Februar 2026 kalenderbereinigt unverändert
(0,0 %).
Produktionsrückgang im Baugewerbe, Anstieg in der Automobilindustrie
Der Rückgang im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat ist auf die
Produktionsrückgänge im Baugewerbe (-1,2 %), im Bereich Herstellung von
Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 %)
und in der Pharmaindustrie (-4,4 %) zurückzuführen. Positiv wirkte sich hingegen
der Anstieg in der Automobilindustrie (+1,7 %) aus.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe)
sank im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,1
%. Dabei sank die Produktion von Konsumgütern um 1,5 %. Die Produktion von
Vorleistungsgütern stieg dagegen um 0,4 % und die Produktion von
Investitionsgütern stieg um 0,1 %. Außerhalb der Industrie stieg die
Energieerzeugung um 0,3 %.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 sank die Industrieproduktion
kalenderbereinigt um 0,6 %.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gestiegen
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Februar 2026
gegenüber Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gestiegen. Im
Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen
von Dezember 2025 bis Februar 2026 auf dem Niveau der drei vorangegangenen
Monate (0,0 %). Verglichen mit dem Vorjahresmonat Februar 2025 war die
energieintensive Produktion im Februar 2026 kalenderbereinigt um 0,1 % höher.
Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf
der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des
Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen
Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der
Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal.
Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der
kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen
Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten
unabhängig.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende
Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des
Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und
Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich
gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im
Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe
2026 (GP 2026), die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der
Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008
(WZ 2008) änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der
Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung
betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate
) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne
Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der
Wirtschaftszweige.
Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders
hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das
Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen
Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17
%. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000
Industriebetrieben in Deutschland tätig.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres
Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der
Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) abweichen. Eine
Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie,
Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu
finden.
Weitere Informationen:
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe
können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank
GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive
Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen,
Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite
"Konjunkturindikatoren" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige
sind auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" verfügbar.
Der Produktionsindex ist auch im "Dashboard Konjunktur"
(www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das
Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und
weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt,
Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
Telefon: +49 611 75 2806
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6251770
OTS: Statistisches Bundesamt
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