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POL-OH: Ladung gekippt und deutlich zu schnell unterwegs - Autobahnpolizei Bad Hersfeld stoppt Sattelzug auf der A5 (FOTO) |
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| 2.06.2026 15:11 Uhr |
Polizeipräsidium Osthessen |
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Alsfeld (ots) - Einer Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld fiel am
Montagmorgen (01.06.), gegen 9 Uhr, auf der Autobahn 5 in Fahrtrichtung Norden,
in Höhe des Rastplatzes "Eifa", ein Sattelzug mit auffälligem Schrägstand und
deutlich ausgebeulten Seitenplanen auf.
Die Beamten lotsten das Fahrzeug auf den Rastplatz und unterzogen es dort einer
Kontrolle. Zur Unterstützung wurde eine Streife der spezialisierten
Schwerverkehrsüberwachung der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld hinzugezogen.
Dabei stellte sich heraus, dass die Ladung des Sattelzuges erheblich verrutscht
war und sich teilweise zur Seite geneigt hatte.
Der Sattelzug transportierte mehr als 23 Tonnen Kunststoffgranulat. Die Ware war
in Säcken verpackt, auf Paletten gestapelt und mit einer flexiblen Folie
umwickelt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Ladeeinheiten vor
Fahrtantritt in Spanien mittels Spanngurten auf dem Auflieger gesichert worden.
Die Sicherungsmethode des "Niederzurrens" erwies sich jedoch aufgrund der
fehlenden Formstabilität der Ladung als ungeeignet. Während der Fahrt setzte
sich das Granulat in den Säcken, wodurch die Vorspannung der Spanngurte verloren
ging. Die Ladungssicherung wurde dadurch weitgehend wirkungslos. Hinzu kamen
vorhandene Ladelücken, sodass sich die Ladung während der Fahrt zur Seite
bewegen konnte. Teilweise wurden die Ladeeinheiten nur noch durch die
Fahrzeugaufbauten gehalten.
Die Polizei untersagte die Weiterfahrt des Sattelzuges. Erst nach einer Umladung
beziehungsweise Nachsicherung der Ladung darf der Transport fortgesetzt werden.
Bei der anschließenden Auswertung des digitalen Fahrtenschreibers stellten die
Kontrollkräfte zudem erhebliche Geschwindigkeitsverstöße fest. Obwohl für den
Sattelzug eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt, wurden
Geschwindigkeitsspitzen von bis zu 108 km/h aufgezeichnet.
Gegen den verantwortlichen Transportunternehmer aus Luxemburg wurde ein
Verfahren zur Vermögensabschöpfung durch Bußgeldanpassung eingeleitet. Aufgrund
der festgestellten Verstöße ist mit einem Bußgeld im deutlich vierstelligen
Bereich zu rechnen. Auf den 41-jährigen Fahrer aus Rumänien kommt
voraussichtlich ein Bußgeld im dreistelligen Bereich zu.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine mangelhafte
Ladungssicherung erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer mit sich
bringt. Verrutschende oder umkippende Ladung kann insbesondere bei hohen
Geschwindigkeiten oder entsprechenden Fahrmanövern schwerwiegende
Verkehrsunfälle verursachen.
(Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld)
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Osthessen
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