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Leipzig (ots) - Der Mitteldeutsche Rundfunk setzt auch in diesem Jahr seine
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem internationalen Kurzfilmfestival fort
und stiftet den Publikumspreis im Nationalen Wettbewerb. Außerdem wird es eine
MDR-Kurzfilmnacht mit sechs TV-Premieren sowie eine Sondersendung von ARTE zum
Filmfest Dresden geben.
MDR als Preisstifter
Der MDR würdigt auch 2026 den Kurzfilm und besonders die Kurzfilmszene in
Mitteldeutschland zu verschiedenen Anlässen: Ein fester Ankerpunkt ist seit
Jahren das Filmfest Dresden. Bei dem Kurzfilmfestival stiftet der MDR auch in
diesem Jahr den Publikumspreis im Nationalen Wettbewerb, der mit 4000 Euro
dotiert ist.
Dr. Astrid Plenk, Direktorin MDR Landesfunkhaus Thüringen, in dem die
Kurzfilmangebote "unicato - Das Kurzfilmmagazin" und "ARTE
Kurzschluss/Court-Circuit" redaktionell verantwortet werden: "Das Filmfest
Dresden ist seit vielen Jahren ein wichtiger und inspirierender Treffpunkt für
Filmschaffende, Kreative und ein neugieriges Publikum. Es zeigt, welches
Potential und welche Reichweite die kurze Filmform für unsere Region und weit
darüber hinaus entfalten kann. Als MDR ist es uns ein besonderes Anliegen, diese
kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und junge Talente zu unterstützen. Das
Festival beweist immer wieder, wie lebendig, relevant und überraschend Kurzfilm
sein kann."
Sachsens neuer MDR-Landesfunkhausdirektor Andreas Fritsch konnte die
leidenschaftlichen Filmfestmacherinnen schon kurz nach seinem Amtsantritt
kennenlernen und sich mit ihnen zum aktuellen Festivalprogramm austauschen: "Die
kompakte thematische Pointierung der kurzen Meisterwerke aus aller Welt werden
in den Lieblingskinos vieler Dresdnerinnen und Dresdner für gute Diskussionen
sorgen, Weltbilder erweitern und Diskursräume öffnen." Andreas Fritsch freut
sich darauf, bei der Preisverleihung des MDR-Publikumspreises glücklichen
Gewinnerinnen und Gewinnern gratulieren zu können.
MDR-Kurzfilmnacht mit sechs TV-Premieren
Aus Anlass des Mitteldeutschen Kurzfilmfestivals "Kurzsuechtig" in Leipzig
(08.-12.04.2026) und des Filmfests Dresden (14.-19.04.2026) zeigt der MDR die
TV-Premieren von sechs Filmen, die auf den beiden Festivals entdeckt wurden.
Diese MDR-Kurzfilmnacht läuft am 17.04.2026 von 00:00 Uhr bis 01:55 Uhr im
MDR-Fernsehen und folgende Filme erleben dabei ihre TV-Premiere:
- Altering Ego (D 2024, 26 min.) von Caspar Wallrabe fragt, was man von einem
Menschen weiß, der sich nicht mehr mitteilen kann. Tomas (Christoph Bach)
betreut den Alzheimerpatienten Martin (Anton Koelbel). Dabei verliebt er sich
in Martins Ehefrau Petra (Ursina Lardi). Ist Martin einverstanden mit der
Beziehung?
- Die Kurve (D 2024, 13 min.) der bekannten Leipziger Dok-Filmregisseurin Alina
Cyranek beobachtet Fußballfans beim Heimspiel ihres Clubs: Man leidet
gemeinsam, fordert das nächste Tor und weiß, wo das Auto des Schiedsrichters
steht. Und in der Pause gibt es Bier und Bockwurst. Egal ob in der Champions
League oder der Kreisklasse: Die Kurve steht zusammen.
- Leiden in Leipzig (D 2023, 14:30 min.) folgt einem Künstler, der sich nach
Selbstverwirklichung sehnt. Freunde locken mit kaltem Bier und cooler Musik,
doch das Schwelgen in tiefsinnigen Gedanken ist verlockender. Der erste
Animationsfilm von Klara Binnewitt und Endre Bye lebt vom Dialogwitz und dem
Kolorit bekannter Leipziger Orte. Beim Mitteldeutschen Kurzfilmfestival
"Kurzsuechtig" 2025 gewann er den Publikumspreis im Animationswettbewerb.
- Gezielt mittelalterliche Überlegungen (D 2024, 25 min) sollen Jugendliche auf
einem Schulausflug anstellen. Leider verliert die Lehrerin Frau Schröder (Thuy
Van Truong) dabei die Geduld und schreit einen Schüler an, der das gar nicht
okay findet. Die eigenwillige Tragikomödie des jungen Regie-Duos Paula Weise
und Finn Weigt erhielt 2024 den Filmkunstpreis Sachsen-Anhalt und gewann 2025
beim Mitteldeutschen Kurzfilmfestival "Kurzsuechtig" den Jurypreis im
Wettbewerb Fiktion.
