|
--------------------------------------------------------------
Wohnwetterkarte ansehen
http://ots.de/irL0Pf
--------------------------------------------------------------
Frankfurt am Main (ots) - Zum achten Mal stellen der Projekt- und
Gebietsentwickler BPD (Bouwfonds Immobilienentwicklung) und das
Analyseunternehmen bulwiengesa ihre gemeinsame Wohnwetterkarte vor. Die aktuelle
Studie analysiert die Wohnungsmärkte in rund 11.000 Städten und Gemeinden und
zeigt, wo Wohnraumbedarf und Bautätigkeit auseinanderfallen. Die Auswertung
macht deutlich: Der Wohnungsbedarf geht rechnerisch gegenüber den Vorjahren
zurück. Gleichzeitig bleibt der Mangel an Wohnraum in vielen Regionen
Deutschlands bestehen, weil der Rückgang der Bedarfe zu gering ist, um den über
die Jahre entstandenen Wohnraummangel auszugleichen. Zusätzlich verschärfen
niedrige Fertigstellungszahlen die Situation.
Mit der Wohnwetterkarte werden Wohntrends und deren Veränderungen anhand einer
Farbskala ähnlich einer Wetterkarte dargestellt. Die heißeste Kommune
Deutschlands - hier liegen Wohnangebot und -bedarf am weitesten auseinander -
ist demnach Erdweg im Landkreis Dachau.
Wohnungsbedarf geht zurück - Bautätigkeit bleibt deutlich hinter dem Bedarf
Die Wohnwetterkarte 2026 weist einen rechnerischen Wohnungsbedarf von rund
288.000 Wohnungen pro Jahr aus. Ausschlaggebend für den Rückgang sind
insbesondere die demografische Entwicklung mit sinkenden Geburtenzahlen und
geringeren Zuwanderungsprognosen. Gleichzeitig wurden im Jahr 2025 bundesweit
lediglich rund 203.000 Wohnungen fertiggestellt. Der Abstand zwischen benötigtem
und realisiertem Wohnungsbau bleibt demnach groß. Der sinkende Bedarf bedeutet
folglich keine Entspannung auf den Wohnungsmärkten, sondern spiegelt veränderte
demografische Rahmenbedingungen wider. Die Alterung der Bevölkerung und die
schrumpfende Zahl der Erwerbstätigen stellen Deutschland allerdings vor
erhebliche Herausforderungen. Sinkende Geburtenraten und weniger internationale
Fachkräfte sind keine geeigneten Strategien, um dem Wohnungsmangel zu begegnen.
Regionale Unterschiede prägen den Wohnungsmarkt zunehmend
Die aktuelle Wohnwetterkarte zeigt, dass sich die Wohnungsmärkte regional
zunehmend unterschiedlich entwickeln. Während sich die Nachfrage stärker auf die
Metropolregionen und die großen Verkehrsachsen konzentriert, kühlen viele
ländliche Regionen ab. So zeigen unter anderem der Schwarzwald, der Raum
Ansbach, der Odenwald, Teile Ostwestfalens sowie Regionen wie das Sauerland, die
Eifel oder der Bayerische Wald erstmals wieder eine kühlere Entwicklung als in
den Vorjahren. Die Ursache liegt vor allem in Bevölkerungsrückgängen.
Wohnungsbau ist Standortpolitik
Der Rückgang des rechnerischen Wohnungsbedarfs darf nicht als Signal für einen
nachlassenden Handlungsbedarf verstanden werden. In den angespannten
Wohnungsmärkten fehlen weiterhin Wohnungen, während steigende Baukosten, hohe
Zinsen, lange Genehmigungszeiten und eine geringe Neubautätigkeit die Situation
zusätzlich verschärfen. Um den Bedarf dauerhaft zu decken, sind verlässliche
Rahmenbedingungen, schnellere Planungsverfahren und eine kontinuierliche
Bautätigkeit weiterhin erforderlich.
"Bezahlbarer Wohnraum ist weit mehr als ein soziales Gut. Er schafft
Lebensqualität, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen und ist eine
zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Die
Wohnwetterkarte zeigt, wo jetzt die richtigen Rahmenbedingungen für mehr
Wohnungsbau geschaffen werden müssen", sagt Alexander Heinzmann, CEO von BPD in
Deutschland.
"Der sinkende rechnerische Wohnungsbedarf darf nicht als Entwarnung verstanden
werden. Im Gegenteil: Die Kombination aus demografisch rückläufigem Bedarf und
einer weiterhin zu geringen Neubautätigkeit löst in den Ballungsräumen kein
Wohnungsproblem und verschärft die Schrumpfung des ländlichen Raums", ergänzt
Dr. Christian von Malottki, Leiter Research bei BPD.
