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Exporte im April 2026: +0,9 % zum März 2026

9.06.2026 10:13 Uhr Statistisches Bundesamt

WIESBADEN (ots) - Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), April 2026

136,6 Milliarden Euro

+0,9 % zum Vormonat

+3,6 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), April 2026

122,1 Milliarden Euro

+1,2 % zum Vormonat

+6,2 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), April 2026

14,5 Milliarden Euro

Im April 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 % und die Importe um 1,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 nahmen die Exporte um 3,6 % und die Importe um 6,2 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Im April 2026 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 136,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 122,1 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im April 2026 mit einem Überschuss von 14,5 Milliarden Euro ab. Im März 2026 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +14,7 Milliarden Euro betragen. Im April 2025 hatte er bei +16,9 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 79,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 61,0 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber März 2026 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 1,0 % und die Importe aus diesen Staaten um 0,4 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 54,8 Milliarden Euro (+0,1 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 41,6 Milliarden Euro (+2,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 24,3 Milliarden Euro (+3,0 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,4 Milliarden Euro (-3,4 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im April 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 57,5 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 61,1 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber März 2026 stiegen die Exporte in die Drittstaaten um 0,7 % und die Importe von dort um 2,0 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im April 2026 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 11,4 Milliarden Euro exportiert, das waren 1,8 % mehr als im März 2026. Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2025 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 12,9 % niedriger. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 9,5 % auf 6,7 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken im April 2026 im Vergleich zum März 2026 um 3,5 % auf 5,8 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im April 2026 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 0,2 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,6 % auf 8,6 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 4,7 % auf 3,3 Milliarden Euro ab.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im April 2026 Waren im Wert von 136,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 122,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 stiegen die Exporte damit um 3,6 % und die Importe um 6,3 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im April 2026 mit einem Überschuss von 14,2 Milliarden Euro ab. Im April 2025 hatte der Saldo +16,6 Milliarden Euro betragen.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

Ausführliche Erläuterungen zur Kalender- und Saisonbereinigung enthält das Methodenpapier "Saisonbereinigung im Außenhandel". Bei kalender- und saisonbereinigten Werten handelt es sich immer um errechnete fiktive Werte. Ein Vergleich zwischen bereinigten und unbereinigten (nominalen) Reihen ist daher nicht sinnvoll.

Bei den Ergebnissen in dieser Pressemitteilung handelt es sich um vorläufige Ergebnisse der monatlichen Außenhandelsstatistik. Aussagen zu den Gründen für Veränderungen im Außenhandel insgesamt oder mit einzelnen Staaten oder Staatengruppen sind zu diesem frühen Zeitpunkt aufgrund noch nicht vorliegender Detailergebnisse nicht möglich.

Weitere Informationen:

Weitere kalender- und saisonbereinigte Ergebnisse der Außenhandelsstatistik bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000-0020 und 51000-0021). Dort sind auch erste vorläufige nominale Ergebnisse des Berichtsmonats April 2026 abrufbar (Tabellen 51000-0002, 51000-0004 und 51000-0006). Diese ersten vorläufigen Ergebnisse werden am 19. Juni 2026 zeitgleich mit der Veröffentlichung der vollständigen Detailergebnisse für den Berichtsmonat (Tabellen 51000) aktualisiert.

Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte: Außenhandel Telefon: +49 611 75 2481 www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt Pressestelle www.destatis.de/kontakt Telefon: +49 611-75 34 44

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6290544 OTS: Statistisches Bundesamt


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Statistisches Bundesamt
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