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HZA-BS: Schwarzarbeit im Transportgewerbe - ZOLL durchsucht in mehreren Objekten in Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt und Wolfsburg (FOTO) |
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| 19.03.2026 10:10 Uhr |
Hauptzollamt Braunschweig |
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Braunschweig (ots) - Etwa 30 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle
Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts (HZA) Braunschweig haben am Montagmorgen,
den 16.03.2026, mehrere Durchsuchungsbeschlüsse im Auftrag der
Staatsanwaltschaft Hildesheim vollstreckt. Darunter Wohn- und Geschäftsadressen
sowie die Kraftfahrzeuge der zwei Beschuldigten im Landkreis Gifhorn und der
Stadt Braunschweig, weitere Lagerstätten im Landkreis Helmstedt und der Stadt
Wolfsburg sowie ein unverdächtiger Auftraggeber und Steuerberaterbüros im
Landkreis Gifhorn und der Stadt Braunschweig.
Dem 54-jährigen Beschuldigten und der 32-jährigen Beschuldigten aus dem
Transportgewerbe wird vorgeworfen über Jahre mehrere Arbeitnehmerinnen und
-nehmer in großem Stil schwarz beschäftigt zu haben. Das bedeutet, dass sie ihre
Arbeitnehmerinnen und -nehmer nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung
angemeldet und die entsprechenden Beiträge nicht abgeführt haben, um ihren
Gewinn zu maximieren. Dies stellt einen nicht gerechtfertigten
Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu rechtschaffenen Transportunternehmern dar.
Außerdem sind die Arbeitnehmerinnen und -nehmer beispielsweise im Falle eines
Unfalls, bei Krankheit oder im Ruhestand nicht abgesichert.
Im Strafgesetzbuch heißt diese Straftat "Vorenthalten und Veruntreuen von
Arbeitsentgelt" und wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
Geldstrafe angedroht.
Des Weiteren wird den Beschuldigten vorgeworfen zum illegalen Aufenthalt
Beihilfe geleistet zu haben, indem sie zum Teil Arbeitnehmerinnen und -nehmer
beschäftigt haben, die nicht im Besitz der erforderlichen Aufenthaltserlaubnisse
waren.
Der Verdacht der Straftaten ergab sich durch mehrere anonyme Hinweise.
Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die nun
ausgewertet werden müssen. Die Höhe des Sozialversicherungsschadens
festzustellen ist Teil der andauernden Ermittlungen des Zolls im Auftrag der
Staatsanwaltschaft und war erklärtes Ziel der Durchsuchungen.
Des Weiteren wurden durch den ZOLL in einem Wohnhaus zwei offen herumliegende
Schreckschusswaffen (Pistolen) sichergestellt, eine davon sogar geladen. Die
Waffen hätten ordnungsgemäß verschlossen aufbewahrt werden müssen, sodass sie
vor dem Zugriff Dritter geschützt sind. Diese Ordnungswidrigkeit wurde ebenfalls
zur Anzeige gebracht.
Hinweis:
Für die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung ist in
Deutschland die FKS des Zolls zuständig. Bei den zuständigen HZÄ können Sie Ihre
Hinweise auf mögliche Schwarzarbeit schriftlich oder telefonisch abgeben.
Grundsätzlich unterliegen Ihr Name und Ihre Angaben datenschutzrechtlichen
Bestimmungen, sodass Ihre Daten nicht unbefugt weitergegeben werden dürfen. Ihre
Hinweise können Sie selbstverständlich auch anonym abgeben.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Braunschweig
Stv. Pressesprecherin
Nadine Laufer
Telefon: 0531/1291-8506
E-Mail: Presse.HZA-Braunschweig@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121224/6238690
OTS: Hauptzollamt Braunschweig
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Hauptzollamt Braunschweig
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