"Die Wohnwetterkarte macht deutlich, dass sich die Wohnungsmärkte immer stärker
ausdifferenzieren. Deshalb sind regionale Analysen wichtiger denn je, um
fundierte Entscheidungen für Wohnungsbau und Stadtentwicklung zu treffen", fügt
Felix Embacher, Geschäftsführer bei bulwiengesa, hinzu.
Über die Wohnwetterkarte
Mit der Wohnwetterkarte stellen BPD und bulwiengesa analog zu einer Wetterkarte
anhand eines Temperaturgefälles das Verhältnis von Angebot und Nachfrage für
jede der rund 11.000 deutschen Städte und Gemeinden dar und geben einen Ausblick
auf die nächsten Jahre. Als Indikator dient insbesondere der Bedarf an
Wohnungen, der unter anderem mit dem aktuellen Bauvolumen abgeglichen wurde. Wie
auch in den vorigen Jahren sind dabei 25 Farbtöne von der kältesten bis zur
wärmsten Kommune vergeben. Je heißer eine Gemeinde, desto größer ist der
Wohnraumbedarf bei zu geringer Bautätigkeit.
Zur besseren Lesbarkeit wurde die Farbskala in diesem Jahr um einen Blauton
erweitert, um die veränderte Verteilung der Anspannung präziser abzubilden und
benachbarte Farbtöne klar zu differenzieren. Dargestellt sind weiterhin 25
Abstufungen über knapp 11.000 Gemeinden. Die Bewertung je Kommune erfolgt im
15-km-Umfeld, um tatsächliche Wohnungsmarktbeziehungen abzubilden.
Die Wohnwetterkarte soll mit ihrer bildhaften Darstellung politische
Entscheidungsträger, Investoren und Nutzer für die Situation auf dem jeweiligen
Wohnungsmarkt sensibilisieren. Zudem soll sie dazu anregen, gemeinsam Lösungen
für die unterschiedlichen lokalen Herausforderungen zu finden.
Zur interaktiven Wohnwetterkarte: http://www.wohnwetterkarte.de
EINLADUNG: VORSTELLUNG WOHNWETTERKARTE AUF DER EXPO REAL
Am Dienstag, 6. Oktober 2026, von 15:00 - 16.00 Uhr, präsentieren Dr.-Ing.
Christian von Malottki (Leiter Research bei BPD) und Dipl.-Geograf Felix
Embacher (Geschäftsführer bei bulwiengesa) in Halle C1, Raum C12, die neue
Wohnwetterkarte mit den wichtigsten Erkenntnissen. Im Rahmen des Forums auf der
EXPO REAL beschäftigen sie sich mit Fragen rund um die Wohnwetterkarte und mit
der aktuellen Lage der Wohnungsmärkte.
Über BPD:
BPD, Bouwfonds Immobilienentwicklung, ist der größte Projekt- und
Gebietsentwickler in Deutschland und den Niederlanden und ein Unternehmen der
Rabobank. In Deutschland ist BPD mit seinen sechs Regionen und 14 Bürostandorten
deutschlandweit vertreten. Seit Gründung im Jahr 1946 hat BPD den Bau von über
395.000 Wohnungen realisiert. Heute leben mehr als eine Million Menschen in
Wohngebieten, die BPD entwickelt hat. Weitere Informationen sind unter
http://www.bpd.de abrufbar.
Über bulwiengesa:
bulwiengesa ist in Kontinentaleuropa eines der großen unabhängigen
Analyseunternehmen der Immobilienbranche. Seit 40 Jahren unterstützt bulwiengesa
Partner und Kunden in Fragestellungen der Immobilienwirtschaft, u.a. durch
Standort- und Marktanalysen, fundierte Datenservices, strategische Beratung und
maßgeschneiderte Gutachten. Seit Ende 2024 ist das Unternehmen Teil der
Scout24-Gruppe. Die Daten von bulwiengesa werden u. a. von der Deutschen
Bundesbank für EZB und BIZ verwendet.
Pressekontakt:
Informationen zu BPD:
BPD Immobilienentwicklung GmbH
Katharina Schüttler | Leiterin Unternehmenskommunikation
Solmsstraße 18
60486 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 50 95 79 2975
E-Mail: mailto:k.schuettler@bpd.de
bulwiengesa GmbH
Invalidenstr. 65
10557 Berlin
Birgit Haase
Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing
Tel.: 0151 556 32 996
E-Mail: mailto:birgit.haase@bulwiengesa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116955/6363925
OTS: BPD Immobilienentwicklung GmbH
|