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Frankfurt am Main (ots) - Versorgung hängt an digitalisiertem Versand: Die
Hälfte der Patient:innen wohnt mehr als zehn Kilometer von einer spezialisierten
Apotheke entfernt.
In Relation zur Bevölkerung ist die Zahl der Medizinalcannabis-Patient:innen im
Süden Deutschlands deutlich höher als im Norden. Insbesondere in ostdeutschen
Bundesländern liegt der Anteil unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings ist die
Zahl der Patient:innen in ostdeutschen Bundesländern seit der Herausnahme von
Medizinalcannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) am 1. April 2024
überproportional gestiegen. Dieser Trend der bundesweiten Normalisierung hat in
den letzten zwölf Monaten angehalten.
Durchschnittspreis sinkt im zweiten Quartal 2026 auf vier Euro
Der aktuelle Report wirft einen differenzierten Blick auf die Entwicklung seit
dem 1. April 2024 - unter anderem auf Veränderungen der verordneten Mengen oder
auf die Häufigkeit der Arzt-Patient:innen-Kontakte. Jenseits der regionalen
Verteilung der Patient:innen werden auch Preisentwicklungen, Sortenvielfalt oder
der THC-Gehalt von Medizinalcannabisblüten analysiert. Unter anderem sinkt der
Durchschnittspreis für Medizinalcannabisblüten im zweiten Quartal 2026 je Gramm
auf vier Euro.
Niklas Kouparanis, Mitgründer und Geschäftsführer der Bloomwell Group GmbH
("Bloomwell Group"):
"Dass die Erstattung von Medizinalcannabisblüten durch die Kassen in einem
'Spargesetz' gestrichen wird ist mit Blick auf die Preisentwicklung im
Selbstzahler-Bereich völlig absurd. Das eigentliche Problem ist seit langem die
überholte Preisverordnung, die sich von der Marktdynamik vollends entkoppelt
hat. Die Kassen erstatten, bis das Gesetz in Kraft tritt, bis zu 19 Euro je
Gramm Medizinalcannabisblüten. Wir sind in der Vergangenheit mehrmals auf Kassen
zu gegangen, um gemeinsam effizientere Wege der Versorgung für Patient:innen zu
finden. Stattdessen lässt der Gesetzgeber chronisch erkrankte Menschen, die
teils seit Jahren gut auf ihre Medikation eingestellt sind, nun komplett im
Regen stehen. Unser Angebot für Dialog und Kooperation gilt weiterhin."
Bundesweite Normalisierung der Anzahl der Patient:innen
Am höchsten ist der Anteil der selbstzahlenden Medizinalcannabis-Patient:innen
nach dem 1. April 2024 in süd-westdeutschen Bundesländern wie dem Saarland (29,6
Prozent über dem Bundesdurchschnitt), Bayern (27,6 Prozent), Rheinland-Pfalz
(17,9 Prozent), Hessen (16,5 Prozent) oder Baden-Württemberg (14,4 Prozent). In
ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil der Medizinalcannabis-Patient:innen in
Relation zum Bundesdurchschnitt niedriger: In Brandenburg liegt ihr Anteil 31,3
Prozent unter dem Schnitt, in Mecklenburg-Vorpommern 18,2 Prozent, in Sachsen
28,3 Prozent, in Sachsen-Anhalt 22,5 Prozent und in Thüringen 18,9 Prozent
darunter.
Dennoch hat der Anteil der Medizinalcannabis-Patient:innen in ostdeutschen
Bundesländern seit der Herausnahme von Medizinalcannabis aus dem
Betäubungsmittelgesetz (BtMG) am 1. April 2024 bereits deutlich aufgeholt.
Seitdem liegt der Wachstumsfaktor, der die Entwicklung der
Medizinalcannabis-Patient:innen umgerechnet auf 100.000 Einwohner:innen
beschreibt, in Sachsen-Anhalt bei 314, in Mecklenburg-Vorpommern bei 184 und in
Brandenburg bei 118. Zum Vergleich: Im Saarland liegt er im gleichen Zeitraum
bei 25 und in Bayern bei 17.
