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"Großes Unrecht": SPD-Politiker Lauterbach heizt Rentenstreit an |
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| 12.08.2026 03:05 Uhr |
Kölner Stadt-Anzeiger |
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Köln (ots) - Neue Runde im Streit um die "Rente mit 63": Der frühere
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Mittwochausgabe), die Rentenkommission habe zwar "insgesamt sehr gute
Vorschläge gebracht". Ein "großes Unrecht" bleibe aber bestehen.
"Bekanntlich haben Geringverdiener und Menschen ohne Studium deutlich weniger
Rente, weil sie früher sterben", rechnete der Kölner SPD-Politiker vor, der
inzwischen Vorsitzender des Forschungsausschusses im Bundestag ist. Gewinner
seien Akademiker, die oft nur 40 Jahre einzahlten und 20 Jahre Rente bezögen.
Dagegen zahlten Menschen mit Ausbildung häufig 50 Jahre Beiträge und erhielten
zudem fünf Jahre weniger Rente. "Ihnen die abschlagsfreie Rente nach dem 65.
Lebensjahr zu streichen, vergrößert dieses Unrecht", betonte Lauterbach. "Das
spüren die Leute in ganz Deutschland, nicht nur in Ostdeutschland."
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zugesagt, die Vorschläge der Rentenkommission
in vollem Umfang umzusetzen - einschließlich der Abschaffung der abschlagsfreien
Frührente. Doch der Widerstand gegen die Reformpläne wächst.
Billigen will das Bundeskabinett an diesem Dienstag die sogenannte
Frühstartrente. Damit will die Regierung Kinder bereits ab dem sechsten
Lebensjahr an die kapitalgedeckte Altersvorsorge heranführen. Sie soll als Teil
der privaten Altersvorsorge das Rentensystem stärken helfen.
Das autorisierte Lauterbach-Statement: "Die Rentenkommission hat insgesamt sehr
gute Vorschläge gebracht. Insbesondere die Einführung einer langfristigen
Kapitalrente ist ein Befreiungsschlag für das System. Ein großes Unrecht bleibt
aber bestehen, hier hat man eine große Chance vertan: Bekanntlich haben
Geringverdiener und Menschen ohne Studium deutlich weniger Rente weil sie früher
sterben. Gewinner sind Akademiker die oft nur 40 Jahre einzahlen und 20 Jahre
Rente beziehen. Menschen mit Ausbildung zahlen oft 50 Jahre ein und bekommen
auch noch 5 Jahre weniger Rente. Ihnen die abschlagsfreie Rente nach dem 65
Lebensjahr zu streichen vergrößert dieses Unrecht. Das spüren die Leute in ganz
Deutschland, nicht nur in Ostdeutschland."
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/66749/6331610
OTS: Kölner Stadt-Anzeiger
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kölner Stadt-Anzeiger
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