- Do Something von Sofija Zivkovic (D 2024, 12 min.) erzählt humorvoll vom
organischen Innenleben. Das rote Blutkörperchen BC12 erhält den Auftrag, zum
Gehirn zu reisen und es davon zu überzeugen, endlich Wasser zu trinken. Der
Animationsfilm wurde auf dem Filmfest Dresden 2025 im Nationalen Wettbewerb
mit dem "Goldenen Reiter" als bester Animationsfilm und mit dem vom MDR
gestifteten Publikumspreis prämiert.
- Der Experimentalfilm Les Rites de Passage (D 2025, 14 min.) von Florian
Fischer und Johannes Krell beschreibt den Niedergang des monokulturellen
Fichtenwalds im Harz aufgrund von Klimaeffekten und der Ausbreitung des
Borkenkäfers. Der Mensch ist erst seit Kurzem Teil der planetarischen
Geschichtsschreibung: Er ist es, der das Vergehen und Werden in der Natur mit
Ritualen begleitet und darin Sinn findet.
Alle Filme sind bereits ab 11. April auf ARDkurzfilm.de
(https://www.ardmediathek.de/ardkurzfilm) in der ARD Mediathek verfügbar. Die
Editpage www.ARDkurzfilm.de (https://www.ardmediathek.de/ardkurzfilm) bündelt
alle ARD-Angebote zum Kurzfilm.
Das 38. Filmfest Dresden findet vom 14. bis 19. April 2026 statt und bietet
Kurzfilmfans aus dem In- und Ausland sowie dem Fachpublikum zahlreiche
Vorstellungen, Events und Sonderprogramme. In die drei Wettbewerbe der 38.
Festivalausgabe wurden insgesamt 65 Kurzfilme aus 36 Ländern eingeladen. Die
Auswahlkommissionen wählten aus rund 3.800 Einreichungen aus: 34 (Ko-)
Produktionen für den Internationalen Wettbewerb, 24 Beiträge für den Nationalen
Wettbewerb sowie sieben Arbeiten für den Mitteldeutschen Wettbewerb. Insgesamt
werden 380 Filme gezeigt. Unter den Wettbewerbsfilmen befinden sich insgesamt
acht Weltpremieren, 12 Deutschlandpremieren sowie zwei Europapremieren. Die
Beiträge konkurrieren um insgesamt 17 "Goldene Reiter" und Sonderpreise.
Vielfältige Berichterstattung zum Filmfest Dresden
MDR Sachsen und MDR Kultur widmen sich in ihren Programmen und im Netz dem
Festival: MDR Sachsen - Das Sachsenradio und "MDR Sachsenspiegel" werden aktuell
über das Filmfest Dresden berichten. Im Kulturmagazin "Aufgefallen" werden die
Hörerinnen und Hörer des Sachsenradios bereits am Montag, 13.4. 2026, zwischen
18 und 20 Uhr auf das diesjährige Festivalprogramm eingestimmt. MDR KULTUR hat
das Filmfest Dresden in der aktuellen Berichterstattung im Programm: im Radio,
in der App und Online.
Anlässlich des 38. Filmfest Dresden zeigt "Kurzschluss", das Kurzfilm-Magazin
bei ARTE, eine Sondersendung zum Festival . Das Filmfest Dresden widmet sich dem
Kurzfilm in all seinen Facetten und ist eines der höchstdotierten
Kurzfilmfestivals in Europa. Gegründet wurde es 1989 noch vor der politischen
Wende. Es hat sich seitdem zu einem internationalen Treffpunkt der Kurzfilmszene
entwickelt. Bei "Kurzschluss" zu Gast sind u.a. Anne Gaschütz, die Leiterin des
Filmfest Dresden, und der Programm-Kurator Sven Pötting. Sie sprechen über die
politischen Wurzeln des Festivals sowie den diesjährigen thematischen
Schwerpunkt "Work in Progress - wir arbeiten daran".
Sendedatum: 9. April 2026 / Autorin: Alina Cyranek / Redaktion: Katrin Küchler
(MDR)
Kurzfilm-Engagement des MDR
Seit vielen Jahren engagiert sich der MDR für die kurze Filmform. Neben dem
gezielten Ankauf von Kurzfilmen mit Bezug zu Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen) sowie zu Osteuropa präsentiert der MDR den Kurzfilm einem breiten
Publikum auf verschiedenen Sendeplätzen im TV und online:
- Wöchentlicher Kurzfilmsendeplatz in der Nacht von Freitag auf Samstag.
- Drei Kurzfilmnächte pro Jahr mit TV-Premieren.
- "unicato - Das Kurzfilmmagazin", moderiert von Markus Kavka, präsentiert
monatlich Themensendungen, zeigt dabei aktuelle Kurzfilme aus Deutschland und
dem deutschsprachigen Raum und beleuchtet deren Entstehung im Dialog mit den
Filmschaffenden.
- Mit ARDkurzfilm.de etabliert der MDR eine Plattform, die Filmkenner
begeistert, Sprungbrett für junge Talente ist und eine Bühne für
außergewöhnliche Geschichten bietet
- Für das europäische Kurzfilm-Magazin "Kurzschluss" bei ARTE produziert der MDR
acht Magazin-Ausgaben für das Jahr 2026. Damit unterstreicht der MDR seine
zentrale Rolle als der Kurzfilmsender im ARD-Verbund.
Pressekontakt:
MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55, E-Mail:
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OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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