Diese Normalisierung hat sich im letzten Jahr verstärkt: Beispielsweise näherte
sich der Anteil in Sachsen-Anhalt von Juli 2025 bis Juni 2026 bis auf -9,7
Prozent dem Bundesdurchschnitt an. Vor der Herausnahme aus dem BtMG lag dieser
Wert bei -83,8 Prozent. In Bayern lag der Wert von Juli 2025 bis Juni 2026 noch
12,1 Prozent über dem Schnitt. Vor dem 1. April 2024 waren es 150,5 Prozent.
Dr. med. Julian Wichmann, Mitgründer und Geschäftsführer der Bloomwell GmbH
("Bloomwell") mit Blick auf regionale Entwicklungen
"Unsere neue Übersichtskarte über die bundesweite Versorgung mit
Medizinalcannabis sendet ein positives Signal: Die Digitalisierung hat auch in
Regionen, in denen es flächendeckend an niedergelassenen Ärzt:innen mit
Erfahrung im Bereich Medizinalcannabis mangelt, den Zugang für
Cannabis-Patient:innen ermöglicht. Zudem dringen Informationen über den legalen
digitalen Therapie-Zugang immer besser zu den Betroffenen durch. Die illegale,
mit Risiken behaftete Selbstmedikation gerät daher bundesweit zunehmend ins
Hintertreffen. Medizinalcannabis spielt inzwischen in ganz Deutschland eine
führende Rolle bei der Bekämpfung des illegalen Marktes."
Sichere Versorgung von hunderttausenden Medizinalcannabis-Patient:innen beruht
auf digitalisierten Versandprozessen
Zudem zeigt sich, wie notwendig der Online-Versand ist: Fast die Hälfte der
Patient:innen wohnt weiter als zehn Kilometer von einer der 271 auf
Medizinalcannabis spezialisierten Apotheke entfernt. Angesichts von mehr als
1.000 verschiedenen Produkten in Deutschland sowie der erforderlichen
Verarbeitungsschritte in der Apotheke können Patient:innen in den meisten
lokalen Apotheken vor Ort ihre gültigen Rezepte nicht einlösen. In sechs
Bundesländern gibt es sogar gar keine oder maximal eine auf Medizinalcannabis
spezialisierte Apotheke.
Für die Analysen wurden anonymisierte Datensätze von Cannabis-Patient:innen im
sechsstelligen und Verordnungen im siebenstelligen Bereich berücksichtigt. Für
die regionale Verteilung der Patient:innen wurden der Mittelpunkt von
Postleitzahlen ohne Personenbezug sowie alle Adressen der spezialisierten
Apotheken berücksichtigt - insgesamt 271 -, in denen Patient:innen seit
September 2020 ein über Bloomwell ausgestelltes Rezept eingelöst haben.
Link zu Grafiken und zum gesamten Report (http://ots.de/WcPbiS) .
Bloomwell Group GmbH
Die in Frankfurt ansässige Bloomwell Group ist eines der führenden Unternehmen
für medizinisches Cannabis in Europa. Gegründet 2020 hat sie sich zur zentralen
Anlaufstelle in einem neuen Cannabis-Ökosystem entwickelt, das die gesamte
Wertschöpfungskette mit Ausnahme des Anbaus abbildet. Durch Innovation und die
Digitalisierung der gesamten Therapie-Prozesse sorgt die Bloomwell Group für
eine effektive und zuverlässige Versorgung von Patient:innen mit medizinischem
Cannabis und trägt durch datenbasierte Forschungsaktivitäten basierend auf
Real-World-Data zudem zur Entstigmatisierung von Cannabis in der Medizin bei.
Die Bloomwell Group ist in Europa Pionier in der Entwicklung von
telemedizinischen Angeboten, digitalen Payment-Integrationen und individueller
eRezept-Lösungen für medizinisches Cannabis. Heutzutage bietet sie monatlich
Cannabis-Patient:innen im sechsstelligen Bereich, Apotheken, Ärztinnen und
Ärzten sowie Großhändlern eine zentrale digitale Infrastruktur. Auf Wunsch
erhalten Patient:innen über die Plattform ein individuelles eRezept mit
qualifizierter Fernsignatur durch D-Trust, einem Unternehmen der
Bundesdruckerei. http://www.bloomwell.de
Pressekontakt:
Moritz Förster
MJ Content & Communications UG
mailto:moritz@mjcomms.de
http://www.bloomwell.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181997/6319746
OTS: Bloomwell Group GmbH
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